Am gestrigen Sonntag legte Pfarrer Fritz Bischoff in der Stadtkirche St. Johannes der Täufer in Kronach in seiner Predigt in der Abendmesse das Tagesevangelium (Joh 6,51 – 58) aus, wo Jesus betont:

„Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.“

Dabei stellte Pfarrer Bischoff einen interessanten Vergleich zwischen dem Vermächtnis Jesu, das wir Woche für Woche in der Eucharistie feiern, und einer Grillparty her, was die Kirchenbesucher aufmerksam aufhorchen ließ.

 

Hier seine Worte der Predigt zum Thema „Miteinander Mahl halten“:

Sommerzeit ist Grillzeit. Menschen kommen zusammen, um miteinander in lockerer Form Mahl zu halten.

Wahrscheinlich drehen sich ihre Gespräche nicht um religiöse Themen, aber sie reden über ihr Leben. Es wird gelacht und getrunken. Und im positiven Fall gehen sie nachher mit guten Gefühlen nach Hause. Mit der Gewissheit, dass man nicht allein ist auf der Welt. Mit der Sicherheit, dass die Menschen, mit denen man so fröhliche Stunden verbracht hat, auch da sein würden, wenn einen das Leben vor Herausforderungen stellt.

Jesus wusste um die Kraft des gemeinsamen Mahlhaltens und hat es mit Sündern und Frommen gepflegt.

Und sein letztes gemeinsames Essen mit seinen Gefährten hat den Grundstein für 2000 Jahre Kirchengeschichte gelegt. Darum fällt es mir schwer, im Gottesdienst zu beten: „Herr, ich bin nicht würdig …“

Das klingt, als hätte ich Gott oder dem Nächsten gegenüber so Schlimmes angerichtet, dass die Heilung der Seele, um die ich vor der letzten Kommunion gebetet hatte und von der ich sicher war, dass Gott sie gewährt hat, wieder zunichtegemacht wäre.

Ich bin dankbar, dass sich nun wieder so viele Familien und Freundesgruppen zum Grillen zusammensetzen.

Überall, „wo zwei oder drei“ im Namen von Freundschaft und Liebe zusammenkommen, wird auch Jesus unsichtbar da sein.

Er wird „Seelen“ von Einsamkeit heilen, sie zur gegenseitigen Hilfe ermuntern und sich freuen, dass sie den Alltag mit neuer Kraft bewältigen, dass Generationen gemeinsam erleben, „wie gut das Leben schmeckt“.

Und vielleicht wären die Hersteller der Produkte für das Grillvergnügen für ein Abkommen zu gewinnen, dass sie einen Teil ihres Erlöses an Hilfsorganisationen weitergeben, die – auch weltweit – für gemeinsame Mahlzeiten bedürftiger „Seelen“ sorgen.

… Denn gemeinsames Essen heilt – auch ohne ausdrücklich um das Vermächtnis Jesu zu wissen „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Amen.

Aktuell berichtet katholisch.de, dass kein Klassik-Interpret je so erfolgreich wie Andrea Bocelli war und der Italiener dies jedoch nicht als seinen Verdienst ansieht. Millionen Plattenverkäufe und Auftritte vor Päpsten hätten einen anderen Ursprung, so Bocelli.

Am 25. August tritt Andra Bocelli im Dubliner Stadion Croke Park beim Weltfamilientreffen auf, an dem auch Papst Franziskus teilnehmen wird.

Auf das Konzert mit Papst Franziskus als Zuhörer freut sich der Star-Tenor sehr. Im Interview mit „Vatican News“ (Donnerstag) sagte der 59-jährige dazu:

„Es ist ein Privileg, denn vor dem Heiligen Vater zu singen, ist eine große Freude.“

In der Gegenwart „von derart charismatischen Persönlichkeiten wie dem Papst“ fühle man sich schließlich wohl.

Auf seinen steilen Karriereweg bis hin zum erfolgreichster Klassik-Interpret aller Zeiten bildet sich Bocelli nicht viel ein, weil er dafür vor allem Gott verantwortlich sehe, beteuerte der Italiener im Interview mit „Vatican News“. Dazu sagte er weiter:

„Der Gesang, die Stimme, so wie alle Talente dieser Welt, sind eine Gabe Gottes, daran besteht kein Zweifel.“

Der Mensch erreiche generell nichts aus eigenem Verdienst, sondern weil es ihm gegeben wurde, so Bocelli. Und weiter erklärte er:

„Also gibt es in diesem Sinn keinen Grund, stolz auf irgendetwas zu sein. Man muss dafür danken und basta!“

Dafür gehöre laut Bocelli auch, an die göttliche Schöpfung des Menschen zu glauben. Es sei eine „geistige Verirrung“, zu denken, dass die Menschen nur Produkte des Zufalls seien. Dazu fährt er mit einem beeindruckenden Vergleich fort und sagt:

„Das (An Zufall zu glauben) wäre ein bisschen so, als würde man sich der Pieta von Michelangelo gegenüber sehen und leugnen, dass diese einen Schöpfer hat, das heißt also mehr oder weniger zu meinen, dass man diese Statue eines Tages so gestaltet in den Bergen gefunden hat, weil der Zufall sie gemeißelt hat.“

Quelle: katholisch.de

Der Unternehmerin Gloria von Thurn und Taxis, die in den 80er Jahren durch schräge Outfits und ungewöhnlich gestylte Haare auffiel, ist heute die Verbindung zu Gott weitaus wichtiger geworden.

Im Zuge desses ist ihr heute der Namenstag „viel wichtiger“ als der Geburtstag, sagte die Fürstin den im Augsburger Verlag Sankt Ulrich erscheinenden Wochenzeitungen „Neue Bildpost“ und „Katholische SonntagsZeitung“ und begründete dies, wie folgt:

„Weil der Heilige, dessen Namen man trägt, der wichtigste Beschützer des ganzen Lebens ist.“

Mit Blick auf das heutige Hochfest Mariä Himmelfahrt betonte die Adelige weiter:

„Ich habe das Glück, Mariae Gloria heißen zu dürfen – und daher ist die Gottesmutter meine Namenspatronin.“

Gloria von Thurn und Taxis ist heute überzeugte Katholikin, die an die leibliche Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel glaubt, was am heutigen Hochfest Maria Himmelfahrt, das in überwiegend katholischen Gemeinden Bayerns sowie im Saarland ein gesetzlicher Feiertag ist, gedacht wird.

Zu ihrem Glauben bekannte die heute 58-jährige bereits im Jahr 2004 gegenüber dem Journalisten Peter Seewald:

„Ich glaube ganz fest an Gott. Ich habe auch das Gebet zu meiner festen täglichen Gewohnheit gemacht.“

Auch andere ermutige sie zum Glauben an Gott. Dazu sagte sie damals:

„Meinen Freunden, die Schwierigkeiten mit der Religion haben, rate ich immer: ‚Ihr müsst es mit dem lieben Gott einfach ausprobieren‘.“

Quellen: domradio.de und kath.net

In der Predigt zum heutigen Sonntagsevangelium (Joh 6, 41-51) ging der Jesuitenpater und Hochschulprofessor Prof. Dr. Bernhard Grom SJ in der heutigen Sonntagsmesse in St. Thomas München-Oberföhring der Frage nach, wer Jesus Christus nun eigentlich gewesen sei.

Dazu führte Pater Grom folgende Gedanken aus:

Im heutigen Evangelium nehmen viele Hörer Jesu Anstoß an seiner Selbsteinschätzung:

„Ich bin das Brot, das vom Himmel (d.h. von Gott) herabgekommen ist.“

Sie sagen sich: „Das ist doch ein Mensch wie wir, dessen Herkunft wir kennen.“ Sie lehnen es ab, ihn als Gottmenschen anzuerkennen.

Das ist eine Einstellung, die heute weit verbreitet ist, auch bei ernsthaften, nachdenklichen Mitbürgern. Bei einer Umfrage erklärten einmal 43 Prozent der Westdeutschen, für sie sei Jesus nur ein großer Mensch und ein Vorbild. Beispielsweise hat auch der verstorbene Bundeskanzler Helmut Schmidt mehrmals geäußert, er glaube zwar, dass Gott der Herr der Welt sei, und er brauche das Vaterunser, die Zehn Gebote und die Kirchenmusik – aber an die Wunder und das leere Grab des „Rabbi Jesus“ glaube er nicht.

Er (Helmut Schmidt) nenne sich einen Christen, weil er die Moral, die das Christentum entfaltet hat, für notwendig halte.

Darauf reagieren wir vielleicht enttäuscht und sagen: Dann kann man ja den größten Teil unseres Glaubensbekenntnisses streichen und das Fest der Menschwerdung Gottes (Weihnachten) und der Auferstehung Jesu (Ostern) dazu.

Die meisten von uns haben als Erstkommunionkinder gehört, Jesu sei zwar wahrer Mensch, aber auch Gottes Sohn.

Wir haben dieser Aussage zugestimmt, und sie hat – hoffentlich – unser Sprechen mit Gott mit Wärme und Liebe erfüllt. Denn

dadurch bekam der unsichtbare, unfassliche Schöpfer für uns ein menschliches Gesicht, das Gesicht Jesu.

Doch wenn wir älter und kritischer werden, sagen wir uns vielleicht: Alle großen Gestalten der Weltgeschichte, die wir sonst kennen – Buddha, Sokrates oder Gandhi -, waren nur Menschen.

Warum soll Jesus mehr gewesen sein?

Nehmen wir uns jetzt für einen Moment die Zeit, uns dieser Frage zu stellen. Suchen wir eine Antwort, die uns überzeugt, damit wir Gott stets mit Herz und Verstand im Gesicht Jesu erkennen und uns über ihn freuen können.

Was ist bei Jesus anders als bei anderen großen Gestalten? Wie kann er den Anspruch erheben, „Brot“ für uns zu sein, das vom Himmel herabgekommen ist, das heißt, uns mit seiner Zuwendung und Freundschaft zu ernähren, wie es nur Gottes Liebe kann?

