Andrew Garfield: „Jesus symbolisiert so viel Schönheit, Vergebung, Hingabe und Empathie“
Der US-amerikanisch-britische Schauspieler Andrew Garfield, der durch seine Rolle als „Spider-Man“ bekannt wurde und 2017 sowie 2022 für den Oscar nominiert war, erklärte kürzlich im Interview mit dem „National Catholic Register“, dass er während der Vorbereitung auf die Rolle eines Jesuitenpaters in Martin Scorseses Film „Silence“ aus dem Jahr 2016 eine „eine tiefgreifende Begegnung“ mit Jesus Christus erlebt habe.
Andrew Garfield, der jüdische Vorfahren väterlicherseits und mütterlicherseits hat, zeigte sich in der Vergangenheit einerseits keiner traditionellen festen Religion zugehörig, andererseits aber ein tiefes persönliches und künstlerisches Interesse an spirituellen Fragen und dem Glauben. Bereits auffallend oft war er in Filmen zu sehen, in denen es um Religion und Glaube geht. Wie das christliche Medienmagazin Pro im Mai 2022 berichtete, wurde Andrew Garfield anlässlich des Films „The Eyes of Tammy Faye“ (2021) im Interview mit dem Magazin Collider die Frage gestellt, warum er immer wieder Menschen des Glaubens spiele. Daraufhin antwortete der Schauspieler, dass er fasziniert sei von den Themen rund um Spiritualität, das Leben und den Tod und der Frage, ob man sein Leben sinnvoll verbringe. Dazu betonte er:
„Leben und Tod sind alles; der alles entscheidende Kern unseres Wesens.“
Und weiter:
„Wenn man sich mit Spiritualität beschäftigt, geht es um Glauben, und dann geht es immer auch um Leben und Tod. Und was könnte lebenswichtiger sein als das, was ist eine größere Frage?“
Wie auf der Webseite der Jesuiten in Zentraleuropa zu lesen ist, absolvierte Andrew Garfield für seine Rolle als Jesuitenpater in Martin Scorseses Film Silence (2016) monatelang ein intensives Training. Er studierte die Spiritualität des Ignatius von Loyola (1491-1556), der Mitbegründer der später als Jesuitenorden bekannten Gesellschaft Jesu (lateinisch: Societas Jesu, SJ) war und im Jahr 1622 heiliggesprochen wurde, und machte ignatianische Schweigeexerzitien. Garfield sagte danach, dass er tief von dieser jesuitischen Spiritualität beeindruckt gewesen sei.
Im Gespräch mit dem „National Catholic Register“ sprach Andrew Garfield aktuell über seine damals gemachten Erfahrungen mit Jesus, die in ihm auch zehn Jahre später noch nachwirken. Der 43-Jährige bestätigte, dass er beim damaligen Dreh in die Spiritualität des Ignatius von Loyola eingetaucht sei. Zu seinem Verhältnis zu Jesus Christus sagt der Schauspieler:
„Ich glaube, wenn man eine solche gesegnete Interaktion – oder besser Begegnung – erlebt, wie ich sie mit der Persönlichkeit Christi hatte… es war eine tiefgreifende Begegnung… Es ist sehr schwer, darüber zu sprechen, weil es für mich etwas zutiefst Privates und Persönliches war. Und ja, es bleibt.“
Dazu erklärt er:
„Es gibt da eine Art Verbindung – nun, sie ist immer da, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht: die Energie dieser Gestalt, sei es nun im wörtlichen, metaphorischen oder sonstigen Sinne.“
Und weiter:
„Diese Christusgestalt symbolisiert so viel Schönheit, Vergebung, Hingabe und Empathie. Ich glaube, sie lebt als Urbild in uns allen fort; die Verbindung zu dieser Gestalt zu finden, bedeutet also, die Verbindung zu jenem Teil in uns selbst zu finden.“
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Im Jahr 2022 spielte Andrew Garfield in der Mini-Serie Under the Banner of Heaven („Unter dem Banner des Himmels“) mit. Wie das christliche Medienmagazin PRO seinerzeit berichtete, erklärte Garfield bei der Premiere der Serie zu seinem Interesse an Filmen mit religiösen Inhalten:
„Fragen nach dem Glauben und nach Spiritualität ziehen mich einfach am meisten an. Wenn ich kein Schauspieler wäre, würde ich wahrscheinlich Theologie studieren.“
Hatte der Schauspieler im Jahr 2016 gegenüber dem Hollywood Reporter sich noch „eher als pantheistischen, agnostischen Teilzeit-Atheisten“ bezeichnet, „der ein bisschen jüdisch ist, insgesamt aber verwirrt“, erklärte er ein Jahr später, nachdem er in Martin Scorseses „Silence“ Pater Sebastiao Rodrigues gespielt hatte, gegenüber dem America Magazine:
„Was wirklich einfach war, war, diese Person Jesus einfach zu lieben … sich in Jesus Christus zu verlieben, das hat mich wirklich überrascht. Das war für mich sehr bedeutsam – sich in Jesus zu verlieben und zu sehen, wie einfach das war.“
Quellen: instagram.com, pro-medienmagazin.de, jesuiten.org


