In der Gesellschaft nimmt der christliche Glaube ab und zugleich nehmen abergläubische Praktiken und Rituale zu – Vielfältiger Glauben an Engel, Horoskope, Kartenlegen, Talisman, Maskottchen und Götter vergangener Zeiten. Zu Beginn der Adventszeit ruft Erzbischof Ludwig Schick auf, die Tugenden der Achtsamkeit und des Wartens wieder einzuüben.

Das Warten und wachsam sein falle Menschen heute schwer, weil wir auf alles Zugriff haben und alle unsere Bedürfnisse befriedigen können, so der Erzbischof. Wenn wir etwas nicht gleich bekämen, zappten wir zum nächsten Programm und holten uns dort, was unsere Wünsche und Sehnsüchte scheinbar erfüllen könne. Das zerstöre aber nachhaltig vielmehr, als dass es Nutzen bringen würde. Als Beispiele nennt Schick oberflächliche und sprunghafte Beziehungen in Ehe und Familie, im Freundeskreis, im Berufsleben und bei der Freizeitgestaltung sowie die Schädigung von Natur und Umwelt, indem wir uns alles und jedes leisten.

Dieses zeitgeistige Phänomen steht der Begegnung mit Gott im Wege. So betont Schick:

„Für den wahren persönlichen Gott, der in Jesus Christus erschienen ist, braucht es aber Wachsamkeit und Warten. Jesus Christus können wir nicht herbeizappen, wir können ihn uns nicht verfügbar machen.“

Und weiter:

„Er muss sich uns offenbaren und wir müssen zu ihm Beziehungen in Gebet und Gottesdienst sowie durch tätige Nächstenliebe pflegen. Die Adventszeit will Jesus Christus und dem Glauben an ihn die Türen in unserem Leben und unserer Welt durch Achtsamkeit und Warten öffnen. Wer sich dieser Mühe unterzieht, der erfährt den lebendigen Gott (…) .“

Den kompletten Kommentar von Erzbischof Ludwik Schick gibt’s unter kath.net