Jahrhundert-Fußballer Diego Armando Maradona ist im Alter von nur 60 Jahren in seinem Haus in Tigres an einem Herzstillstand verstorben, wie ein Sprecher Sebastian Sanchi der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Durch sein Jahrhunderttor nach einem unfassbaren 60-Meter-Dribbling bei der WM 1986 gegen England sowie sein legendäres „Hand Gottes“-Tor im selben Spiel und dem folgenden Weltmeistertitel mit Argentinien wurde er zum Superstar des Weltfußballs. Unvergessen sind aber auch seine Eskapaden außerhalb des Spielfeldes.

„Diego Armando Maradona: Dieser Name steht für ein Leben zwischen den Extremen, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Genie und Wahnsinn“ ist im Nachruf von domradio.de über den Weltsportler des Jahres 1986 zu lesen. Die F.A.Z. titelte zum Tod von Maradona „In den Händen Gottes“.

In der Tat war der christliche Glauben für Diego Maradona von Bedeutung. Dazu sagte er einmal:

„Ich bin privilegiert, aber nur, weil das Gottes Wille war. Gott hat mich gut spielen lassen. Er gab mir die Fähigkeit. Deshalb mache ich jedes Mal das Kreuzzeichen, wenn ich das Spielfeld betrete. Wenn ich es nicht tun würde, würde ich ihn verraten.“

Im Jahr 2014 besuchte er Papst Franziskus anlässlich des „Matches für den Frieden“ und dann 2015 im Rahmen der Initiativen und Projekte der Papst-Stiftung „Scholas Occurentes“. Bei einem dieser Besuche schenkte er Papst Franziskus, der argentinischer Landsmann Maradonas sowie selbst begeisterter Fußball-Fan ist, ein signiertes Fußballtrikot mit der Nummer 10, welches in den Vatikanischen Museen in einer Vitrine aufbewahrt wird.

Auf Wunsch des Papstes war Diego Maradona 2016 in Rom noch einmal auf dem Spielfeld aufgelaufen. Anlass war ein Benefiz-Spiel zugunsten der Erdbebenopfer in Mittelitalien. Der Papst hatte Maradona und die übrigen Spieler zuvor im Vatikan empfangen. Dabei soll Franziskus seinem Landsmann laut Medienberichten seinen Landsmann mit folgenden Worten begrüßt haben: „Diego, ich habe dich erwartet.“

Maradona bekannte damals 2016 bei seiner Ankunft in Italien, Franziskus habe ihn wieder zur katholischen Kirche zurückgeführt.

Wie vaticannews.va berichtete, nahm die argentinische Fußball-Legende nach dem Fußballspiel 2014 für die Papst-Stiftung „Scholas Occurentes“ im Olympiastadion in Rom an einer Pressekonferenz in den Senderäumen von Radio Vatikan teil, wo Projekte und Initiativen im Namen von Bildung und Solidarität vorgestellt wurden. Maradona berichtete dabei von seinem Treffen mit dem Papst und seiner vollen Bewunderung sowie Wertschätzung für Franziskus.

Quellen: domradio.de, faz.net, nzz.ch, vaticannes.va, katholisch.de