Die Sängerin Maite Kelly gestaltete zusammen mit dem Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, den Abendgottesdienst am Karfreitag im Hohen Dom zu Paderborn. Dabei hielten beide im Rahmen der Fastenreihe „Rendezvous im Dom“ eine Dialogpredigt zum Thema „Die Leere ist da“.

Mit den Figuren der Passionsgeschichte blickten Kelly und Austen auf die aktuelle pandemiegeprägte Zeit. In der Krise gebe es keine Zuschauer. „Wir sind auf dieser Bühne der Welt alle Mitspieler. Keiner kann sich raushalten“, sagte Monsignore Georg Austen und verwies auf die Eigenverantwortlichkeit jedes Menschen. Im solidarischen Miteinander müsse der Blick auf den Nächsten gerichtet werden, nur so könne eine menschliche und christliche Kultur bestehen.

Maite Kelly zeigte sich von der Passionsfigur Veronika beeindruckt, die bewusst als Frau aus dem Hintergrund tritt, um Jesus auf dem Kreuzweg Erleichterung zu schaffen. Mit Blick auf Veronika plädierte die Schlagersängerin für ein engagiertes Handeln miteinander. Dazu betonte sie:

„Das Kreuz, an dem am Karfreitag Jesus mit durchbohrtem Herzen aber einladenden Armen hängt, macht deutlich, dass die Liebe zu Gott sich lohnt.“

Jesus liebe alle Menschen und so solle der Blick auf das Kreuz uns immer wieder vergegenwärtigen, dass wir unsere Wege nicht alleine gehen, betonte Kelly.

Eindrücke von der Dialogpredigt gibt es unter bonifatisuwerk.de

Im Pressegespräch im Bonifatiuswerk merkte Monsignore Austen an, dass „die Spannung, die am Abend des Karfreitags deutlich wird, dass Jesus gegen den Schrei der Verlassenheit das Gebet des Vertrauens setzt, auf die weltweite Krisensituation und die zerrissenen Erfahrungen vieler Menschen bei uns in der ‚dritten‘ Corona-Welle übertragen werden“ könne.

Maite Kelly brachte im Pressegespräch zum Ausdruck, dass der Glaube für sie eine Selbstverständlichkeit. Gerade mit Blick auf Ostern könne man neben all den Schattenseiten das Licht des Glaubens stärker spüren.

In einem gemeinsamen Ostergruß mit Georg Austen erklärte die Maite Kelly:

„Trotz aller Fassungslosigkeit und Angst schwingt Gottes Liebe in uns und zwischen uns. Und ER lädt uns ein in diesen Ostertagen mit IHM aufs neue aufzustehen.“

Weiter sagte die Sängerin:

„Jesus ist ein Gott zum Anfassen.“

So habe er uns seine „Verwundbarkeit nicht vorenthalten“, womit „die Größe des Osterwunders“ für den Menschen erfassbar werde. Dazu betonte Kelly:

„Denn Gottes Liebe lebt und das Leben siegt.“

Quellen: bonifatiuswerk.de (1), bonifatiuswerk.de (2), youtube.com

 

Anbei der Ostergruß 2021 von Maite Kelly und Monsignore Georg Austen: