Patrice Aminati über ihren Glauben: „Es ist eine Stütze und eine Hilfe“
Im neuen ZDF-Format „Terra Xplore: Im Kopf von …“ sprach die Influencerin Patrice Aminati, die Hautkrebs im Stadium 4 hat, mit dem Psychologen und Autor Leon Windscheid über ihren Glauben, die Kraft, die sie aus der Liebe zu ihrer vierjährigen Tochter schöpft und ihre Hoffnung, länger zu leben als von den Ärzten in Aussicht gestellt.
Im Sommer 2025 erklärte Patrice Aminati im bewegenden Interview mit der Journalistin Tanja May – Unterhaltungschefin und stellvertretende Chefredakteurin von Bild – dass sie sich für den „Weg der Hoffnung“ entschieden habe (wir berichteten). Auf die Frage, ob sie geheilt werden könne, erklärte Patrice Aminati damals, dass sie dafür bete. Aus medizinischer Sicht bestehe keine Chance auf Heilung, aber sie habe auf ihrem Weg Menschen kennengelernt, die seit 15 Jahren „mit dem Status ‚palliativ‘ leben“, teilte Aminati mit und betonte:
„Ich wünsche mir noch ein langes Leben und ein Wunder.“
Zu ihren Kraftquellen sagte die junge Frau:
„Ich glaube an Familie, Gott, Gemeinschaft der Menschen, gute Gedanken und Gebete.“
Aktuell sprach Patrice Aminati in der ZDF-Doku „Terra Xplore: Im Kopf von …“ mit dem Psychologen Leon Windscheid über ihren Alltag mit der unheilbaren Krebserkrankung. Dazu sagte sie u.a.:
„Es ist grausam, es ist furchtbar, und ich habe wahnsinnige Angst. Aber ich versuche, mich auch ständig zu fragen: Was will ich für ein Mensch sein? Mit welcher Haltung will ich da durchgehen?“
Zudem möchte sie der Verantwortung gegenüber ihrer vierjährigen Tochter gerecht werden können. Sie hoffe, sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr begleiten zu können, auch „wenn ich sie auf allen Vieren über diese Ziellinie bringe“, erklärt die 31-Jährige und betont, dass sie selbst weiterhin „Durst und Hunger aufs Leben“ habe.
Wie viel viel Zeit, Kraft und Raum die Behandlung ihrer Krankheit in ihrem Leben einnimmt veranschaulichte Patrice Aminati in ihrer Instagram-Story am 18. Oktober 2026. Wie die Rheinische Post berichtet, teilte die 31-Jährige ein Foto, das eine brennende Kerze in einem abgedunkelten Zimmer zeigt und die dazu eingeblendete Uhrzeit 2:58 Uhr. Zu diesem Bild schrieb die Influencerin: „Und dann wieder … Erdrückende Nebenwirkungen lassen den Körper nicht zur Ruhe kommen. Schmerzen. Angst. Aushalten. Durchhalten. Deshalb: Schöne Momente sammeln, an denen man sich in dunklen Stunden festhalten kann.“
Am 21. Oktober ließ Patrice Aminati ihre 238.000 Follower auf Instagram in einem Bilder-Post an schönen Momenten, die sie im Oktober erlebte, teilhaben. Unter den zwanzig Bildern, die sie in der Beschreibung kurz betitelte, befindet sich auch eines von einem Besuch der Frauenkirche in Dresden. Das letzte Foto der Bilderreihe, das eine brennende Kerze und einen Blumenstrauß zeigt, betitelte sie mit den Worten „Gebete und Gedanken“. Zu dem Bild setzte sie folgende Worte::
„Gestern Abend standen wir als Familie Hand in Hand, haben Kerzen angezündet und für Gesundheit, Kraft und Hoffnung für all unsere Lieben gebetet, die gerade einen schweren Weg gehen.“
Und weiter:
„Möge auch für euch eine friedliche, schöne Woche beginnen. Möget ihr behütet und beschützt sein. Eure Patrice“
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Im Rahmen des ZDF-Formats „Terra Xplore: Im Kopf von …“ machte Leon Windscheid nun auch den Glauben zum Thema und formulierte folgende Frage: „Wenn ich jetzt Papa wäre und noch so jung und dann kriege ich eine tödliche Krankheit. Wie kann denn Gott so was zulassen?“
Daraufhin erklärte Patrice Aminati, dass ihr der Glaube an Gott „eine Stütze und eine Hilfe“ sei und ihr Trost schenke. Auch wenn sie keinen Beweis für die Existenz Gottes habe, spüre sie aber, dass ihr der Glaube an Gott helfe und innere Stärke gebe, schilderte die 31-Jährige weiter.
Auf die anschließende Frage von Windscheid, wie Aminati selbst zum Glauben gefunden hat, erzählte die junge Frau von einem Moment „größter Todesangst“ im Jahr 2024, als sie abends im Bett gelegen und Knoten unter der Haut gespürt habe. Sie sei „voller Metastasen“ gewesen und habe gespürt, „dass der Krebs Überhand gewinnt“. In diesem Moment der Verzweiflung habe sie sich wie folgt an Gott gewandt:
„Da habe ich gesagt: Lieber Gott, ich weiß, wir reden nicht oft miteinander, aber ich brauche dich jetzt. […] Bitte hilf mir, nicht für mich, sondern für meine kleine Tochter, die ich nicht zurücklassen will.“
Quellen: zdf.de, presseportal.zdf.de, focus.de, tag24.de, rp-online.de, promisglauben.de, instagram.com