Zunächst erschien Jesus als Mensch wie andere – einer, der als Wanderprediger in Synagogen auftrat. Wenn er heute in Nazaret leben würde, stünde in seinem Pass vielleicht: Name: Jeschua. Körpergröße: 1 Meter 76. Farbe der Augen: braun. Beruf: Bauschreiner. Ein Mensch wie andere und im gleichen Umfeld wie sie. Manchem wird das so recht bewusst, wenn er bei einer Reise ins Heilige Land durch Orte und Gassen wandert, wo auch Jesus ging.

Und doch hat dieser Jeschua Dinge gesagt und getan, die viele Hörerinnen und Hörer davon überzeugten, dass er nicht nur ein Gesetzeslehrer, ein Rabbi, war, und auch nicht nur ein Rufer und Künder, ein Prophet, sondern dass in ihm Gott selbst sprach und handelte.

Sie wurden Jüngerinnen und Jünger Jesu. Und sie waren keine Schwärmer, sondern Menschen, die nüchtern geprüft, gezögert und gezweifelt haben wie etwa der so genannte ungläubige Thomas. Gerade dies macht ihr Zeugnis glaubwürdig. Für ihren strengen jüdischen Glauben an einen erhabenen, einzigen Gott war es überaus schwer, sich das vorzustellen, was wir heute als den Gottmenschen Jesus bezeichnen. Doch kamen sie genau zu dieser Überzeugung. Dafür müssen sie wichtige Gründe gehabt haben.

Waren es Jesu Wunder, die dafür sprachen?

Die Evangelien berichten so oft von ihnen, dass wir vielleicht meinen, sie seien der wichtigste Hinweis auf das Göttliche in Jesus. Diese Wunderberichte sind für das Neue Testament gewiss eine Bestätigung des Christusglaubens – aber man sollte ihre Bedeutung nicht überschätzen. Denn damals haben die Menschen noch nicht so scharf wie die modernen Naturwissenschaften zwischen natürlichen und wunderbaren Ereignissen unterschieden. Für sie war auch ein Regen, der eine lange Dürre beendet, ein Wunder.

Lassen wir also einmal die Wunder Jesu beiseite. Es gibt wichtigere Argumente; betrachten wir zwei von ihnen.

Erstens sind die Berichte von Jesu Erscheinungen nach seinem Tod höchst glaubwürdig und aussagekräftig, auch wenn ich dies hier nicht ausführlich darlegen kann. Erst die Begegnungen mit dem Auferstandenen haben die Jünger, die verzweifelt und längst in ihre Heimat Galiläa zurückgekehrt waren, dazu veranlasst, sich wieder in Jerusalem zu versammeln und neu über Jesus nachzudenken. Erst da wurde ihnen vollends klar: Er ist Gott selbst, Gottes „Sohn“ und „Wort“. Er will allen Menschen nahe sein – das müssen wir der Welt verkünden. Für diese Botschaft sind sie als Blutzeugen in den Tod gegangen.

Zweitens hat Jesus durch seine Worte und sein Verständnis für die Ausgestoßenen und Kranken eine Menschlichkeit gezeigt, die ihn absolut glaubwürdig macht, wenn er sagt, dass er mehr ist als der Prophet Jona, mehr als das Urbild eines Weisen, Salomon und dass er – was nur Gott kann – Sünden vergeben darf. Ihm kann man das abnehmen. Denn

bei ihm (Jesus) darf man zwei Ursachen von Irrtum ausschließen: Dass er sich selbst überschätzt – dazu ist er zu demütig, und dass er die Menschen täuschen will – dazu ist er zu gütig und ehrlich.

Aber seine Menschlichkeit zeigt noch etwas anderes. Sein Eintreten für die Unterdrückten und sein Aufruf zu einer Nächstenliebe, die selbst die Feindesliebe einschließt, sind so ursprünglich, rein und sozusagen stilsicher, dass man ruhig annehmen kann, dass sie aus einer höheren Quelle stammen als aus unserem gewöhnlichen Mitgefühl. Jesus gleicht vollkommen dem, den wir in unserem Gewissen ahnen als einen, der uns sagt: „Tu das Gute! Tu es unbedingt!“

Jesus zeigt eine Menschlichkeit, die etwas Übermenschliches an sich hat und in der sich die Gerechtigkeit und Güte in Person – eben Gott – offenbart.

Eine evangelische Frau hat dies einmal so ausgedrückt: „Als Kind liebte ich zwar die Bilder, die Jesus mit ausgebreiteten Händen und herabwallendem Haar zeigten. Doch später konnte ich diesen Jesus nicht in mein Leben und Denken einbauen. Heute aber bedeutet mir Jesus Christus wieder sehr viel:

Er (Jesus) ist das Absolute (Unbedingte), das für mich zentrale Lebensbedeutung hat. Er das absolute Sich-Einsetzen und das absolute Ablehnen jedes pharisäischen Denkens und das absolute Anerkennen der Liebe! Ich gehe deshalb zum Abendmahl, um diese Wirklichkeit ‚Christus’ in mir selbst zu spüren.“

Wenn wir so in der Menschlichkeit Jesu das Göttliche entdecken, kann er uns immer wieder ergreifen und das Beste in uns stärken. So oft wir in unserem Denken und Beten auf Jesus blicken oder mit ihm Eucharistie feiern, kann er Kraft und geistige Nahrung für uns werden – eben „Brot, das vom Himmel (von Gott selbst) herabgekommen ist“, „Brot des Lebens“ – mehr als nur Moral: göttliche Liebe.

 

Prof. Dr. Bernhard Grom SJ, geb. 1936, ist Jesuit und lehrte Religionspsychologie und -pädagogik an der Hochschule für Philosophie in München. Er ist der bekannteste Fachmann für Religionspsychologie im deutschsprachigen Raum. In seinen zahlreichen Büchern, Artikeln und Vorträgen beschäftigt er sich auch mit den Themen Meditation, Glück und Sinn sowie mit Fragen religiöser Erziehung. Zudem ist er Seelsorgemithelfer im Pfarrverband St. Thomas – St. Lorenz in München Oberföhring.

Tuan Anh Le ist katholischer Priester und wurde 2010 in Ehingen an der Donau zum Priester geweiht. Über seinen außergewöhnlichen Weg zum Priester sprach der 35-jährige aktuell mit katholisch.de.

Geboren und aufgewachsen ist er in Spaichingen, seine Eltern sind in den 1980er Jahren aus politischen Gründen aus Vietnam nach Deutschland geflüchtet. Im Interview berichtet Tuan Anh Le, dass sein Vater katholisch sei uns seine Mutter Buddhistin war und sich in Deutschland taufen ließ.

Besonders macht ihn seine Leidenschaft für Hip-Hop-Musik. Tuan Ahn Le hat sogar schon CDs veröffentlicht und schreibt seine Texte selbst, die sich über persönliche Erfahrungen, um Liebe und auch den Zölibat drehen.

Über seine Beziehung zu Jesus, die ihn zum Priester werden ließ, sagt der 35-jährige:

„Ich (bin) mit Jesus verbunden. Und zwar auf eine ganz besondere Art und Weise.“

Im Laufe seiner Zeit als Pfarrer habe sich sein Kirchenbild verändert. Zu seiner veränderten Sichtweise sagt er:

„Es geht darum, die Botschaft Jesu weiterzutragen, mit allen Konsequenzen.“

So würde er einem evangelischen Christen, der ihn um die Kommunion bittet nicht wegschicken. Denn letztendlich müsse er sich vor Gott für sein Leben rechtfertigen.

Weiter betont er:

„Und ich glaube, er (Gott) wird mich einmal fragen, ob ich ein barmherziger Mensch war. Ich würde da gerne nicken.“

Im Interview mit katholisch.de spricht dieser Tuan Anh Le auch offen über Zweifel, Verliebtheit und über seinen Wunsch, barmherzig zu handeln.

Das Interview gibt’s unter katholisch.de

Heute kommt der Impuls zum Sonntag vom größten Promi aller Zeiten, für den wir unser Projekt machen: Jesus Christus!

„Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“

 

Unser geistlicher Begleiter Pfarrer Willi Huber legte heute in der Sonntagsmesse in St. Thomas in München-Oberföhring diesen Satz aus dem Tagesevangelium in seiner Predigt aus, mit berührenden Sätzen wie den folgenden:

„Wenn Jesus sagt ‚Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern‘, dann meint er: ‚Was euch glücklich macht, ist die Beziehung zu mir‘.“

„Es geht um den Hunger meiner Seele.“

„Es geht darum, dass ich aus tiefem Herzen sagen kann: ‚Jesus ich vertrau dir, dass du mich glücklich machst und den Hunger meiner Seele stillst.“

In seiner Predigt erzählte Pfarrer Willi Huber auch von einer älteren Frau, die Krebs im Endstadium hatte und die er in dieser Zeit begleitete. Sie sagte einmal zu ihm: „Warum glaubt mir eigentlich keiner, dass ich glücklich bin?“. Ihr seelischer Hunger war durch die sie auch in dieser Zeit tragenden Beziehung zu Jesus gestillt.

Das Einlassen auf das Versprechen Jesu hat diese ältere Frau auch in den schwersten Stunden ihres Leben getragen.

 

Auch der Fußballtrainer Heiko Herrlich berichtete einmal von einem ähnlichen Erlebnis. Er erkrankte im Alter von 28 Jahren an einem nicht operablen Hirntumor und wusste damals nicht, ob er diese Erkrankung überleben würde. Im Nachhinein beschreibt er rückblickend,

dass er in dieser schweren Zeit bei allen Ängsten ein großes Glücklich-Sein empfunden habe und in der Beziehung zu Jesus „eine Kraft von innen heraus, die nicht von mir kam“.

 

 

Das Versprechen Jesu ‚Wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern‘ trägt!

 

Ein Interview mit Pfarrer Willi Huber gibt’s hier

 

Autor: Markus Kosian

 

Papst Franziskus ermutigte bei der 12. Internationalen Ministrantenwallfahrt, zu der mehr als 50.000 Messdienerinnen und Messdienern aus Deutschland gekommen waren und mit dem Papst und Ministranten aus weitern 18 Ländern auf dem Petersplatz feierten, mit einem herausragenden Statement die jungen Menschen und sagte:

„Der Glaube ist wie die Luft, die wir atmen. Wir denken nicht bei jedem Atemzug, wie wichtig die Luft ist, aber wenn sie fehlt oder nicht sauber ist, erkennen wir, wie wichtig sie ist.“

So legte der Papst aktuell an anderer Stelle Eltern nahe, den neuen katholischen Kinderkatechismus ‚YOUCAT for Kids‘ gemeinsam mit ihren Kindern zu lesen. Dazu ermutigte er im Vorwort des Glaubensbuches, das von der Österreichischen Bischofskonferenz herausgegeben wurde und in der deutschen Ausgabe seit 1. August im Handel erhältlich ist:

„Ich vertraue euch den ‚YOUCAT for Kids‘ an. Werdet nicht müde, zu fragen und von eurem Glauben zu erzählen.“

Und weiter:

„Helft euren Kindern, die Liebe Jesu zu entdecken! Das wird sie stark und mutig machen.“

Eltern sollten bei Fragen von Kindern nach dem Glauben nicht stumm bleiben, sondern „Übermittler des Glaubens“ sein und ihn über die Generationen hinweg weitergeben.

Quellen: domradio.de und kathpress.at

Bestseller-Autor und Benediktiner-Pater Anselm Grün gab im exklusiven PromisGlauben-Interview mit unserer Journalistin Hiltrud Reiter ein Hammer-Statement für ein gelingendes Leben. Im Gegensatz zum gesellschaftlichen Ruf nach Veränderung plädiert er für Verwandlung.

Dazu sagte er unter anderem:

„Heute gibt es so viel Chance-Management und Veränderungsangebote. Die ganze Esoterik und Psychologie ist voll davon. So ändern viele Menschen alle zwei Jahre ihre Ernährungsmethode, ihre Sportmethode und bleiben immer die alten.“

„Verändern ist etwas aggressives. Ich muss ein anderer Mensch werden.“

„Die christliche Botschaft ist Verwandlung. Das heißt: Alles darf sein. Es ist gut so wie ich bin. Aber ich bin noch nicht der oder die, die ich von meinem Wesen her sein könnte oder das einmalige Bild das Gott sich von mir gemacht hat, leuchtet noch nicht deutlich genug in mir auf.“

„Das Ziel der Verwandlung ist, immer mehr ich selber zu werden.“

Wir finden: Hammer-Aussage, die es lohnt, nachzugehen und wirken zu lassen.

Hier der komplette Video-Clip:

Benediktinerpater Anselm Grün hat mittlerweile mehr als 300 Bücher veröffentlicht, die in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurden. Aktuell hat er ein Buch über das „Staunen“ geschrieben. Das Buch trägt den Titel „Staunen – Die Wunder im Alltag entdecken„. Im Interview mit Rheinischen Post sprach der Benediktinermönch darüber, was Staunen mit Philosophie, mit Glück und mit Glauben zu tun hat.

Alle Philosophie beginnt nach Ansicht von Anselm Grün mit dem Staunen. Dazu sagt der 73-jährige:

„Ich staune, also denke ich nach.“

Das bedeute, dass sich der Mensch im Staunen „für das Wunderbare und das Besondere“ öffne und infolgedessen darüber nachdenke. Weiter betont er:

„Staunen ist für mich die Bedingung, dass etwas wichtig ist.“

Während das Wundern eher mit der Warum-Frage verbunden sei, komme das Bewundern dem Staunen sehr nahe.

Um nicht einfach „routiniert Lebende“ zu sein, sollten die Erwachsenen sich etwas „von dem staunenden Kind“ in sich bewahren.

Es halte lebendig, „über das Schöne und das Geheimnis“ wieder staunen zu können.

Denn Zusammenhang zwischen Staunen und Glauben beschreibt er wie folgt:

„Im Staunen sind wir offen für das Geheimnis, auch das kleine, erlebbare Geheimnis. Etwa, dass Gott uns jetzt die Stunde der Ruhe geschenkt hat oder diesen wunderbaren Sonnenuntergang. Indem wir staunen, wächst auch der Glaube.“

Im Staunen sei der Menschen ebenso wie beim Empfinden von Glück ganz bei sich und im Einklang mit sich. Dazu sagt er weiter:

„Staunen bedeutet auch, dass ich mich für etwas Größeres öffne.“

Das befreie den Menschen vom Kreisen um sich selbst und ermögliche ihm, vom Geheimnis berührt zu werden. Das könne dann zu einer Erfahrung von der Liebe Gottes oder zu einem Menschen führen.

Er selbst habe zuletzt „über das milde Licht gestaunt, das sich da auf den Feldern ausbreitete“, was ihm die Schönheit unserer Welt am Abend vor Augen führte.

Das komplette Interview gibt’s in der Rheinischen Post.

Quelle: rp-online.de

 

Hier ein schöner Song, der das Staunen der Kindheit schön beschreibt und träumen lässt:

Am Donnerstagabend hatte der Diözesanrat im Erzbistum München und Freising zum Kinoabend geladen. Auf dem Programm stand der neue Wim Wenders-Film Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes. Mit dabei waren Kardinal Marx und Laienvertreter der Kirche.

Im Kino ‚Münchner Freiheit‘ in Schwabing diskutierte Kardinal Marx mit der früheren bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf über den Papstfilm.

Kardinal Marx betonte, dass es zwischen dem Franziskus auf der Kinoleinwand und dem, den er persönlich aus vielen Gesprächen und Begegnungen kennt, keinen Unterschied gäbe. Dazu äußerte er im Anschluss an den Film:

„Das ist der Papst, so wie er wirklich denkt.“

Die frühere bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betonte,

die Papst-Dokumentation müsste eigentlich ein Pflichtfilm sein, „für alle, die Verantwortung tragen“.

Darüberhinaus sei die Umweltenzyklika des Papstes „Laudato si‘“ ein Instrument ihrer täglichen Arbeit als Ministerin gewesen. Papst Franziskus bezeichnete sie als eine „Autorität, der viele vertrauen“.

Der Diözesanratsvorsitzende Prof. Hans Tremmel gab zu verstehen, dass die Laien der Kirche fest hinter Papst Franziskus stehen und sagte abschließend mit Bick auf Kardinal Marx:

„Richten Sie dem Heiligen Vater bitte aus, dass die Laien im Erzbistum München und Freising hinter ihm und seiner Botschaft stehen.“

Einen ausführlichen Bericht zum Filmabend des Diözesanrats mit weiteren Statements und Inhaltsbeschreibung zum Film gibt’s auf der Webseite der Münchner Kirchenzeitung.

Quelle: mk-online.de

 

Am gestrigen Freitag wurde beim Abend für Religionslehrkräfte im Filmtheater am Sendlinger Tor auf Einladung des Erzbischöflichen Ordinariats München und Freising ebenfalls der Papstfilm von Wim Wenders präsentiert. 340 Religionslehrkräfte folgten der Einladung und waren sichtlich berührt. Die Religionslehrer von unserem PromisGlauben-Team waren ebenfalls vor Ort. Wir sind überwältigt und der Meinung:

„Dieser Film kann dazu beitragen, die Welt zu verändern, weil er unabhängig von Religionszugehörigkeit mitten ins Herz geht.“

Es sollten noch viel mehr Menschen sich diesen Film ansehen.

 

Beim „Talk am Dom“ trafen aktuell der Entertainer Harald Schmidt und der Kölner Domorganist Winfried Bönig aufeinander und unterhielten pointensicher ein amüsiertes Publikum, das die ungewöhnliche Kombination aus Entertainer und Kirchenmusikprofessor erleben durfte. Bönig und Schmidt sprachen über das, was sie verbindet: die Orgel. Denn was vielleicht nicht so bekannt ist:

Auch Harald Schmidt ist „richtiger“ Kirchenmusiker; er hat die C-Prüfung absolviert und sogar früher in einer Kirche als Organist gearbeitet.

In einem Artikel im Focus am 22.12.2014 bezeichnete sich Harald Schmidt mit Blick auf seinen kirchlichen Werdegang als

„Katholik und Hilfsorganist. Als einer, der eine stramme Laufbahn in Kirchenchören und bei den Pfadfindern hinter sich hat. Der sich gern werktags mal in die Kirche setzt und eine Kerze anzündet. Der den Heiligen Geist zu ahnen glaubt, wenn er von französischen Orgelromantikern zugedonnert wird.“

Auch im aktuellen Gespräch bei „Talk am Dom“ wird seine Leidenschaft für die Kirchenmusik spürbar. Voller Bewunderung spricht der Entertainer über den Domorganisten Winfried Bönig.

„Wenn Winfried Bönig spielt, klingt das alles ganz anders, als wenn ich mich an die Orgel setze“,

beschreibt er die Virtuosität, die eben den Unterschied zwischen einem C-Musiker wie ihm und einem A-Musiker wie dem Professor ausmache.

Kennengelernt haben sich die beiden bei der Taufe des jüngsten Kindes des TV-Stars. Damals konnte der Gemeindeorganist in der Pfarrei, zu der der praktizierende Katholik Schmidt gehört, beim Taufgottesdienst nicht spielen. Bönig ersetzte ihn und Schmidt war sich sehr wohl der Ehre bewusst, den Domorganisten dort zu hören.

Dass Harald Schmidt nicht nur über Musik reden kann, sondern wirklich etwas davon versteht, stellte er unter Beweis, als Winfried Bönig am Klavier einen Bach-Choral intonierte und der Entertainer einige Passagen mit der Harmonika übernahm. Auch das gemeinsame Spiel offenbarte die große Gemeinsamkeit der beiden Musikfreunde.

Vor 3 Jahren sprach Harald Schmidt in einem Interview über seine Lieblingskirchenlieder. Zu seinen Lieblingschorälen gehöre „Wir sind nur Gast auf Erden und wandern ohne Ruh, mit mancherlei Beschwerden, der ewigen Heimat zu“. Er liebe auch die Choräle „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ und „Ein Haus voll Glorie schauet“.

