Foto: Frank Ossenbrink, DorotheeBaer, cropped, CC BY-SA 3.0 DE

Die CSU-Politikerin Dorothee Bär ist seit dem 14. März 2018 Staatsministerin für Digitalisierung. Im Gespräch mit kreuz & quer – dem Magazin der Pfarreien im Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land, sprach die gebürtige Bambergerin in der aktuellen Ausgabe über Chancen und Grenzen der Digitalisierung.

Dabei verneinte Dorothee Bär die Frage, ob Kirche und Digitalisierung Gegensätze seien, und plädierte vielmehr dafür, dass die Kirchen die Chancen der Digitalisierung ins Auge fassen. Dazu sagte die 40-jährige:

„Das Bedürfnis nach Glauben wird es immer geben.“

Und weiter:

„Glauben meint die Kraft des Geistes und des Herzens jenseits des Faktischen.“

Dagegen sei Digitalisierung „mathematisch-faktischer Prozess“, der den Glauben nie ersetzen könne.

Zudem betonte sie:

„Kirche bedeutet Gemeinschaft, das Bedürfnis nach Gemeinschaft ist den Menschen ureigen. Das zeigt die Digitalisierung mehr denn je: Denken sie an das ’social‘ in social media. Der Mensch ist ein soziales Wesen.“

An dieser Stelle könnte die Kirche nach Ansicht von Dorothee Bär nach „noch viel stärker“ von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren. So gebe es „im digitalen Zeitalter ganz neue Formen, Gemeinschaft zu erleben“, was die Kirche als Chance „stärker ergreifen lönnte, so die CSU-Politikerin weiter. Dazu gab sie ein Beispiel aus ihrem persönlichen Leben und sagte:

„Ich jedenfalls erfreue mich auch allabendlich auf Twitter durch den Account @twomplet gemeinsam beten zu können. Und zwar additiv. Nicht anstatt.“

Quelle: kreuz & quer – Magazin der Pfarreien im Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land (6. Ausgabe März – Juni 2019), S. 4 f.

Danke an unseren geistlichen Begleiter Pfarrer Christoph Kreitmeir für den Hinweis :)