Nach der bekannten Verfilmung von Mel Gibsons „Die Passion“ kommt nun „Paulus, der Apostel Christi“ als DVD bzw. digital heraus. Der Film lief im März 2018 in den amerikanischen Kinos, bei uns leider nicht. Jim Caviezel spielt darin den Evangelisten Lukas. Das Skript für den Film wurde während der „schlimmen Anschläge der ISIS und den Problemen in Syrien und dem Mittleren Osten“ geschrieben, erzählt der Executive Producer Eric Groth. Und wie passend dazu, handelt es von den ersten verfolgten Christen unter der Herrschaft Neros. Gedreht wurde der Film auf der Insel Malta.

Wie das christliche Medienmagazin Pro berichtet, handelt der Film von den letzten Monaten im Leben des Apostels, bevor er unter Kaiser Nero zum Tode verurteilt wurde.

Paulus, der zunächst als Christenverfolger in Erscheinung trat, machte eine Wandlung durch und wurde, wie kath.net schreibt, eine der „führenden Persönlichkeiten der frühen Christenheit“.

Caviezels innige Beziehung zu Gott

Gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur betont Jim Caviezel:

„Ich gehe jeden Tag zur Messe und die Eucharistie bedeutet für mich, dass Christus in mir ist.“

Weiter bekennt er:

„Alles, was ich angehe, mache ich mit himmlischer Hilfe. Sie führt mich auf meinem Weg. Daher habe ich mein Talent. Was auch immer ich Gott zurückgebe, von dem, was er mir geschenkt hat… er multipliziert es sogar und segnet es auf eine Art, die ich nie für möglich gehalten hätte.“ (Anmerkung: von der Autorin ins Deutsche übersetzt).

Sogar der Darsteller James Faulkner, der Paulus mimt, sah Caviezel als geistige Unterstützung in seiner Rolle. Im Gegensatz zu seiner vorherigen Besetzung in „Game of Thrones“ habe sich diese hier völlig anders angefühlt und auch das wiederholte Lesen der Paulinischen Briefe habe ihn verändert.

Klein oder groß? Bereit sein, ein Opfer zu erbringen!

Gegenüber christianpost.com erinnert Caviezel:

„Um vor Gott groß zu werden, müssen wir uns klein machen“,

genauso wie die Namen Saulus und Paulus das beschreiben. Dazu sagt der 50-jährige weiter:

„Der Name Saulus bedeutet ,groß‘ [Anm. der Autorin: im Hebr. ,Erbetener‘]. Und Paulus, der Name, der daraus entsteht, wenn man nur einen Buchstaben ändert, bedeutet ‚klein, gering‘.“ (Anmerkung: von der Autorin ins Deutsche übersetzt)

Jesus ist für Paulus und Lukas gestorben und trotzdem seien sie bereit gewesen, für ihn zu sterben. Viele Christen seien heute nicht mehr einverstanden, Opfer zu bringen für IHN, denn schließlich habe Jesus schon für alle Sünden gelitten, da muss ja ich mich nicht mehr anstrengen. Aber Paulus und Lukas haben sich auf einen gefährlichen Weg begeben, um das Evangelium zu verbreiten. Paulus hat das sogar mit seinem Leben bezahlt. Während Paulus 10000 Meilen zu Fuß zurücklegte, um Jesu Botschaft zu verbreiten, finden wir uns heute nur schwer damit ab, unseren Lebensstil zu ändern und uns Gottes Führung zu überlassen.

Eine beispiellose Vorbereitung auf die Rolle

Um sich auf die Rolle vorzubereiten, ging Jim Caviezel täglich zur Messe, las jeden Tag in der Apostelgeschichte, betete den Rosenkranz und ging zur Beichte. Nur so konnte er sich in die Zeit hineinversetzen und Gott die Führung für die Rolle übergeben.

Die Quintessenz des Films – die Vergebung

„[Paulus‘] Leben verkörpert die Vergebung, eine Idee, die heute fast unmöglich erscheint, aber dringend notwendig ist“, sagt Produzent T.J. Berden. Und so sei das Hauptthema des Filmes die Vergebung um jeden Preis. Es ginge nicht darum, den starken Mann zu mimen, sondern um den Menschen um einen herum zu vergeben. Das mache einen aber keineswegs schwach, im Gegenteil, es lasse einen den Widrigkeiten des Lebens mit Liebe begegnen. Jim Caviezel betont die immense Kraft der Vergebung:

„Du willst etwas Übernatürliches erleben? Dann vergib jemandem.“ (Anmerkung: von der Autorin ins Deutsche übersetzt)

Den Mitmenschen in den Mittelpunkt stellen

Und wann ist diese Geste wichtiger anzusetzen als in der Adventszeit, der Zeit der Erwartung, der freudvollen Hoffnung auf DEN, der da kommt. Einander mit Liebe zu begegnen und die stressige Vorweihnachtszeit ab und an auszublenden, um sich auf die Menschen um einen herum mit ganzem Herzen zu konzentrieren.

Quellen: catholicnewsagency.com, pro-medienmagazin.de, aleteia.org, christianpost.com, bibelkommentare.de, kath.net

Autorin: Stefanie Maier