Quellen: die-tagespost.de, rp-online.de, domradio.de, kath.net und focus.de

Im Laufe des Kirchenjahres wird selten der Geburtstag eines Menschen gefeiert. Dies geschieht nur bei Jesus, Maria und Johannes dem Täufer.

Beim heutigen Festtag „Johannes der Täufer“ geht es aber um mehr als um die Feier eines besonderen Geburtstages: Johannes und Maria sind „Wegbereiter“ des Heils, das durch Jesus Christus in die Welt kam. Schon im Mutterleib waren sie dazu auserwählt. Darum feiern wir ihren Geburtstag. Darum feiern wir heute den Geburtstag von Johannes dem Täufer, einem ganz besonderen Propheten, der Jesus persönlich kannte und für ihn Zeugnis ablegte.

 

Was hat das Fest zum Geburtstag von Johannes dem Täufer mit der Bedeutung unserer Namen zu tun?

Warum heißt das Sonnwendfeuer auch Johannisfeuer?

Warum ist ein Name Wegweiser fürs Leben?

 

In seinen Gedanken und Impulsen zum heutigen Hochfest von Johannes dem Täufer bringt der Buchautor und Pfarrer Christoph Kreitmeir die Bedeutung unserer Namen ins Spiel und schreibt mit Bezug auf das heutige Evangelium (Lk 1, 57 – 66.80):

„Sie kennen sicherlich diesen Ausspruch, der so viel bedeutet, dass der Name ein Zeichen ist, dass der Name eine tiefere Bedeutung hat. Der Name und der Vorname eines Menschen können sogar zu seinem Lebensprogramm werden.

Irgendwie liegt ein Zauber auf unseren Namen, auch wenn man das heutzutage bei Namensgebungen wie Kevin, Chantal, Peggy Sue oder Talula wirklich in Frage stellen muss.

Mittlerweile gibt es bei deutschen Standesämtern eine Liste von Namen, die Kindern nicht gegeben werden dürfen. Darauf finden sich Worte wie Störenfried, Agfa, Lenin, Schnucki, Kain, Judas, Lucifer oder Satan. Es ist manchmal wirklich unglaublich, mit welch Unbedachtsamkeit Eltern ihren Kindern durch eine falsche Namensgebung der Lächerlichkeit und Bloßstellung preisgeben oder sogar eine soziale Benachteiligung auferlegen.

Es ist noch nicht lange her, wo christliche Eltern ihren neugeborenen Kindern bewusst und überlegt einen Namen gaben, der für sie oder die Familie eine besondere Bedeutung hatte. Die Namen von Opa, Oma, der Taufpaten, der Klosterschwester in der Familie, des Vaters oder der Mutter waren oft eine Orientierungshilfe, aber auch sehr oft die Namen von besonderen Heiligen. Es gab eine Zeit, wo das Kind den Namen des Tagesheiligen bekam, der an diesem Tag gefeiert wurde.

Die Menschen sahen damals einen tieferen Zusammenhang mit ihren Ahnen und mit vorbildlichen Menschen.

Es gab auch Zeiten, in denen die politischen Verhältnisse dafür sorgten, dass Eltern ihren Kindern Namen wie Friedrich (Friedrich der Große), Wilhelm (Kaiser Wilhelm II.), Adolf (Adolf Hitler) oder Benito (Benito Mussolini) gaben. Diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei!

Wer sich mit der tieferen Bedeutung von Namensgebung beschäftigt, der entdeckt den Zauber von „Nomen est Omen“ neu. Der Vorname kann wirklich zum begleitenden und bestimmenden Lebensprogramm eines Menschen werden.

Psychologen entdeckten schon Anfang des 20. Jahrhunderts die determinierende, also bestimmende Kraft von Vornamen und eine unbewusste „Verpflichtung“ durch das Tragen eines bestimmten Namens. Nachdenklich stimmend machen neuere Untersuchungen, dass sogar Pädagogen, die es eigentlich besser wissen müssten, starke Vorurteile mit manchen Vornamen haben und diese sogar in ihre Notengebung einfließen lassen.

Was hat das alles mit unserem heutigen Hochfest „Johannes der Täufer“ zu tun? Sehr viel, denn sein Name bedeutet so viel wie „Gott ist gnädig“. Sein Leben stand unter einem besonderen Stern.

Seine Eltern Elisabeth und Zacharias bekamen einfach keine Kinder bis … ja bis Gott eingriff.

Sein Name „Johannes – Gott ist gnädig“ spiegelt die ganze Leidensgeschichte eines kinderlosen Paares.

Dieser Name steht auch für die große Dankbarkeit Gott gegenüber, der sich gnädig zeigte und neues Leben schenkte. UND sein Name steht auch dafür, dass Zacharias und Elisabeth sich nicht dem Druck der Verwandten und der Familientradition beugten und ihm deswegen eben nicht den Namen Zacharias gaben.

Johannes‘ Eltern gaben ihm einen Namen mit großer religiöser Bedeutung. Sie bezeugten dadurch ihren Glauben an einen gnädigen Gott.

Auch das Datum des heutigen Festes, der 24.6., hat eine hohe Symbolkraft. Das Fest liegt sechs Monate vor dem Hl. Abend/Weihnachten, dem Fest, wo die Geburt Jesu Christi gefeiert wird. Diese Zuordnung ist aus dem Lukasevangelium (1,26–38) abgeleitet: Dort wurde es vom liturgischen Datum der Geburt Jesu her errechnet, nämlich drei Monate nach Mariä Verkündigung und sechs Monate vor Weihnachten. Dazu passend ergab sich für das Kirchenjahr zudem das heidnische Datum der Sommersonnenwende (21. Juni) sowie der Wintersonnenwende (25. Dezember).

Wie faszinierend ist es dann auch, diese Sonnwendfeste mit einer Aussage Johannes des Täufers in Einklang zu bringen, wenn er in Bezug auf Jesus sagt:

Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ (Joh 3,30).

Diese Worte bezog man auf die Sonne, da Jesus in der frühen Kirche im Symbol der Sonne gesehen wurde, weshalb auch die meisten Kirchen nach Osten, zur aufgehenden Sonne ausgerichtet sind. Aus diesem Grund wurden dann auch die heidnischen Sonnenwendfeuer zu Johannisfeuern, um die reinigende und energetisierende Kraft des Glaubens zu betonen.

All das und noch viel mehr will uns zeigen, dass Namen eben nicht wie „Schall und Rauch“ sind, dass sie helfen können, uns an Höheres, Kraftgebendes, Tragendes und Sinnstiftendes zu binden. Wer nämlich lernt, seinen „Karren an einen Stern zu binden“ (Leonarda da Vinci), wer also sein Leben mit etwas Höherem verbindet, der wird Blockaden überwinden und weiterkommen.

Es kommt darauf an, für welchen Stern man sich entscheidet. Johannes der Täufer war mit seinem Leben der Wegweiser zur Sonne, zu Jesus Christus. Wer sich an ihn und Jesus hält, dessen Leben wird leuchten. Amen.“

 

Christoph Kreitmeir ist geistlicher Begleiter sowie Impuls- und Ideengeber von PromisGlauben.

Mehr über ihn und seine Bücher gibt’s unter christoph-kreitmeir.de

Katholisch.de titelt zum aktuellen Papstbesuch beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK): „Papst: Einheit wichtiger als Eigeninteressen der Kirchen“. Denn Papst Franziskus hat mit einem Aufruf zur christlichen Einheit seinen Besuch in Genf begonnen und dabei mit Blick auf die Ökumene betont:

„Unsere Unterschiede dürfen keine Ausrede sein.“

Seinen Besuch stellte er unter das Motto: Gemeinsam unterwegs sein, beten und arbeiten. Dazu sagte er:

„Das ist der große Weg, den wir aufgerufen sind zu gehen. Der Weg hat ein klares Ziel: die Einheit.“

Jenseits von frommen Floskeln sprach Papst Franziskus Klartext und warnte vor dem Schutz von Eigeninteressen auch in der Ökumene.

Um der Einheit willen gelte es, eigene Zwecke aufs Spiel zu setzen, „die oftmals eng an ethnische Zugehörigkeiten oder überkommene Vorstellungen gebunden sind, seien sie mehrheitlich ‚konservativ‘ oder ‚fortschrittlich'“, so der Papst.

Weiter mahnte er in seiner Rede die getrennten Christen dazu, „in der Vergebung fortzuschreiten“.

Dies gehe nicht „mit der dröhnenden Gangart der Machtanmaßung, sondern mit jener, die dem Rhythmus eines einzigen Gebotes folgt: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst'“.

Für Kirchenspaltungen und frühere Misserfolge in der Ökumene machte Franziskus „weltliches“ Machtdenken unter Christen verantwortlich:

„Zuerst versorgte man die Eigeninteressen, dann jene von Jesus Christus“,

so der Papst. Auch Versuche in der Vergangenheit, diese Trennungen zu überwinden, seien „elend gescheitert, weil sie sich hauptsächlich an einer weltlichen Logik orientierten“.

Der Papst sprach von einer „heimtückischen Versuchung“ im Dialog der Kirche, „miteinander zu gehen, aber in der Absicht, irgendein Eigeninteresse durchzusetzen“. Franziskus nannte dies eine Logik „des Judas, der zusammen mit Jesus wandelte, aber zum eigenen Vorteil“.

Ökumene könne nicht gelingen, wenn man das Eigene retten wolle,

argumentierte Franziskus. Wer Christus nachfolgen wolle, müsse „mit heiliger Hartnäckigkeit den Weg des Evangeliums wählen und die Schleichwege der Welt ablehnen“.

