Der Motivationstrainer Jürgen Höller, der mit fragwürdige Methoden bekannt und auch erfolgreich wurde, sprach in einem Interview mit der Neuen Presse auch über die Bedeutung des Glaubens für sein Leben.

Einem breiten Publikum wurde Höller bekannt, indem er 1999 als nach Eigenangaben „erster Mentaltrainer der Fußball-Bundesliga“ die Fußball-Bundesligamannschaft Bayer 04 Leverkusen unter der Ägide des Trainers Christoph Daum barfuß über Glasscherben laufen ließ. Die ARD-Doku „Der Motivationstrainer“, die aktuell über das Erfolgsprogramm von Jürgen Höller lief, lässt sehr schön die Methodik des Höller’schen Wirkens („kühles Moos“, „tschakka“, „Du schaffst es“)  erkennen.

Im Interview mit der Neuen Presse nennt der 54-jährige als Vorbilder neben Nelson Mandela, Steve Jobs, Muhammad Aliund Arnold Schwarzenegger auch Jesus Christus. Auf die Frage, waru er das tue, sagt Höller:

„Weil seine Hauptbotschaft ist: Liebe dich selbst wie deinen Nächsten.“

Dies sei „eine wunderbare Botschaft“. Denn sie bedeute „zu helfen, da zu sein“ sowie gleichzeitig „sich selbst anzunehmen und zu lieben“. Weiter sagt er dazu:

„Die Menschen, die mit sich im Reinen sind, können das dann auch auf Angehörige und Freunde übertragen.“

Zu seinem persönlichen Glauben sagte Jürgen Höller:

„Ich bin gläubig ohne Religion.“

Über anderthalb habe er sich mit den fünf Weltreligionen auseinandergesetzt und dabei erkannt, dass bei allen „der Kernsatz der Liebe“ vorkomme. Seiner Ansicht nach werde „jede Religion von einem Menschen geführt“, der einem sage, „was richtig und was falsch“ sei. Er wolle „keine Religion, die sagt: Wir sind die Besten“. Dazu führt er weiter aus:

„Deshalb glaube ich an Gott, aber nicht an die von einem Menschen geführte Religion.“

Wie das wohl mit der von einem Menschen geführten Motivation aussieht?

Quelle: neuepresse.de

 

Der Mentaltrainer David Kadel hat bei der mentalen Arbeit mit Bundesligaprofis eine andere Vorgehensweise als der Motivationstrainer Jürgen Höller. Bei der von PromisGlauben mitorganisierten Veranstaltung „Burn On – Wie wir mit Begeisterung leben können“ am 18. Mai 2018 am Berufsschulzentrum Riesstraße in München sagte Kadel zu den knapp 500 Berufsschülerinnen und -schülern:

„Ihr braucht keinen, der euch motiviert. Ihr braucht jemanden, der euch inspiriert.“

Den sehr sehenswerten 10-Minuten-Clip zu dieser Veranstaltung, der das dahinter stehende Menschenbild von David Kadel verdeutlicht und erkennen lässt, dass das Konzept von Kadel tiefer ansetzt, gibt’s hier: