Am Donnerstagabend hielten Rekordtorschütze Miroslav Klose und der Chef-Physiotherapeut der deutschen Fußballnationalmannschaft, Klaus Eder, unter Moderation von Sportreporter Armin Wolf die erste Fastenpredigt in Sankt Emmeram in Regensburg. Dabei sprachen sie über Fußball und Gott, was Barbara Just für domradio.de eindrücklich beschrieb.

Mit der Fastenpredigt von Prominenten will die Kirche dem Menschen in den Tagen vor Ostern auf seinem Lebensweg spirituelle Orientierung geben. Die diesjährige Reihe steht unter dem Motto „Ohne Fleiß kein Preis. Das Märchen von der Leistungsgesellschaft“.

Zum Auftakt am Donnerstagabend kamen mit dem WM-Rekordtorschützen Miroslav Klose und dem Physiotherapeuten der Nationalmannschaft Klaus Eder zwei Vertreter des Sports nach Sankt Emmeram.

Der 65-jährige Klaus Eder hat maßgeblichen Anteil daran, dass die Spieler ihre Fitness behalten. Franz Beckenbauer holte den gebürtigen Regensburger 1988 zum DFB-Team.

Ob denn auf der Massagebank auch mal über Gott und Glaube geredet werde? Das könne schon passieren, meinte Eder.

Als Beispiel für einen gläubigen Fußballer nannte Eder Joshua Kimmich.

Aber über die Jahre betrachtet hätten solche Gespräche abgenommen. Für den katholischen Oberpfälzer gehört sein Glaube zum Leben dazu. Zwiegespräche mit Gott seien für ihn normal. Allerdings, gab Eder zu, eher dann zu beten, wenn es mal nicht so gut gehe.

Beckenbauer habe übrigens zur WM 1990 in Italien eigens einen katholischen Pater mitgenommen, erzählte der Physiotherapeut. Am letzten Tag im Trainingslager in Kaltern (Südtirol) ließ der Teamchef alle einen Sonntagsgottesdienst beim örtlichen Pfarrer besuchen.

Der aus Polen stammende Klose ist ebenfalls katholisch.

Messdiener, auch Sternsinger sei er gewesen, berichtete Miro Klose. Diese Erfahrung wollten er und seine Frau an ihren beiden Kinder weitergeben.

Deshalb gebe es bei ihnen zu Hause auch eine zweisprachige Bibel. Dass er seinen Glauben lebt, mag sich darin zeigen, dass Klose im Laufe seiner Karriere zweimal durch absolut faires Verhalten auffiel und dafür ausgezeichnet wurde.

Vorbild zu sein, sei ihm wichtig, sagte er in Regensburg.

Zweimal war Miro Klose bei einer Papstaudienz. Ob bei Benedikt XVI. oder bei Franziskus, immer sei es ein Erlebnis gewesen, betonte er.

Quellen: domradio.de und mittelbayerische.de (inklusive 2-minütigem Video-Clip)