Johann Lafer bezieht im Umgang mit Krebserkrankung Kraft aus seinem Glauben
Der österreichischer Koch, Fernsehkoch, Unternehmer und Sachbuchautor Johann Lafer, der zu den bekanntesten Köchen in Deutschland gehört und preisgekrönte Restaurants führte, machte Ende Mai gegenüber BILD öffentlich, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist und er die Diagnose bereits vor zweieinhalb Jahren erhalten hatte. Kraft und Hoffnung im Umgang mit dieser schweren Erkrankung schöpft er auch aus seinem christlichen Glauben, wie der 68-Jährige aktuell im Interview mit der der Illustrierten „Bunte“ (Ausgabe vom 3.6.2026) erklärte.
Die Diagnose veränderte von jetzt auf gleich die Perspektive auf sein Leben. Gegenüber BILD beschreibt Johann Lafer den Moment, als er beim Verlassen des Krankenhauses die Diagnose realisierte, mit folgenden Worten:
„Wenn du aus diesem Gebäude rausgehst, ist alles anders. Dann ist plötzlich völlig egal, welches Auto du fährst oder ob irgendwo Stau ist. Alles wird unwichtig.“
Im Bunte-Interview sprach er von einem brutalen Schock, den er beim Erhalt der Diagnose verspürte. Weiter sagte er zu seinem Empfinden in diesem Moment:
„Es traf mich ein greller Blitz aus dem heiteren Himmel. Von einer Sekunde zur nächsten ist plötzlich alles ganz anders und nichts mehr so, wie es vorher war.“
Lafer bringt zudem zum Ausdruck, dass ihm im Kampf gegen den Krebs auch Ängste heimsuchen.
Halt findet er zum einen in seiner Leidenschaft dem Kochen und durch seine Mitmenschen. Auf seinem Instagram-Account teilte Johann Lafer seinen Followern in einem Post mit:
„Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, das Kochen und die Begegnungen mit Menschen geben mir viel Kraft, Zuversicht und Freude.“
Im Umgang mit seiner Erkrankung findet er zudem Orientierung in der Verbindung zu Gott. Aus seinem Glauben und dem Gebet bezieht er Kraft und Hoffnung, schildert der Starkoch im Bunte-Interview.
Bereits in der Vergangenheit sprach Johann Lafer in Interviews über die Kraftquelle, die sein Glaube für ihn ist (wir berichteten).
Im Interview im Februar 2018 mit dem Magazin der Steyler Missionare bezeichnete Johann Lafer Kirchen als Orte „absoluter Besinnlichkeit“, in denen er die nötige Ruhe finde, „um Vergangenes zu reflektieren, über aktuelle Probleme nachzudenken und zu beten“ (wir berichteten). Weiter beschrieb er den Glauben als Motivator im Leben. Dazu sagte er:
„Wenn es keine Hoffnung und keinen Glauben gäbe, würden wir Menschen nach jeder negativen Situation resignieren.“
Weiter teilte er im Stadtgottes-Interview seinerzeit mit, dass das Beten für ihn „elementar wichtig“ sei, er sich bereits in seiner achtjährigen Ministrantenzeit „intensiv mit der Bibel beschäftigt“ habe und dass er an „ein ewiges Leben bei Gott“ glaube (wir berichteten).
Zu seinem Gottesbild ließ Johann Lafer im Dezember 2019 im Interview mit der vom Erzbistum Köln herausgegebenen Zeitschrift „AdventsZeit“ wissen:
„Ich glaube an den lieben und guten Gott.“
Abermals hob er die Kirche als Ort hervor, „wo man sich konzentrieren kann auf das Wesentliche“. Weiter berichtete der Starkoch in diesem Interview, dass er als Kind im Umfeld der Kirche groß wurde und als Ministrant eine seiner „schönsten Zeiten“ verbracht habe, an die er sich bis heute mit Blick auf gemeinsame Erlebnisse wie Ausflüge, Fußballspiele am Nachmittag und das Sternsingen sehr gerne zurückerinnert.
Im Juni 2024 erzählte Johann Lafer in der Sat.1-Sendung „So gesehen – Talk am Sonntag“ , dass sein erster Berufswunsch Priester war und sein Glauben für ihn bis heute von Bedeutung ist (wir berichteten).
Sein Glaube sei für ihn auch heute „ganz wichtig“, sagte Lafer und nannte als Beispiel hierfür den Umgang mit Todesfälle von nahen Verwandten wie seiner Mutter, Schwester und Schwiegereltern. Dazu betonte er:
„Der Glaube hat mir sehr geholfen, die Situationen besser einzuschätzen und zu verarbeiten.“
Quellen: bild.de, bunte.de, instagram.com, vaticannews.va, promisglauben.de



