Bernd Neuendorf findet Einstehen für den christlichen Glauben positiv
Bei der Fußball-WM ist aktuell vielfach zu erleben, wie Spieler aus der ganzen Welt ihren Glauben an Gott ganz selbstverständlich in ihren Fußballalltag integrieren. Einer von ihnen ist der deutsche Mittelfeld-Motor Felix Nmecha. Sein Gebet mit Jonathan Tah und Spielern von Curacao nach dem 7:1-Auftaktsieg des DFB-Teams löste jedoch in Deutschland Diskussionen aus, in denen er als Person mitunter fragwürdig dargestellt wurde (wir berichteten). Nun äußerte sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf im Interview bei „RTL/ntv“ zum Spieler und Menschen Felix Nmecha und ließ dabei durchblicken, dass er an dessen Christ-Sein nichts Verwerfliches sehen kann.
Zu den Vorwürfen, denen Nmecha mitunter in der medialen Berichterstattung ausgesetzt ist (aggressiv missionarisch, homophob), erklärt Neuendorf, dass man beim DFB die seinerzeitige Berichterstattung verfolgt habe und auch die „Einlassungen“ Nmechas dazu gehört habe. Dieser habe „das zurechtgerückt, sich klar positioniert und von solchen Vorwürfen distanziert“, so der DFB-Präsident.
Weiter merkt Bernd Neuendorf an, dass das Bekenntnis zu Gott und der Glaube, den Felix Nmecha und viele andere Spieler verkörpern und zum Ausdruck bringen, „in einer säkularisierten Welt für einige Menschen vielleicht etwas ungewöhnlich“ sei. Zum christlichen Handeln Nmechas betont Neuendorf:
„Die Intention, die er damit verfolgt, ist positiv. Dass man über das Fußballspielen hinaus für ganz bestimmte Dinge steht, für Menschlichkeit und Respekt. Das nehme ich ihm 100%ig ab.“
Felix Nmecha sei ein „sehr sensibler Mensch“, der für „diese christlichen Werte“ stehe. Das sei „etwas Positives“, so Neuendorf.
Anbei Bernd Neuendorfs Statement im Video:
Felix Nmecha und Jonathan Tah lassen sich von kritischen Stimmen indes nicht beirren und leben unaufgeregt ihren identitätsbildenden Glauben weiter auch öffentlich. Auch nach dem zweiten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste trafen sie sich nach dem Spiel zu einem kurzen Innehalten auf dem Platz.
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