Weiter betonte der Papst:

„Wie Jesus selbst lehrt, bringen nicht diejenigen, die anhäufen, im Weinberg des Herrn Frucht, sondern diejenigen, die dienen und der Logik Gottes folgen, der weiterhin schenkt und sich selbst schenkt.“

Dies sei eine „österliche Logik, die einzige, die Frucht trägt.“

Quellen: katholisch.de und pro-medienmagazin.de

 

Überdies hat sich Papst Franziskus an anderer Stelle aktuell für das Gottesbild eines „liebenden Vaters, der sich um seine Kleinen kümmert und sie vor der Selbstzerstörung bewahren will“. Gott sei niemand, der zwingt und verbietet.

Dabei hob Franziskus hervor, dass Gott den Menschen stets die Freiheit der Entscheidung lasse und sagte:

„Jesus ist das Wort des Vaters, nicht die Verdammung des Vaters“.

Die Zehn Gebote seien in diesem Sinne Mitteilungen eines guten Vaters, „Gott kommuniziert mit uns und wartet auf unsere Antwort“, so Franziskus.

Weiter formulierte er abermals drastische Worte für das personifizierte Böse. Es sei der Teufel, der versuche, uns das vorzugaukeln, dass Gott reglementierend und einengend sei.

Quelle: katholisch.de

Papst Franziskus hat Christen davor gewarnt, schlecht über ihre Glaubensgeschwister zu sprechen. Laut Vatican News sagte er am vergangenen Samstag bei einer Audienz für Theatiner-Schwestern im Vatikan:

„Es ist hässlich, in einer Familie schlecht von anderen zu sprechen. Es ist hässlich…“

Bei Streitigkeiten hat Papst Franziskus eine originelle Lösung parat und sagt:

„Aber es gibt ein Gegenmittel, eine sehr gute Medizin dafür: Sich auf die Zunge beißen!“

Diese schwelle dann vielleicht an, aber sie rede nicht schlecht über andere. „Probiert es aus!“, so der Papst. Wichtig sei das „Zeugnis des geschwisterlichen Zusammenlebens“.

Weiter betonte Papst Franziskus,

dass die Welt von heute zudem „Zeugen der Transzendenz“ brauche.

Es seien Menschen vonnöten, die wirklich den Worten Jesu entsprächen und „Salz der Erde“ und „Sauerteig“ seien. Neben den Menschen, die materiell arm seien, gebe es auch viele, die den Sinn des Lebens verloren hätten, „deren Herzen hungern und dürsten nach lebendigem Brot und lebendigem Wasser“. Viele von ihnen versuchten ihren Hunger und Durst mit Illusionen zu löschen.

„Sie folgen Lichtern, die kein Leben geben, Lichtern, die nicht leuchten.“

Diese Menschen warteten – selbst wenn sie es gar nicht wüssten – auf die Begegnung mit Jesus, so Papst Franziskus.

Quelle: katholisch.de

Unser geistlicher Begleiter Pater Dr. Peter Uzor aus Nigeria, den die Zeitung Die Welt als „froher Pfarrer in Bayern“ betitelte, ist Pfarrer im nördlichen Franken in der Pfarrei St. Otto Ebersdorf bei Coburg.

Am gestrigen Sonntag legte er im Gottesdienst in der 5000-Seelen-Gemeinde Sonnefeld nahe der thüringischen Landesgrenze das Gleichnis vom Senfkorn (Mk 4,26-34) unter dem Motto „Die kleinen Anfänge schätzen“ aus. Die rund 100 Gottesdienstbesucher und Bürgermeister Michael Keilich waren sichtlich berührt von dieser kurzweiligen und inspirierenden Predigt.

Hier die Impulse und Gedanken, die Pater Peter mit dem Gleichnis vom Senfkorn verband und die Zuhörer ermutigte mit Liebe in kleinen Schritten voranzugehen, um Großes entstehen zu lassen. Er sagte:

„Kafarnaum ist ein Kaff. Ein Dorf, ein winziger Flecken am See Genezareth. Weit entfernt von der religiösen Metropole Jerusalem. Und noch weiter entfernt von der Hauptstadt des römischen Weltreiches. In diesem Kaff in der Provinz sammelt ein umherziehender Zimmenmannssohn Menschen um sich und beginnt von einer neuen Welt zu reden, vom Anfang der Gottesherrschaft in dieser Welt. Und er erzählt von einem winzigen Korn, das zum großen Baum wird. Üppig wachsend, für allerlei Wesen Zuflucht gebend.

Wer heute, fast zweitausend Jahre später, am See von Galiläa sitzt, hoch im Norden Israels, und vom Berg der Seligpreisungen auf den See hinabschaut und auf die großen Zeitläufe der Geschichte schaut, der kann ins Staunen kommen.

Was für eine Geschichte ist aus diesem kleinen Anfang vor 2000 Jahren geworden? Wie viele Menschen sich auf diesen Jesus berufen? In wie vielen Sprachen seine Botschaft übersetzt ist? In wie vielen Religionsgemeinschaften und Kirchen er verehrt wird?

Es ist kaum zu fassen, was aus diesem kleinen Anfang geworden ist. Wie viel Heil und wie viel Unheil von diesem Anfang ausgegangen ist. Wie viel Lebendigkeit, wie viel Hoffnung und Freiheit, aber leider auch: wie viel Enge und Zwang, wo der große Baum keinen Platz für die Vögel des Himmels bot. Wo die Christenheit sich in Ausgrenzung und Geschwisterkampf verstrickt hat. Wo sie sich aufblähte, ihr Wachstum mit aller Macht sichern wollte und ihren kleinen Anfang vergaß:

die Geschichte des Zimmenmannssohnes Jesus aus Nazareth.

Der alles von Gott erwartete. Von seiner Verheißung und seinen ungeahnten Möglichkeiten, die kaum zu fassen sind.

Sonnefeld ist kein Kaff, aber doch nicht der Nabel der Welt. Wir sind weder in Berlin, Washington noch Rom. Wir sitzen nicht an den Schalthebeln der Macht und die wenigsten von uns werden in die Geschichtsbücher eingehen. Welche Bedeutung hat das, was wir hier in unserem Alltagsleben, an unserem Ort oder in unserer Gemeinde anfangen? Wenn wir unsere kleinen Anfänge für vergeblich und unbedeutend halten, lassen Sie uns diese Erzählung Jesu als Ermutigung hören.

Wir können und müssen nicht wissen, was aus dem wird, was wir mit Liebe gesät haben.

Teresa von Avila sagte einst:

‚Der Herr sieht nicht so sehr auf die Größe der Werke, als auf die Liebe, mit der sie getan werden.‘

Lassen Sie uns die kleinen Anfänge schätzen, sie dankbar erinnern und dem trauen, was durch uns zum Leben kommen will. Ohne dass wir ganz genau wissen wie.

Jesus ermutigt uns zu mehr Geduld und Gelassenheit. Wir müssen nicht alles aus eigener Kraft und alleine tun, nicht ängstlich um den Erfolg bemüht sein, sondern dürfen – wie der Sämann – gelassen auf das Aufgehen der Saat hoffen. Mit ‚leidenschaftlicher Geduld‘ dürfen wir auf die Kraft Gottes vertrauen, der unsere kleinen Schritte zum Erfolg führt. Amen.“

Unser geistlicher Begleiter, Pfarrer Christoph Kreitmeir, liefert auf katholisch.de spannende Gedanken und Impulse zum heutigen Sonntagsevangelium, in dem Jesus das Reich Gottes mit einem Senfkorn vergleicht.

Dort betont Kreitmeir, dass uns Jesus seit gut 2000 Jahren mit Gleichnissen einen Blick in die verborgene Welt des Reiches Gottes gewährt und dabei, wie etwa mit dem Wachsen des Senfkorns, oft das Wirken der Natur aufgreife. Das Reich Gottes, das sich durch Barmherzigkeit, Güte und Liebe auszeichne, sei ganz anders als die Reiche all der irdischen Herrscher und habe auch andere Erfolgsrezepte.

Der Autor und Seelsorger glänzt bei der Auslegung vom „Senfkorn-Gleichnis“ mit Sätzen wie:

„Die verborgene, geheimnisvolle und wirkmächtige Kraft der Natur ist wirklich ein gutes Gleichnis für die verborgene, geheimnisvolle und wirkmächtige Kraft des Reiches Gottes mitten in unserem Alltag.“

Oder:

„Einmal in Bewegung gesetzt – und wenn auch nur so klein wie ein Senfkorn – wächst das Wirken Gottes heran und ‚treibt große Zweige‘.“

Und:

„Der Begriff ‚Reich Gottes‘ bezeichnet in der Bibel seit jeher das dynamische Wirken Jahwes in der Welt, in der sich Gottes Willen durchsetzt.“

Sowie:

„Die Zeichen der Zeit stehen auf Veränderung, auch wenn heutige Mächtige eher rückwärts steuern.“

Die sehr lesenswerte und kreative Auslegung gibt’s unter katholisch.de

Das heutige Sonntags-Evangelium nach Markus (Mk 4,26-34) gibt’s zum Nachlesen hier

Mehr vom Autor gibt’s unter christoph-kreitmeir.de

Am heutigen Donnerstag startet der Film „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ bundesweit in den Kinos mit der Kernaussage:

Ein Mann, ein Wort. Man nimmt Franziskus ab, was er sagt.

Die Dreharbeiten zogen sich über zwei Jahre hin. Der Regisseur Wim Wenders hat Hunderte von Fragen formuliert und gebündelt und Archivmaterial gesichtet. Vier lange Interviews mit Papst Franziskus machen den Kern des Films aus: In ihnen antwortet er auf aktuelle Fragen zu globalen Themen, spricht über Reformen in der Kirche und tritt für Zärtlichkeit und Menschlichkeit gegen eine sich breitmachende „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ ein, mit der sich viele einfach abfinden.

Eine ausführliche Rezension von Andreas R. Batlogg gibt’s unter katholisch.de

Eine Kurzrezension zum Kinostart gibt’s unter bild.de

Und hier zur Einstimmung – der Trailer zum Film

Am Freitag feierten Christen weltweit das Herz-Jesu-Fest, das am heutigen Sonntag an vielen Orten nachgefeiert oder ein zweites Mal gefeiert wird, da es ein Hochfest ist.

