Benediktinermönch Anselm Grün lädt auch Protestanten ein:

„Wenn ich im Gästehaus unserer Abtei in Münsterschwarzach Kurse gebe, lade ich immer alle ausdrücklich ein, zur Kommunion zu gehen, weil manche evangelische Christen sich nicht trauen“,

sagte er aktuell im Jahr des Reformationsgedenkens. Wichtig sei der Glaube, dass Jesus in der Hostie präsent ist, fügte der katholische Priester hinzu.

„Ist dies gegeben, spricht nichts gegen ein gemeinsames Abendmahl.“

Pater Anselm Grün wandte sich auch gegen einen Machtanspruch der katholischen Kirche.

„Die katholische Kirche tut manchmal so, als ob sie Moral und Verhalten festschreiben könnte. In Rom gibt es nämlich immer noch konservatives Denken – allerdings nicht beim jetzigen Papst.“

Machtmissbrauch habe auch zur Reformation geführt, sagte der Benediktinermönch. Päpste und Bischöfe seien damals unbeweglich gewesen und hätten sich hinter ihrer Macht versteckt. Luther habe zurecht dagegen rebelliert.

Quelle: domradio.de

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