Foto: Анна Нэсси, Andre Schürrle 2019, cropped, CC BY-SA 3.0

Fußball-Profi André Schürrle gab im WM-Endspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Argentinien am 13. Juli 2014 im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro die spielentscheidende Vorlage zum Siegtreffer durch Mario Götze. Er war damit einer der ganz großen Helden der Weltmeister-Mannschaft. Nun beendet er mit nur 29 Jahren seine Karriere und verabschiedet sich aus einem Geschäft, das ihn materiell reich, aber im Herzen einsam werden ließ. Einen Hinweis darauf, woher er Halt und Orientierung erhält, gibt ein christliches Symbol, das er als Tattoo auf den Rippen trägt.

Gegenüber dem Magazin Spiegel erklärte Schürrle, dass diese Entscheidung schon lange in ihm gereift sei. Dazu betonte er:

„Ich brauche keinen Beifall mehr.“

Bereits zu seiner Zeit beim VfL Wolfsburg in der Saison 2015/16 habe er daran gedacht habe, „alles hinzuschmeißen“. Weiter berichtete der 29-Jährige, dass er nach dem WM-Triumph 2014 in seiner Zeit beim FC Chelsea in „ein tiefes Loch gefallen ist“. Dazu sagte er:

„Ich wollte nicht mehr Fußball spielen, ich war völlig am Ende.“

Schürrle offenbarte im Spiegel, dass der „Trott, den man Tag für Tag im Verein hat“ für ihn belastend war und dass er sich oft einsam fühlte, gerade als „die Tiefen immer tiefer wurden und die Höhepunkte immer weniger“. Dazu erklärte er weiter:

„Man muss ja immer eine gewisse Rolle spielen, um in dem Business zu überleben, sonst verlierst du deinen Job und bekommst auch keinen neuen mehr.“

Im Fußballgeschäft zähle „nur die Leistung auf dem Platz“. Dabei dürften „Verletzlichkeit und Schwäche zu keinem Zeitpunkt existieren“, so der Weltmeister von 2014.

Auch schlug dem Weltklasse-Stürmer, der in insgesamt 57 Länderspielen 22 Tore erzieltem die oftmals überharte Kritik in den Medien, wo er teils als „ausrangierter Weltmeister“ bezeichnet wurde, auf die Seele. Diesbezüglich berichtete er:

„Darunter waren Sachen, die ich mir sehr zu Herzen genommen habe. Entweder ist man Depp oder Held. Dazwischen gibt es nichts.“

Einen Hinweis darauf, dass André Schürrle im christlichen Glauben Halt findet, gibt ein christliches Symbol, das er als Tattoo trägt. Wie u.a. die christliche Online-Plattform jesus.ch zur EM 2016 berichtete, hat sich André Schürrle „ein strahlendes Kreuz auf die Rippen tätowieren lassen, ein stilles Bekenntnis, das bleibt“. Die katholische Zeitung Die Tagespost bezeichnete ihn in einem Artikel zur WM 2018 als „Bekenner mit Tattoo“.

Quellen: spiegel.de, jesus.ch, die-tagespost.de