Denn:

Auf das Pfingstfest folgen drei Feste, die uns die Augen für die Größe Gottes öffnen:

Das Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit stellt uns Gott als den vor, der unser Begreifen übersteigt.

Das Fest Fronleichnam zeigt uns Gott als den, der mit uns geht und sich selbst uns zur Speise gibt.

Das Fest des Heiligsten Herzens Jesu trifft uns mitten ins Herz mit seiner Botschaft der alles verwandelnden Liebe unseres Herrn und Gottes. Es fordert uns heraus, auf seine Liebe und Zuwendung zu antworten.

 

Die Gedanken und Impulse vom Autor und Seelsorger Christoph Kreitmeir zu den christlichen Hochfesten sind mittlerweile ein fester Bestandteil vom Projekt PromisGlauben geworden.

Zum aktuellen Herz-Jesu-Fest betont Christoph Kreitmeir die lebenserfüllende Beziehung zu Jesus und schreibt:

 

Wir kennen sie, die klassischen Herz-Jesu-Darstellungen. Sie stammen aus einer vergangenen Zeit und oft kommen sie uns Heutigen etwas kitschig vor. Heute kann man das Herz Jesu oder das Herz Mariens auf T-Shirts sehen, aber:

Die eigentliche und originellste „Herz-Jesu-Darstellung“ ist und bleibt das Kreuz mit dem Leib des Herrn.

Es ist und gehört weltweit zu den „Markenzeichen“ der Christen. Im Kreuz erkennt der Christ die besondere Zuneigung, das besondere „Herz Gottes“ zu den Menschen.

In vielen älteren Haushalten finden sich noch die klassischen „Herz-Jesu-Darstellungen“, welche im 19. Jahrhundert und beginnenden 20. Jahrhundert zahlreich gedruckt und verbreitet wurden. Das Herz Jesu ist auf diesen Bildern groß dargestellt. Von ihm gehen Strahlen aus. Für Generationen von Menschen bildeten diese Darstellungen eine besondere Beziehung zum Gottessohn, sie waren also viel mehr als nur ein schöner Hausschmuck.

Neuere ähnliche Darstellungen gibt es auch heute. Eine hängt auch in meiner Wohnung. Sie zeigt Jesus, von dessen Herz Strahlen ausgehen. Darunter steht:

„Jesus, ich vertraue auf Dich!“

Diese Darstellung geht auf die Visionen der hl. Schwester Faustyna Kowalska aus Krakau zurück und ist mittlerweile als Bild in vielen Kirchen weltweit zu finden.

Das Herz-Jesu-Fest. Im Zentrum steht das Herz Jesu. Was aber ist das Herz? Dieser Muskel, der Tag ein, Tag aus Blut durch den Körper pumpt und dadurch lebenserhaltend arbeitet? Wenn wir daran denken, fällt uns vielleicht der Herzinfarkt ein, den viele Zeitgenossen aus verschiedensten Gründen erleiden müssen. Oder wir denken an das „Herzklopfen“ bei Aufregung oder Angst. Ein „Herzstechen“ ist uns auch bekannt; auch sinnbildlich bei schweren Schicksalsschlägen.

Herzen können auch gebrochen werden, sie können zerbrechen.

Wie kann man mit einem Herzen leben, das zerbrochen ist?

Ich glaube, dass nur die Liebeswunden Gottes unsere Wunden heilen können.

Menschliches Leid wird von göttlichem Leiden erlöst. Meine Zerbrochenheit wird durch seine Zerbrochenheit am Kreuz geheilt. Vielleicht geht die Liebe Gottes besser in unser Herz, wenn es angeknackst, verletzt, zerbrochen ist?

Sind Mauern um unser Herz gebaut, kann die Liebe Gottes nicht durchdringen.

Ich glaube, deswegen lässt Gott oft das Scheitern und das Zerbrechen zu. Auch wenn ich die Zukunft nicht kenne, weiß ich doch, dass eines immer gilt: Es gibt kein Wachstum ohne Veränderung.

Und es gibt keine Veränderung ohne Hingabe und keine Hingabe ohne Wunden. Es gibt keine Fülle, ohne dass etwas zerbricht. Das Herz Jesu ist zerbrochen, damit wir Teil haben am Überfluss, am Göttlichem, am lebendigen Wasser, das aus seiner Seite geflossen ist und dessen Quelle niemals versiegt.

Unsere Wunden sind sicher aufgehoben bei IHM. ER ist denen nahe, die ein zerbrochenes Herz haben (Ps 34,18).

Die Leidenden und Zerbrochenen sind oft Gottes beste Leute. In der Bibel finden wir sehr viele Beispiele dafür: Hanna weinte bitterlich über ihre Kinderlosigkeit, Elia schrie zu Gott und bat ihn, ihm das Leben zu nehmen. David fragte seine Seele tausendfach, warum sie so mutlos sei. Gott tut Großes durch Menschen, die große Verletzungen erlitten haben. Welch ein Trost, welch eine Würde, welch ein Gott!

Das Herz-Jesu-Fest ist nicht nur ein bildreiches und historisches Fest, welches in einigen Ländern und Regionen besonders gefeiert wird, z.B. in Tirol. Dieses Fest hat vor allem mit dem einzelnen Menschen zu tun. Und es hat mit unseren Gottesbildern zu tun.

Wir glauben an einen Gott, der mitfühlen kann, der selbst gelitten hat, der für uns gelitten und Blut geschwitzt hat, der sich zerbrechen ließ, damit unsere Gebrochenheiten Heilung, Sinn und Gnade erfahren.

Jesus ist alternativlos der Beste!

Dieser Gott in Jesus Christus ist so groß, dass wir ihn uns auch auf diese Weise, als Herz, als „Lebensader“ vorstellen dürfen. Ein Gott, der sich uns schenkt. Ein Gott, der aber auch unser Herz, das mehr ist als nur ein Lebensmuskel, entzünden und erreichen will. Dieser Gott will uns aber auch Fragen stellen: nach dem „Woher“, „Wohin“ und „Wozu“ unseres Daseins, besonders dann, wenn der Einzelne lebensbedrohlich krank wird, wenn uns Schicksalsschläge treffen.

Ich möchte uns alle zu mehr Herz-lich-keit einladen, genährt vom Glauben an den Gott, der uns immer wieder neu Liebe ins Herz gibt.

Ich möchte nie vergessen, dass wir einen Arzt haben, der alle heilt, “deren Herz zerbrochen ist” (Jes 61,1). Der verwundete Heiler hat mit seinen Wunden für unsere Freiheit bezahlt. Mit seinem Kreuz schenkt er neue Hoffnung. Ihm sind Menschen, die im Stillen leiden, genauso wichtig wie alle, die unter schweren äußeren Umständen leiden.

Wir leben in einer herz-zerreißenden Welt. Aber:

Jesus ist der beste Arzt für jede Art von Herzensleid.

Dieselben Hände, die den Himmel geschaffen haben, das Himmelsgewölbe ausgebreitet haben, breiten auch auf meinem wunden Herz eine heilende Salbe aus. Er, der mit dem Hauch seines Atems Galaxien ins Dasein rief, haucht auch Heilung in die Seele der Verletzten.

Halte dich an das Herz Jesu, halte dich an die Liebe Gottes, dann hält dich die Liebe Gottes. Amen.

 

Autor: Christoph Kreitmeir, geistlicher Begleiter von PromisGlauben

Zum gestrigen 60. Geburtstag der Theologin Margot Käßmann erschienen im Pressewald viele Artikel und Interviews mit der ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau sprach Margot Käßmann, die Ende des Monats in den Ruhestand geht, auch über ihren persönlichen Glauben.

Auf die Frage, warum sie eigentlich an Gott glaube, antwortet sie, dass es dafür keine Begründung im Sinn einer Entscheidung gäbe, sondern:

„Mein Glaube ist entstanden – erst durch die Erziehung im Elternhaus, später dann durch eigenes Fragen und Nachdenken.“

Auf die Nachfrage, was da genau entstanden sei, sagt sie:

„Eine Lebenshaltung, die Jesus in dem Wort zusammenfasst, ‚du sollst Gott über alle Dinge lieben, und deinen Nächsten wie dich selbst‘.“

Und weiter:

„Das bedeutet für mich ein Verantwortungs- und Vertrauensdreieck: zu Gott, aus dessen Hand mein Leben kommt, aber ebenso zur Welt, in der ich lebe, zu den Mitmenschen und zu mir selbst.“

Im weiteren Verlauf des Gesprächs kristallisiert sich ein kritischer, aber interessiert fragender Interviewer heraus, der wissen, möchte, ob gläubige Menschen anderen etwas voraus haben, inwieweit ihr Glaube in Zeiten der Krebsdiagnose präsent war, wie das Glauben gehe, was es bringen sollte, täglich das ‚Vater unser‘ zu beten oder an welchen Orten man Gott auf die Spur kommen könnte.

Margot Käßmann formuliert sehr klar, dass der Glaube ‚Kind Gottes‘ zu sein eine Befreiung vom Druck gesellschaftlicher Normen sei. Weiter betont sie, dass gläubige Menschen gelassener mit der Endlichkeit des Lebens umgehen können, gerade in einer Gesellschaft, in der sie das Gefühl habe, dass alle vor dem Thema Tod und Sterben weglaufen würden. Diesem Thema musste sie sich im Lauf ihres Lebens insbesondere stellen, als sie eine Krebsdiagnose erhielt. Heute sagt sie, dass sie wenig Angst vor dem eigenen Sterben habe und weiter:

„Ich habe tatsächlich viele Menschen in großem Frieden sterben gesehen, die ihr Leben losgelassen und zurückgelegt haben in Gottes Hand.“

Auf die Frage, wie es denn nun gehe, an Gott zu glauben, antwortet sie mit Verweis auf Martin Luther: „Jeden Tag ein Vaterunser, und am Ende ein kräftiges ‚Amen‘ gegen deinen Zweifel.“ Das empfinde sie als einen sehr pragmatischen Rat.

