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Der Benediktinermönch und Bestsellerautor Anselm Grün sprach in einem beeindruckenden Interview mit der Journalistin Monika Nellessen, das in der Lampertheimer Zeitung erschienen ist, über die Sehnsucht nach Glück, Zufriedenheit, Achtsamkeit, Spiritualität und Gott.

Glück hat nach Ansicht von Anselm Grün vor allem mit dem Empfinden von Dankbarkeit sowie Bescheidenheit zu tun. Seine Vorstellung vom Glück äußerte der 75-jährige wie folgt:

„Glück heißt: Gelingen des Lebens. Es geht darum, Ja zum eigenen Leben zu sagen und im Augenblick zu sein.“

Dabei gab er zu bedenken, dass man Glück nicht käuflich erwerben kann und zum Beispiel auch ein teures Wellness-Wochenende nicht nachhaltig glücklich macht. Dazu erklärte er weiter:

„Glück kann man nicht machen, sondern es ist eine innere Einstellung.“

Dass viele Menschen, sich von seinen Büchern inspirieren lassen, erklärt sich der Geistliche auch damit, dass er Gott mit in seinem Angebot hat. Dazu sagte er:

„Ich glaube, dass in allen Menschen die Sehnsucht nach Gott und Spiritualität ist.“

Zudem erkenne er eine Sehnsucht der Menschen „nach einem Glauben, der nicht trennt und polarisiert“, und nicht moralisch oder bewertend daherkommt.

Im weiteren Verlauf des Interviews mit Monika Nellessen äußerte Grün dann auch, dass er die Menschen erreicht, weil „ich nicht belehrend oder sogar besserwisserisch bin“. Dazu betonte er:

„Die Menschen sollen merken, dass der Glaube in erster Linie etwas Heilsames und nicht etwas Forderndes ist.“

Die Sehnsucht nach dem Paradies auf Erden ist seiner Ansicht nach eine Illusion, die selbst im Kloster nicht Wirklichkeit werde. Man könne sich dem paradiesischen Zustand aber annähern, wenn Menschen im Einklang sind und „nicht nur um sich selbst kreisen, sondern miteinander etwas tun, Verantwortung übernehmen für die Schöpfung und die Gesellschaft“, so Anselm Grün.

Quelle: lampertheimer-zeitung.de