Die Stadt Hannover hat aktuell eine gendergerechte Sprache eingeführt, die nun Einzug in die Behörden findet. So wird es dort die Anrede „Herr und Frau“ nicht mehr geben. Lehrer werden zu Lehrenden, Wähler zu Wählenden, Teilnehmer zu Personen – und aus dem Rednerpult wird das Redepult. E-Mails, Pressemitteilungen, Broschüren, Formulare, Flyer und Briefe werden in Hannover künftig in „geschlechtergerechter Verwaltungssprache“, d.h. genderneutral, formuliert.

Der Bayern-Kurier titelte „In vollem Galopp auf den Gender-Abgrund“ und schrieb dazu „Der Gender-Wahnsinn hält Einzug in die Behörden“. Die Welt berichtete mit der Schlagzeile „Hannover schafft den Lehrer und den Wähler ab“ und die Bild-Zeitung titelte: „Gender-Gaga jetzt neue Amtssprache in Hannover“. Der Bild-Kolumnist Franz-Josef Wagner wurde in seinem Essay noch deutlicher und beendete seinen Beitrag mit den Worten:

„Meine Mutter war stolz, als Frau ­Wagner angeredet zu werden. Sie war Lehrerin, sie war keine sächliche Person. Ich frage mich, wie sich meine Mutter in dieser ­neuen Welt zurechtgefunden hätte. Ich glaube, sie ­hätte gebetet, dass die Dämonen nicht über uns kommen.“

Den kompletten Beitrag von Franz-Josef Wagner gibt’s HIER .

 

Der Begriff „GenderGaga“ geht auf die Journalistin und Autorin Birgit Kelle zurück. Die heute 43-jährige brachte 2015 ihr vieldiskutiertes Buch „GenderGaga“ heraus mit dem Untertitel: „Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will.“ In dieser kritischen Abrechnung schreibt die Autorin über die Genderideologie:

„Selten hatte eine Ideologie mit Weltverbesserungsanspruch einen derart großen Unterhaltungsfaktor. Deswegen hat Gender Mainstreaming es verdient, als das betrachtet zu werden, was es ist: eine große Satireshow.“

 

Auch Papst Franziskus bedachte die die Gender-Ideologie mehrfach mit kritischen Worten. 2015 hatte er beispielsweise gegenüber Bischöfen erläutert:

„Gender-Ideologien gefährden die Schönheit der Ehe.“

In seinem Lehrschreiben Amoris laetitia aus dem Jahr 2016 bezeichnete Papst Franziskus die Gendertheorie explizit als „Ideologie“, er sprach in Abschnitt 56 innerhalb von nur elf Sätzen über „Gender“ viermal von „Ideologie“/“Ideologen“, wie kath.net berichtete. Der Papst erläuterte dazu:

Einige Ideologien dieser Art „versuchen, sich als einzige Denkweise durchzusetzen und sogar die Erziehung der Kinder zu bestimmen“.

Quellen: bayernkurier.de, bild.de (1), welt.de, kath.net und bild.de (2)