In einem aktuellen Interview mit Der Welt mit dem Titel „Wie wichtig ist Glaube im Fußball, Herr Herrlich?“ sprach Leverkusens neuer Trainer über Charakterstärke und Dankbarkeit.

In diesem Interview äußerte Heiko Herrlich auch, dass er gerne auch mal einen Bibelvers zur Hand nimmt, wenn er merkt, dass er „nicht weiterkommt oder eine bestimmte Sache nicht lösen kann“. So habe er, als ein Spieler einen Co-Trainer beschimpft hatte, diesen nicht rausgeworfen, sondern vor dem Team die Stelle aus dem Johannes-Evangelium vorgelesen, in der Jesus sagte: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.“ Ihm sei es nicht dabei um Sünde gegangen, „aber um Fehler, die wir alle mal machen“.

Heiko Herrlich erklärte aber in diesem Zusammenhang auch:

„Ich bin nicht im missionarischen Auftrag unterwegs. Für mich sind alle Spieler gleich. Bei mir hat keiner einen Vorteil, der Christ ist.“

Weiter sagte er, dass er schon als Kind einen Bezug zu Gott gehabt und bei Bauchschmerzen zu ihm gebetet habe. Als Spieler bei Bayer Leverkusen sei er damals mit 17 der Jüngste gewesen. „Die älteren haben mich voll auflaufen lassen“, so Herrlich. Dann sei der Brasilianer Jorginho zum Verein gewechselt – „und er war zu allen gleich, egal ob zum Zeugwart, zur Putzfrau oder einem Spieler, der in der Hierarchie unten stand. Das hat mich schwer beeindruckt.“

Bei der Diagnose ‚Hirntumor‘ im Jahr 2000 habe er an Gott gezweifelt, bekannte Herrlich. „Als ich geheilt war, verspürte ich dann aber wieder große Dankbarkeit, obwohl der Weg zurück zu Gott nicht leicht war“, so der Trainer. Der Glaube sei nicht immer gleich.

„Wenn ich weit weg war vom Glauben, war es bislang immer schwierig in meinem Leben. Und wenn ich fest verankert war, lief meistens alles gut. Im Moment bin ich sehr fest im Glauben.“

Quelle:           welt.de

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