Auf die kritische Anmerkung, was das bringen solle und dass das fast nach den Bußen, die Katholiken früher in der Beichte auferlegt bekamen wie Zehn Vater Unser und Zehn Ave Maria, bestärkt Margot Käßmann:

„Beten verändert etwas: Du siehst dein Leben nicht mehr nur aus der Warte der Egomanie, führst keinen ‚Ich, ich, ich‘-Monolog, sondern kommst in eine Gesprächsverbindung. Auf die Dauer entsteht eine Standleitung zu Gott.“

Wieder stellt dem Interviewer diese Antwort nicht zufrieden und er fragt mit „Aha. Und da antwortet auch jemand am anderen Ende der Leitung?“ weiter nach. Margot Käßmann erklärt dann darauf, dass es Situationen gäbe, in denen der Mensch seinem Herz folgt und verweist auf dem Bibelspruch „Folge dem, was dein Herz dir rät“ aus dem Buch Jesus Sirach im Alten Testament. Es gelte, mit dieser inneren Stimme zu rechnen, die einen klar werden lässt, was gut und richtig für einen selbst wie auch für die Welt sei. Weiter betont sie:

„Die meisten Menschen kennen diese innere Stimme, und ich glaube, es ist Gott, der da zu ihnen spricht.“

Manche würden diese Stimme vernehmen, dann aber in den Verdrängungsmodus übergehen, indem sie dann nicht so genau darauf hören.

Gott erfahren könne man zu, wenn man an einem idyllischen Platz zum Beispiel das Markus-Evangelium oder die Bergpredigt lese oder wenn man „in eine schöne, alte Kirche“ als einen „durchbeteten Ort“ gehe, „wo Menschen über Jahrhunderte hinweg ihr Leben Gott anvertraut haben“. Das nehme einen Menschen hinein „in eine lange, lange Tradition, die trägt“. Weiter könne man auch ein Kloster besuchen, das als ein Ort der Stille und des Rückzugs „unwahrscheinlich gut“ tue. Zusammenfassend sagt sie:

„Natur, Kirche, Kloster – da kommen Sie Gott ziemlich nah. Und natürlich begegnen wir Jesus Christus immer da, wo Hungrige gespeist, Kranke und Gefangene besucht, Fremde aufgenommen werden.“

So wie es im Matthäusevangelium stehe.

Das komplette Interview gibt’s auf der Homepage der Frankfurter Rundschau.

Gegenüber der Bild sagte sie, dass man in Sache Nächstenliebe Jesus auch nicht „weichspülen“ sollte. Dabei gibt sie zu, dass sie selbst auch nicht alle Menschen liebe und ergänzt:

„Die Nächstenliebe bleibt auch für mich eine tägliche Herausforderung.“

Aber es gebe Menschen wie Martin Luther King, die das durchgehalten haben. Auch wenn er kein perfekter Mensch gewesen sei, so sei er doch ein Vorbild. Dazu sagt sie weiter:

„Vorbildlich leben heißt nicht, keine Fehler zu machen.“

Man müsse aber mit Fehlern offen und verantwortlich umgehen.

Quellen: fr.de, bild.de und katholisch.de

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder kam am Freitag im Rahmen einer Privataudienz mit Papst Franziskus zusammen. Dabei standen politische Themen hinten an. Die halbstündige Audienz sei ein „religiöses und spirituelles Gespräch“ gewesen, sagte Markus Söder, der sich in letzter Zeit des Öfteren zu seinem christlichen Glauben bekannte und dabei die Beziehung zu Jesus betonte (wir berichteten).

Auch zum sogenannten Kreuzerlass, der am vergangenen Freitag in Bayern in Kraft trat, bekräftigte Söder im Rahmen der Audienz gegenüber Journalisten.

Es gehe „um das Bekenntnis, das man als Christ nach außen geben soll, auch um andere auch zu motivieren, christlich zu bleiben“.

Dies liege auch Franziskus am Herzen. Dass sein Besuch im Vatikan genau an dem Tag stattfand, an dem in Bayern der Erlass in Kraft trat, sei Zufall, sagte Söder. Sein Antrittsbesuch als Ministerpräsident sei langfristig geplant gewesen.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI., den Söder im Anschluss an die offiziellen Gespräche im Vatikan besuchte, habe den Kreuzerlass „ausdrücklich begrüßt“. Den früheren Papst habe er als geistig frisch erlebt und sich mit ihm über etliche Themen angeregt unterhalten, sagte Söder.

Während die bayerische Delegation ihrem Landsmann Papst Benedikt einen Geschenkkorb mit herzhaften Spezialitäten mitbrachte, erhielt Franziskus Süßigkeiten aus Bayern. Wie anwesende Journalisten berichteten, habe Franziskus spontan angemerkt:

„Wie, aus Bayern und kein Bier dabei?“.

Darauf habe er dem Papst zusagen müssen, ein Fass nachzuliefern, sagte Söder später vor Journalisten.

Quelle: katholisch.de

Unmittelbar nach dem deutsch-afrikanisches Bischofstreffen in Madagaskar, in dem die Bischöfe über Synergien für den Einsatz für eine gerechtere Welt berieten, betonte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gegenüber domradio.de den Einfluss, den Christen dabei haben können.

Auf die Frage, was die Kirche tun könne, um Politiker dazu zu bringen, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen, sagte Schick:

„Der große Einfluss, den wir haben, sind die Christen selbst. Sie können in der Politik, Wirtschaft und im Bildungsbereich Aufgaben übernehmen, die dann zu einer gerechteren Welt führen.“

Außerdem betonte er mit Blick auf eine gerechtere Welt die Gleichberechtigung von Mann und Frau und hob die Rolle der Frau hervor, ohne deren „aktive Mitwirkung“, die Entwicklung eines Landes nicht voran gehen könne.

Das komplette Interview gibt’s unter domradio.de

Am heutigen Donnerstag feiern katholische Christen das Fronleichnamsfest. In mehreren Bundesländern ist Fronleichnam gesetzlicher Feiertag. Im Mittelpunkt des Hochfestes zehn Tage nach Pfingsten steht die Einsetzung der Eucharistie, für Katholiken ein Realsymbol für die Gegenwart Christi.

Aufklärung darüber, warum dieses Fest nichts mit Leichen, aber dafür mit einer sehr lebendigen Prozession zu tun hat, gibt’s unter katholisch.de

 

Unser geistlicher Begleiter Christoph Kreitmeir bringt in seinen heutigen Gedanken und Impulsen eine indianische Legende mit der Bedeutung von Fronleichnam zusammen und mündet in ein gutes Wort, das Mutter Theresa uns geschenkt hat.

Er schreibt:

Die Bibel geht mit Selbstverständlichkeit davon aus, dass Gott, den „niemand je gesehen hat“ (Joh. 1,18), sehr wohl erfahrbar ist. Die Bibel sagt, dass die Welt eine theologisch-spirituelle Aussage hat, die wir verstehen können, ja dass es durchaus nicht unmöglich ist, in ihren Spuren zu lesen.

So heißt es im 19. Psalm: „Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament. Ein Tag sagt es dem andern, eine Nacht tut es der andern kund.“

Und ganz unbefangen erklärt das Buch Hiob (12,7-9): „Doch frag nur die Tiere, sie lehren es dich, die Vögel des Himmels, sie künden es dir. Rede zur Erde, sie wird dich lehren, die Fische des Meeres erzählen es dir. Wer wüsste nicht bei alledem, dass die Hand des Herrn dies gemacht hat?“

Unsere Welt ist durchlässig für die Wahrheit, die sich hinter Gottes Namen verbirgt. Die Natur ist transparent für ein uns entzogenes Geheimnis. Sie weist über sich selbst hinaus auf etwas, das nicht Natur ist und doch in ihr zur Erscheinung kommt. Doch wie bringen wir all dieses Glaubenswissen mit den Erfahrungen unseres modernen und technischen Weltbildes in Einklang?

Dazu schreibt Kreitmeir weiter:

Lassen Sie uns einen Versuch machen …

In einer indianischen Legende fragt ein junger Krieger den weisen Medizinmann: „Was muss ich tun, um Gott sehen zu können?“ Der Weise antwortet: „Wenn du die Sterne sehen willst, so geh hinaus in die Nacht. Willst du die Vögel hören, so setze dich unter einen Baum. Wenn du aber Gott anschauen willst, so geh auf die Straße, und schau die Menschen an.“

In dieser Legende wird viel über Gott ausgesagt. Wir können aber auch Aussagen über die Beziehungen des Menschen zu Gott aus dieser Legende herauslesen, wenn wir in den Sternen und Vögeln Hinweise auf Gott sehen.

Der Stern kann ein Wegweiser für die Reise unseres Lebens sein. „Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen“, sagen die Weisen aus dem Morgenland. Vielleicht ist bei der Formulierung von den Sternen in der Nacht auch die tiefere Wahrheit gemeint, dass viele Menschen Gott erst in Not und Leid entdecken.

Der Hinweis auf die Vögel, die in den Bäumen zwitschern, könnte bedeuten, wie sehr Gott uns auch aus der Natur anspricht, aus der Welt der Pflanzen und Tiere. Gott schenkt ihnen das Leben; so ist ihr Leben ein Zeichen für den lebendigen Gott.

Ganz besonders aber ‑ und das ist die eigentliche Aussage der indianischen Legende ‑ können wir Gott in unseren Mitmenschen erkennen.

Melden sich da aber nicht manchmal Zweifel an?

Sind es nicht die Menschen selbst, die so viel Böses, Unheimliches und Unmenschliches auf diese Erde bringen?

Spricht nicht aus ihren Augen oft Fanatismus und Hass?

Sind sie es nicht, die den Unfrieden in die Welt tragen?

Die mit ihrem Egoismus die Liebe Gottes verdecken?

Wie sollen wir in diesen Menschen Gott erkennen?

Die Indianergeschichte will uns sagen: Der dreifaltige Gott, dessen Fest wir heute an Fronleichnam feiern, ist nicht fern, sondern er lebt in unseren Straßen.

