Philipp Hochmair beschreibt Ministrantenzeit als prägend

,

Der österreichische Schauspieler Philipp Hochmair, der seit 2024 in der Titelrolle des „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen zu sehen ist, berichtet aktuell, dass ihn seine katholische Prägung in seinem künstlerischen Schaffen inspiriert.

Philipp Hochmair ist einer der gefragtesten Schauspieler Österreichs und wird oft als Künstler beschrieben, der tiefgründige, existenzielle Fragen stellt. Neben der Schauspielerei ist er als Frontmann der Band „Die Elektrohand Gottes“ tätig. Mit dieser bringt der 52-Jährige aktuell seine Autobiografie „Hochmair, wo bist du?“ als Performance auf die Bühne. Zu seinem aktuellen Auftritt im St. Bartlmä-Areal in Innsbruck berichtet tirol.orf.at, dass Hochmair die Bühne als einen Ort der Selbstfindung und Improvisation nutzen würde. Dazu wird der Romy- und Grimme-Preisträger wie folgt zitiert:

„Die Suche nach einer Identität ist bei mir schon lebensbestimmend.“

Zu seiner Identitätssuche lässt er wissen, dass er seinen Platz in der Gesellschaft oder der Familie oft nicht gefunden habe, er sich im Theater und Film hingegen angekommen fühle.

Auf seinem künstlerischen Weg waren auch Erfahrungen im Umfeld der Kirche von Bedeutung. Die Zeit als Ministrant in der Kindheit beschreibt Philipp Hochmair als prägend für seine darstellerische Arbeit. In der Ausgabe vom 20.3.26 berichtet der Münchner Merkur, dass der Wiener Schauspieler bei seinem Dienst als Ministrant vor allem von der Ästhetik in der katholischen Kirche begeistert war und diese Erfahrung bis heute nachhallt. So verwende er barocke Elemente wie Totenschädel, Kerzen oder Weihrauch heute auch in seiner eigenen „Jedermann-Reloaded“-Performance. Dazu erklärt Hochmair:

„Als Kind habe ich diese krassen Bilder und Geschichten intensiv aufgesaugt. Diese großen mystischen Bilder etwa vom Lamm Gottes!“

Weiter hebt er die Atmosphäre der Messfeier zur Auferstehung Jesu Christi mit folgenden Worten hervor:

„Wenn man in der Osternacht in die dunkle Kirche hineingeht und dann das Licht nach und nach entzündet wird – das war schon Wahnsinn.“

 

Im September 2025 sprach Philipp Hochmair auch mit der österreichischen Tageszeitung „Kurier“ über die ihn prägende Zeit als Messdiener und deren Wirkung auf sein künstlerisches Schaffen. Dabei erklärte er auch:

„Ich saß in der Kirche ganz nahe am Altar, auch das ist eine Art Bühne.“

Heute begegne ihm „die Bühnen-Kirche ja wieder in Gestalt des Marmor-Plateaus beim Jedermann“, fügte der Schauspieler an.

 

Quellen: tirol.orf.at, kurier.at, Ausgabe des Münchner Merkur vom 20. März 2026