Thomas Middelhoff war bis 2009 einer der Top-Manager in Deutschland. Von 1998 bis 2002 war er Vorstandsvorsitzender des Medienkonzerns Bertelsmann AG und von 2004 bis 2009 der Arcandor AG (bis 2007 KarstadtQuelle AG). Im Jahr 2014 kam es nach seiner Verurteilung im Zusammenhang mit der Insolvenz von Arcandor zum Wendepunkt in seinem Leben. Das Landgericht Essen verurteilte ihn am 14. November 2014 wegen Untreue in 27 Fällen und Steuerhinterziehung in drei Fällen  zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren. Im Gefängnis fand er die Beziehung zu Gott, worüber die Neue Westfälische aktuell berichtet.

Über seine Umkehr sprach der 65-jährige aktuell auf dem 101. Katholikentag in Münster bei einem Podiumsgespräch zum Umgang mit persönlichen Krisen. Dort schilderte Thomas Middelhoff seinen Weg zu Gott.

Nach eigenen Angaben wurde er in seiner Kindheit konservativ-katholisch erzogen und sei Oberministrant gewesen. Dann hat der Glaube eine lange Zeit keine Rolle in seinem Leben gespielt. Erst im Gefängnis habe er seinen katholischen Glauben wiedergefunden.

Dort habe er regelmäßig in der Bibel gelesen und täglich den Rosenkranz gebetet. Auch sei er zum ersten Mal seit seinem 16. Lebensjahr wieder zur Beichte gegangen.

Sein Lebensweg erinnert an das Gleichnis vom Verlorenen Sohn. Thomas Middelhoff erkennt nach der Berg- und Talfahrt in seinem Leben für sich heute:

„Gott hat mich auf einen Weg zurückgeführt, den ich verlassen hatte.“

Die Schuld für die Resultate aus seinem Handeln (verlorene Ehre, verlorenes Vermögen, zerstörte Ehe) sieht der ehemalige Top-Manager heute ganz bei sich. Durch seine Taten sei ihm „alles genommen“ worden. Und dennoch fühle er sich heute freier und habe seine Ruhe wiedergefunden. Früher sei er zwar ständig um den Globus geflogen, aber letztlich auf der Flucht vor sich selber gewesen. Diesen Zustand habe er dank des Glaubens überwunden.

Quelle: nw.de

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