Heiko Herrlich: „Bei Gott behält man seinen Wert – auch bei Rückschlägen“
Im Mutmach-Talk „Wie man Riesen bekämpft“ bei Hope TV spricht der ehemalige Fußballnationalspieler und Trainer Heiko Herrlich mit Moderator David Kadel über seine Krebserkrankung, seinen Glauben an Gott und den Umgang mit Niederlagen. Seine Erfahrungen haben ihm gezeigt: Der Wert eines Menschen hängt nicht von seiner Leistung ab.
Im Jahr 2000 erhielt Heiko Herrlich die Diagnose eines Hirntumors. Plötzlich stand die Frage im Raum, ob er überleben würde. In dieser schweren Zeit wandte sich der damals bereits gläubige Fußballprofi an Gott:
„Lieber Gott, wenn das jetzt dein Weg ist, dann gehe ich den mit.“
Die Angst und Traurigkeit verschwanden dadurch nicht einfach. Doch Herrlich erlebte, dass ihn sein Glaube durch diese Krise trug. Rückblickend sagt er:
„Ich habe mich absolut getragen gefühlt.“
Dass er die Erkrankung überstand und später wieder Fußball spielen konnte, empfindet er bis heute als Gnade.
Auch seine sportliche Karriere betrachtet Herrlich heute mit großer Dankbarkeit. Er weiß, dass Talent und Leistung allein nicht alles erklären. Über seinen Weg sagt er:
„Da war so viel Gnade dabei, so viel von oben, so viel Geschenk.“
Nach der Krebserkrankung erreichte er nicht mehr ganz sein früheres sportliches Niveau. Auch als Trainer musste er Rückschläge und Entlassungen verkraften. Was zunächst enttäuschend war, kann er heute mit mehr Abstand und Dankbarkeit betrachten. Sein Leben habe sich anders entwickelt als erhofft – aber auch darin erkennt er einen Weg, den Gott mit ihm gegangen ist.
Der eigene Wert hängt nicht von der Leistung ab
Besonders wichtig ist Herrlich die Erkenntnis, dass ein Mensch auch bei Misserfolgen seinen Wert behält. „Bei Gott ist es halt eben nicht so“, sagt er mit Blick auf eine Gesellschaft, in der Leistung häufig darüber entscheidet, wie Menschen beurteilt werden. Zur Veranschaulichung erzählt er von einem Erlebnis mit dem früheren Trainer Christoph Daum. Dieser habe einen 100-Euro-Schein zerknüllt, auf den Boden geworfen und darauf herumgetreten. Anschließend habe er Herrlich gefragt, was der Schein wert sei. Die Antwort blieb dieselbe: 100 Euro.
Daums Botschaft an ihn: Auch wenn ein Mensch gedemütigt werde, Fehler mache oder scheitere, verliere er nicht seinen Wert. Herrlich erkennt darin eine Wahrheit, die auch für seinen Glauben entscheidend ist: Ein Mensch bleibt von Gott geliebt, selbst wenn er Fehler macht oder andere ihn ablehnen.
Vertrauen trotz Angst
Ein Bibelvers begleitet Herrlich besonders: Sprüche 3, 5 – 6, der dazu aufruft, auf den Herrn zu vertrauen und sich nicht allein auf den eigenen Verstand zu verlassen. Angst sei für ihn durchaus real, betont er. Entscheidend sei jedoch, immer wieder Vertrauen zu finden: „Gottvertrauen.“
Das Gespräch bei Hope TV zeigt einen ehemaligen Fußballstar, der seine Erfolge und Niederlagen heute mit großer Dankbarkeit betrachtet. Seine Botschaft: Unser Wert hängt nicht davon ab, wie erfolgreich wir sind. Auch wenn wir scheitern, bleiben wir von Gott geliebt.
Anbei der von unserem Redakteur Martin Meyer beschriebene Talk von Heiko Herrlich mit David Kadel in der Sendung „Wie man Riesen bekämpft“ bei Hope TV:



