Foto: © Axel Martens

Johann Lafer: „Ich sehe jeden einzelnen Tag als Geschenk“

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Der österreichische Koch, Fernsehkoch, Unternehmer und Sachbuchautor Johann Lafer machte kürzlich seine Krebserkrankung öffentlich (wir berichteten). Aktuell sprach er im Interview mit dem Magazin „Leben Jetzt“ (Ausgabe Nr. 10 / Oktober 2026) über seinen Umgang mit der Erkrankung, seine Sicht aufs Leben und welche Werte für ihn grundlegend sind.

Im Gespräch mit Redaktionsleiter Peter Lewandowski berichtet Johann Lafer, dass er besondere Momente des Lebens „heute bewusster“ wahrnehme als früher. Dazu betont der 69-Jährige:

„Heute versuche ich stärker, bei dem zu sein, was gerade passiert.“

Seit seiner Erkrankung gewann der Faktor Zeit für ihn an Bedeutung. Zum Perspektivwechsel, der mit der Diagnose in sein Leben trat, erklärt der Fernsehkoch, dass er sich heute bewusst Zeit für ihm nahestehende Menschen nehme und er im Allgemeinen bewusster lebe. Zeit bekomme „plötzlich einen anderen Wert“, so Lafer.

Überdies lässt der gebürtige Steirer im Leben-Jetzt-Interview durchblicken, dass grundlegende Werte sein Leben prägen. So sei ihm in seinem Elternhaus von Kindesbeinen an vermittelt worden, Menschen mit Höflichkeit und Respekt zu begegnen und im Einklang mit der Natur zu leben und deren Früchte wertzuschätzen. Zudem hebt Lafer im Rückblick auf sein Leben den Wert der Dankbarkeit hervor. Er sei dankbar, dass er – aus „sehr einfachen Verhältnissen“ stammend – so „unglaublich viel erleben“ durfte, erklärt der 69-Jährige und betont:

„Ich sehe jeden einzelnen Tag als Geschenk. Das wird auch für die Zukunft gelten.“

Im Umgang mit seiner Erkrankung hilft ihm neben den eigenen Kraftressourcen auch sein Glaube an Gott, der ihn seit Kindertagen begleite. Lafer berichtet gegenüber „Leben Jetzt“, dass er einst als Ministrant in der Kirche diente und in jungen Jahren sogar mit dem Gedanken spielte, katholischer Priester zu werden. Zu seiner Sicht auf Kirche sagt der Gourmet-Koch:

„Die Kirche war für mich ein Ort von Gemeinschaft und Geborgenheit. Das hat mich geprägt und ist bis heute in mir geblieben.“

Zu seiner Vorstellung von Gott lässt Johann Lafer durchblicken, dass er Gottes Nähe insbesondere in der liebevollen Begegnung mit ihm nahestehenden Menschen verspüre. Den Draht zu Gott findet der Steirer im Gebet und in der Reflexion von Worten der Bibel. Besondere Bedeutung hat für ihn zum Beispiel Psalm 46,2, in dem Gott als Zuflucht und Stärke sowie als bewährter Helfer in Zeiten der Not beschrieben wird. Aus diesem Psalm bezieht Johann Lafer die Gewissheit, dass er in schweren Lebenssituationen nicht alleine ist.

Danach gefragt, worauf er hoffe, erklärt Johann Lafer, dass Hoffnung für ihn im Vertrauen liegt, „dass jeder einzelne Tag seinen Wert und seinen Sinn hat“.

 

Quelle: lebenjetzt.eu

Hinweis: Das ganze Interview mit Johann Lafer gibt’s in der aktuellen Oktober-Ausgabe des Magazins „Leben jetzt“ – siehe HIER.

Das Magazin „Leben jetzt“ bietet vielfältige Inhalte zu den Themen „Inspiration und Glaube“ sowie „Leben und Gesellschaft“.