Foto: Joella Marano, MelissaJoanHartNov2010, cropped, CC BY 2.0

Die US-Schauspielerin Melissa Joan Hart war in den 90er Jahren das Idol einer ganzen Generation junger Mädchen. Bekannt wurde sie mit der TV-Serie „Clarissa“, in der sie von 1991 – 1995 eine Jugendliche spielte, die sich mit den ganz normalen Alltagsproblemen eines Teenies herumschlagen musste. Der ganz große Erfolg kam für sie dann mit der Sitcom „Sabrina – Total Verhext“, in der sie von 1998 – 2003 als quirlige Halbhexe Sabrina Spellman mit ihrer sprechenden Katze Salem Teenies aus aller Welt begeisterte. Während die heute 42-jährige, die seit 2003 mit dem Musiker Mark Wilkerson verheiratet ist und mit ihm drei Kinder hat, in den USA weiterhin im Schauspielgeschäft tätig ist und mittlerweile auch als Produzentin arbeitet, wurde es vor allem in Deutschland immer ruhiger um sie, so dass hierzulande die Berichterstattung über sie in erster Linie in der Rubrik „Was macht eigentlich…“ stattfindet (z,B. Gala.de, Kino.de oder huffingtonpost.de).

Im Januar tauchte Melissa Joan Hart hierzulande dann plötzlich in sämtlichen Gazetten auf und zwar als Verliererin des Tages (z.B. auf stern.de oder abendzeitung-muenchen.de). Was war passiert? Die Schauspielerin hatte in einem Interview geäußert, dass sie sich sorgt, wenn ihr 6-jähriger Sohn von einer christlichen Vorschule auf eine traditionelle Schule wechselt.

Der christliche Glaube ist für die 42-jährige bei allen Auf und Abs des Lebens eine stabile Konstante. Schon als Kind habe sie nach Mehr gesucht und viel gebetet, berichtete im Juni 2018 das Magazin Livenet. Melissa Joan Hart wuchs im katholischen Glauben auf. Nach der Heirat ihres Mannes Mark Wilkerson, der auch gläubiger Christ ist, trat sie der presbyterianischen Kirche bei, die zu den Reformierten Kirchen des Protestantismus gehört. Dort schloss sie sich einer Bibelgruppe an und begann sich vertiefter mit der Heiligen Schrift auseinander zu setzen.

Von Kindheitstagen an ist das Gebet ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Dazu betonte sie:

„Es [Das Gebet] führt mich durch den Alltag und meine Karriere.“

Im Januar sprach Melissa Joan Hart mit dem amerikanischen TV-Sender ABC detailliert über ihren Glauben, worüber das christliche Medienmagazin Pro mit dem Titel „Sabrina-Darstellerin findet Frieden bei Jesus“ umfassender berichtete. Die Schauspielerin sagte , dass sie lange gebraucht habe, um mit der Bibel zurecht zu kommen. Sich für ein Leben in der Beziehung mit Jesus zu entscheiden, sei bei ihr kein „Aha-Effekt“ gewesen, sondern ein Prozess, ein „kontinuierliches Wachstum, ihn besser kennenzulernen, indem ich die Schrift besser kennenlerne“, so die 42-jährige wörtlich. Durch die kontinuierliche Beschäftigung mit der Bibel wurde ihr klar:

„Wozu Jesus hierher gekommen ist, was unsere Bestimmung ist.“

Der Glaube wurde für sie eine immer größere Gewissheit, so dass sie heute überzeugt ist:

„Jesus nicht in deinem Leben zu haben, hinterlässt einfach diese Leere.“

Dabei habe sie durchaus auch Momente, in denen sie an Gott zweifle. Was ihr dann hilft, ist wiederum das sich vertrauensvolle Hinwenden zu Gott, was sie wie folgt beschreibt:

„Und du fühlst diese Wärme und du fühlst diese Veränderung.“

Der Glaube an Gott habe ihr inneren Frieden gebracht, so Melissa Joan Hart.

Ihr öffentliches Einstehen für ihren Glauben ist dabei auch immer mit Angriffen verbunden. So wurde sie insbesondere für ihr Mitwirken im christlichen Film „God’s Not Dead 2“ kritisiert, in dem sie eine gläubige Lehrerin spielt, die ein Zitat von Jesus im Unterricht verwendet und dafür von ihren Kollegen und der Schulverwaltung kritisiert und schließlich auch angeklagt wird. Sie habe sich im Vorfeld überlegt, ob sie bei diesem Projekt mitmachen soll, so Melissa Joan Hart.

Gegenüber der Chicago Sun Times sagte sie im März 2016:

„Eine lange Zeit habe ich im Fernsehen eine Hexe gespielt, da haben mich Christen dafür attackiert, Zauberei in einer säkularen Fernsehshow populär zu machen.“

Jetzt sei es andersherum. Dazu sagte sie weiter:

„Ich bekomme Schwierigkeiten, weil ich eine gute Christin spiele, die von der Welt verfolgt wird.“

Damals äußerte sie den Wunsch, dass der Film „zu einer respektvolleren Diskussion über die Rolle von Religion in unserer Gesellschaft“ führe.

Quellen: pro-medienmagazin.de (1), christianheadlines.com, livenet.de, chicago.suntimes.com und pro-medienmagazin.de (2),