Der deutsche Rap-Newcomer Serious Klein, der vor kurzem sein Album „You Should’ve Known“ veröffentlichte und auch schon Support von Alicia Keys oder Casper war, sprach in Interviews zu seinem Album auch über den ihn tragenden Glauben an Gott.

Im F.A.Z.-Interview sprach der 27-jährige, der mit bürgerlichen Namen Kelvin Boakye heißt und ghanaischer Abstammung ist, mit der Journalistin Anna Prizkau u. a. über seine Herkunft, sein Leben in Deutschland und seine Musik. Gerade in seiner Musik ist auch sein christlicher Glaube sehr präsent. Die F.A.Z. betitelte die Story über den Rapper, der so ganz anders sei als es dem typischen Rapper-Klischee entspricht, mit den Worten „Gott ist krass“ und „Ein deutscher Rapper, der nicht vom Gangsterleben singt, sondern von Jesus“.

Weiter ist zu lesen, dass Serious Klein, der derzeit in Deutschland „das Größte, was der Rap versprechen kann“ sei, ganz anders sei, als es dem Klischee entsprechen würde. Vielmehr erzähle er in seinen Texten autobiographisch von sich, seinem Leben und existenziellen Themen. Die Texte die er schreibe, seien „Short Storys“, in denen das Thema Glaube auffalle. Dazu ist im F.A.Z.-Beitrag weiter folgendes zu lesen: „Denn hört man zu, die Beats, dieses perfekte, warme Rapper-Englisch, will man – auch, wenn man nicht an Gott glaubt – selbst „Jesus, Jesus, Jesus“ rufen (auf Englisch, klar).“

Auf die Frage, was für ihn die beste Bibelstelle sei, antwortet der 27-jährige:

„Korinther 13!“

und erklärt:

„Das Hohelied. Es beschreibt, was Liebe bedeutet.“

Weiter gibt er zu bedenken, dass man die Worte der Bibel „natürlich hinterfragen“ müsse. Über sein Gottesbild lässt er folgendes durchklingen:

„Und zu wissen, dass Gott alles verzeiht, das zeigt, wie krass er ist.“

Anna Prizkau befindet diesbezüglich in ihrem Beitrag für die F.A.Z, dass es „überraschend“ sei, „einen 27-Jährigen zu sehen, der Bibelstellen zitiert“ und „seine Musik zu hören, in der Gott auftaucht“. Im Rap in Deutschland tauche sonst eher der muslimische Glaube auf. Auf die Frage, ob es im Rap in Deutschland einen Glaubenskrieg gebe, antwortete Serious Klein sofort:

„Nein. The key is love.“

 

Über seine Texte sagte er nach Angaben der Musik-Plattform laut.de:

„Erfahrung hat mich zu dem gemacht, der ich jetzt bin. Man muss Scheiße erleben, dann peilt man die Dinge. Dadurch hat sich meine Lyrik im Laufe der Zeit stark verändert.“

Im Interview mit dem Magazin Juice betonte Serious Klein, dass es auf seinem neuen Album „You Should’ve Known“ vor allem um Liebe gehe, dabei aber „nicht nur um die romantische Form von Liebe, sondern um das Verständnis von Liebe, ihren Reichtum und ihre Konsequenzen“.

Auf die Frage, wie wichtig der Glaube für ihn sei, antwortete er:

„Glaube ist für mich alles.“

Dazu führt er mit Blick auf sein im Oktober erschienenes Album weiter aus, dass ‚You Should’ve Known‘ kein Gospelalbum sei. Es gehe aber um „das Verständnis von Liebe“, was mit dem Glauben an Gott in Verbindung stehe. Dazu betonte er:

„In der Bibel steht: ‚Liebe deinen Nächsten wie dich selbst‘. Und ich glaube, wenn der Mensch wirklich verstehen würde, was Liebe bedeutet, würden viele Sachen nicht passieren. Das fängt bei dir selbst an: Wenn du dich selbst liebst, dann weißt du, wie du andere zu lieben hast. Aber dazu gehört extrem viel.“

Seiner Meinung nach ist heutzutage „auf jeden Fall“ schwieriger denn je zu glauben und zu lieben. Das sei auch der Grund, weshalb ein Album wie „You should’ve known“ entstehe. Dazu erklärte er weiter:

„Ich verstehe ja, wenn die Leuten sagen: ‚Wo ist Gott, wenn etwas Schlimmes passiert?‘ Ich verstehe aber auch, dass die Welt gerade nicht weiß, was Liebe bedeutet. Es fängt immer so an: ‚Wenn es einen Gott gibt, warum sterben Menschen?‘ Ich gebe dir ein kleines Beispiel, darüber kannst du nachdenken: Wenn ein reicher Mensch wie Bill Gates sein ganzes Geld auf der Welt verteilen würde, hätte jeder oder jeder zweite Mensch mindestens 50 Cent in der Tasche. Ich sage jetzt nicht: ‚Verteil dein Geld auf der ganzen Welt‘, aber stell dir vor, mehrere Menschen würden diesen Mindset haben. Würden dann nicht auch weniger Menschen sterben? Das ist das, was ich meine.“

Als er zuletzt in Ghana gewesen sei, habe er empfunden, „was es heißt, dankbar zu sein“ und „was Liebe überhaupt bedeutet“.

Über sein neues Album titelte der Musikexpress „Serious Klein – Lernt Deutschlands größtes Rap-Versprechen kennen“ und „Serious Klein hat mit YOU SHOULD’VE KNOWN eines der aufsehenerregendsten Debütalben des Jahres gedroppt“.

Quellen: faz.net, juice.de, musikexpress.de, laut.de