Foto: Sven Volkens, sven.volkens@wikipedia.de, Kontra K-Deutschpoeten-2018-7, cropped, CC BY-SA 4.0

In einem beeindruckenden Interview mit dem Magazin Focus zeigte der Rapper Kontra K. sich als Persönlichkeit, die ihn von ‚Klischee-Gangster-Rappern‘ unterscheidet. So stellte der 31-jährige, der bald zum zweiten Mal Vater wird, den Wert der Familie für sein Leben heraus und brachte zum Ausdruck, dass er heute nach einigen Fehlern in der Vergangenheit mit sich im Reinen ist. Dabei spielt auch der Glaube an Gott eine Rolle.

So sagte er, dass er das, was er heute tue, liebe. Er habe „Bock“ sich auch fernab vom Geld weiterzuentwickeln. Seine Motivation, die ihn täglich antreibt, beschrieb er mit folgenden Worten:

„Ich will einfach die beste Version meiner selbst sein.“

So versuche er „trotz allem Neid und Erfolg eine coole Person zu bleiben“. Das mache ihm „Spaß“ und motiviere ihn.

Das Geld ist für ihn dabei kein wichtiger Wertetreiber. Er habe ein „sehr gutes Verhältnis zu Geld“ sagte Kontra K. im Focus-Interview weiter. Ihm gehe es darum, sein Geld „sinnvoll“ zu nutzen und es „nicht zum Fenster“ rauszuschmeißen, um damit zu protzen. Weiter betonte er in diesem Zusammenhang:

„Ich muss auch nicht irgendwelche besonderen Autos kaufen, mich damit hinstellen und den anderen zeigen, dass ich besser bin als sie. Ich genieße mein Leben – aber wirklich wichtig ist das Geld nicht.“

Auch mit seinen Texten will er ein Vorbild sein. So wolle er „nicht nach außen hin den harten Gangster geben“. Vielmehr sei es ihm wichtig „authentisch zu sein“. Dazu betonte Kontra K.:

„Ich erzähle den Kids lieber was Gutes und Sinnvolles, anstatt davon zu reden, wie krass ich bin und im Endeffekt mache ich gar nichts.“

In seinem Rap-Style ist ihm Harmonie wichtig, wie er wie folgt zum Ausdruck bringt:

„Ich bin lieber real mit meiner Gossenpoesie – aber dafür mit Liebe.“

Das komplette Interview gibt’s unter focus.de

Orientierung in seiner Wertehaltung gibt Kontra K. der Glaube an Gott, wie er am 9. Juni 2017 in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung bekannte.

Er sei nicht religiöse erzogen worden und in einem Elternhaus groß geworden, in dem nicht über Gott gesprochen wurde. Zum Glauben an Gott kam er durch Grenzerfahrungen im Leben, wo er eine Stimme in sich vernommen habe, „die mir zuflüstert, dass es weitergeht“. Dazu betonte er:

„Ich habe oft in Grenzsituationen zu Gott gefunden.“

In solchen Situationen habe er zu angefangen zu Gott zu beten, dies aber in „Momenten, wo alles gut ist“, wieder hinten angestellt. Das versuche er aber zu verbessern und „eine gewisse Regelmäßigkeit reinzubekommen“.

Auch die Erfahrung mit Tod und Sterben hatte Einfluss auf seine Beschäftigung mit Gott. Dazu schrieb er:

„Das ist ein unglaublicher Moment, wenn die Seele den Menschen verlässt und die Hülle zurückbleibt.“

In seinen Rap-Texten spiele demzufolge auch „die Hoffnung eine sehr wichtige Rolle“.

Das Leben nach dem Tod stellt Kontra K. sich als „vollkommene Ausgeglichenheit“ vor.

Zu seinem Gottesbild sagte er:

„Gott ist für mich ein Licht, eine Energie. Es muss einfach eine Kraft geben, die das alles geschaffen hat.“

In der Natur werde Gott für ihn besonders sichtbar. Dazu betonte er:

„Ich habe Ehrfurcht vor der gesamten Schöpfung.“

Wenn er heute auf sein Leben zurückblickt, dann sei er „Gott dankbar“, so Kontra K.

Kritisch betrachtet er, wenn „Menschen den Wert dieser Welt nicht erkennen, sie deshalb nicht respektieren und schlimmstenfalls zerstören“ und wenn „für Geld gelogen, betrogen und manipuliert“ wird. Dazu resümierte der 31-jährige, dass er das „abgrundtief eklig“ finde.

Quellen: focus.de, sueddeutsche.de