Da, wo sich das Leben von uns Menschen abspielt, ist er anwesend. Wenn Gott auch nicht in jedem Menschen sichtbar wird, so ist er doch in jedem gegenwärtig. Und deshalb bringt die kath. Kirche ihr Wertvollstes – das Allerheiligste – an Fronleichnam auf die Straßen der Menschen, mitten hinein in den Alltag.

Manchmal ist das Antlitz Gottes durch menschliche Schuld entstellt. Oft aber leuchtet es auf: in der Treue zweier Menschen zueinander, in der Hilfeleistung für einen Armen und Kranken, in der Versöhnung verfeindeter Menschen oder in der Hoffnung auf ein gutes Wort.

So ein gutes Wort hat uns Mutter Teresa geschenkt, die trotz aller Fehler der Menschen durch ihre Liebe zu Gott an das Gute glaubte:

Die Menschen sind unvernünftig, irrational und egoistisch. Liebe diese Menschen trotzdem.

Wenn du Gutes tust, werden dich die Menschen beschuldigen, dabei selbstsüchtige Hintergedanken zu haben. Tue trotzdem Gutes.

Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und wahre Feinde.
Sei trotzdem erfolgreich.

Das Gute, das du heute getan hast, wird morgen schon vergessen sein.
Tue trotzdem Gutes.

Ehrlichkeit und Offenheit machen dich verwundbar. Sei trotzdem ehrlich und offen.

Die Menschen bemitleiden Verlierer, doch sie folgen nur den Gewinnern.
Kämpfe trotzdem für ein paar von den Verlierern.

Woran du Jahre gebaut hast, das mag über Nacht zerstört werden. Baue trotzdem weiter.

Die Menschen brauchen wirklich Hilfe, doch es kann sein, dass sie dich angreifen, wenn du ihnen hilfst. Hilf diesen Menschen trotzdem.

Gib der Welt das Beste, was du hast, und du wirst zum Dank dafür einen Tritt erhalten. Gib der Welt trotzdem das Beste.

Letztendlich ist dann alles eine Angelegenheit zwischen dir und Gott.
Sowieso war es nie eine Angelegenheit zwischen dir und anderen.

Mutter Teresa hielt jeden Tag mehrere Stunden Anbetung vor dem allerheiligsten Sakrament. Sie wusste wohl warum, denn am deutlichsten erkennen wir Gott und seinen Geist in der Gestalt, der Botschaft Jesu und in seinem Sakrament der Eucharistie. In ihm ist Gott uns unbeschreiblich nahe.

Gott ist in unserem Leben gegenwärtig ‑ mit seinem Wohlwollen und mit seiner Liebe. Er ist in jedem Menschen, auch wenn er ihn nicht erkannt hat. Diese Gewissheit möchten wir nicht für uns behalten, sondern sie an unsere Mitmenschen weitergeben. Mutter Teresa will uns dazu ermutigen – trotz allem! Amen.

Autor: Christoph Kreitmeir

Was hat der Dreifaltigkeitssonntag mit Islam, Judentum, Buddhismus, Humanismus und Individualismus zu tun? Und was bedeutet Dreifaltigkeit?

Zum heutigen Dreifaltigkeitssonntag liefert unser geistlicher Begleiter Christoph Kreitmeir neben seiner Predigt, in der er dem dreifaltigen Gott auf die Spur geht, Impulse von u. a. Blaise Pascal und Gerd Theißen, die nachempfinden lassen, was das heutige Fest mit den Religionen des Westens, den Religionen des Ostens, dem Humanismus und mit jedem einzelnen von uns zu tun hat.

 

Der dreieinige Gott ist ein Gott ohne Grenzen

 

Der Glaube an Gott den Schöpfer verbindet die Religionen des Westens:

Der eine und einzige Gott

offenbart sich als Abhängigkeit im Islam, als Gesetz im Judentum,

als Liebe im Christentum.

Und ist doch in allen drei Religionen der Barmherzige,

der Ursprung der Gebote,

der Schöpfer des Himmels und der Erde.

 

Der Glaube an den Heiligen Geist verbindet mit den Religionen des Ostens:

Der Geist wohnt in den Menschen

und wird mit ihnen eins:

Der Geist schafft aus dem Nichts.

Leben im Geiste ist Mystik des Nichts.

Der Geist schafft Harmonie mit dem Kosmos.

Leben im Geiste ist Mystik des Seins.

Östliche Mystik ist Erfahrung des Geistes.

 

Der Glaube an Jesus als menschgewordenen Gott verbindet mit dem modernen Humanismus.  

Der Mensch wurde in Jesus

zur Wohnstätte Gottes,

damit die Menschwerdung aller Menschen gelingt.

Alles, was sinnvoll ist,

verwirklicht sich zwischen Geburt und Grab.

Die Menschwerdung Gottes ist Gottes Humanismus.

(Gerd Theißen)

 

Blaise Pascal

„Es gibt ein Vakuum geschaffen von Gott im Herzen eines jeden Menschen, das von keinem Geschöpf gefüllt werden kann, sondern nur von Gott, dem Schöpfer, der durch Jesus bekannt gemacht wurde.“

 

Mehr Gedanken und Impulse zum Dreifaltigkeitssonntag gibt’s unter

christoph-kreitmeir.de

 

In seiner heutigen Predigt geht Pfarrer Kreitmeir dem Geheimnis zur Dreifaltigkeit nach. Hier sind seine Gedanken zum Dreifaltigkeitssonntag im Wortlaut:

Der christliche Glaube hält sich an den Einen Gott. Dennoch scheint er in der Bibel irgendwie „eingeteilt“ zu sein in Vater, Sohn und Heiligen Geist. Wie ist das zu verstehen?

Das Alte Testament ist da unmissverständlich: „Höre, Israel! Jahwe, unser Gott Jahwe ist einzig.[1] „Einer ist Gott.“[2] Oder auch: „Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.“[3] Gott ist nicht aufgeteilt in verschiedene Wesen, von den jedes für einen ganz bestimmten Bereich zuständig wäre: für Wetter, Gesundheit oder Geld beispielsweise. Das wäre ein zutiefst nichtchristliches Denken.

Und doch stehen an anderer Stelle in der Bibel drei verschiedene „Titel“ nebeneinander. So soll „auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ getauft werden[4], und in einem Segensgruß schreibt Paulus: „Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.“[5] Also doch drei verschiedene …. – was eigentlich?

Im Lauf der Kirchengeschichte ist immer wieder versucht worden, dieses Geheimnis zu umschreiben. Jede Umschreibung wird das Geheimnis selber stehen lassen müssen, welches lautet:

Gott ist Einer, aber er hat sich auf drei verschiedene Weisen gezeigt.

Am Aufbau der Bibel als Ganzer lässt sich das deutlich machen. Das Alte Testament beginnt ganz weit geöffnet bei der Schöpfung. Mit dem Volk Israel dann handelt Gott im engeren Rahmen der Geschichte, und inhaltlich endet dieser erste Teil der Bibel mit der Erwartung des Messias. Alles wird auf den einen Punkt konzentriert.

Jesus ist für uns Christen dieser erwartete Messias (auf Griechisch: „Christus“), der vom Vater „Gesalbte“, der beauftragte Sohn.[6] Er führte seinen Auftrag aus, bis zum Tod am Kreuz,[7] dem entscheidenden Dreh- und Angelpunkt der Erlösung. Mit der Auferstehung Jesu Christi geht die Geschichte Gottes mit den Menschen wieder ganz weit auf.[8] Der Weg ist frei, dass Gott nun alle Menschen zu sich ruft und ihnen Jesus als Erlöser vor Augen hält.[9] Diese „Wirkungsweise“ ist der Heilige Geist.

Vernünftig bringt das kein Mensch nebeneinander, denn die Vernunft kann Gott gegenüber nie das letzte Wort haben. Es bleibt ein Geheimnis. Geschichtlich verstanden, als Hintereinander, wird es nachvollziehbar. Und doch handelt jedes Mal ein und derselbe Gott. „Gott ist Einer!“ Ja, er war schon immer Einer – in dreien. Denn bereits im Alten Testament spricht er von sich selbst in der Mehrzahl: „Lasset uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich“. Oder: „Siehe, der Mensch ist geworden wie wir; er erkennt Gut und Böse“.[10]

Der Begriff „Dreifaltigkeit“ ist ein Versuch, unseren Glauben an den guten, allgegenwärtigen und allumfassenden Gott ein Stückweit begreiflicher zu machen.

Wo die Vernunft nicht weiterkommt, da können Symbole und Bilder helfen.

Jedes einzelne Bild hat für sich genommen natürlich seine Grenze, aber es kommt dem Geheimnis auf andere Weise näher als Begriffe und Worte. Sie können das Geheimnis umschreiben helfen, dass der eine ewige Gott sich auf die Erde hinuntergebeugt hat und weiterhin erfahren werden kann.

 

 Vater  Sohn  Heiliger Geist
 Architekt  Baumeister  Handwerker
 Quelle  Flussbett  Wasser
 Kraftwerk  Elektrische Leitung  Strom
 Initiator  Management  Ausführung, Begabung
 Ziel  Weg  Begleiter

 

Wir Christen maßen uns nicht an, die göttliche Realität endgültig definieren oder begreifen zu können. Wir bezeugen aber, dass wir an einen Gott glauben, der uns nahe ist, der uns in Jesus begegnet und der uns mit seinem guten Geist begleitet.

Wir glauben an einen Gott der Beziehung, einen Gott, der sich uns mitteilt, trotz seines Ganz-Andersseins. Und wir glauben an einen Gott, den wir erfahren können, trotz unserer Begrenztheit. Gott sei Dank! Amen.

 


[1] Dtn 6,4 

[2] 1. Tim 2,5 

[3] Jes 44,6 

[4] Matth 28,19

[5] 2. Kor 13,13; ähnlich auch Eph 1,17 und 4,4-6; Gal 4,6

[6] Joh 1,1-3; Joh 14,9-11 

[7] Phil 2,8 

[8] Phil 2,9-11; 

[9] Röm 1,1-7 

[10] Gen 1,26 und 3,22

Links, feministisch, kirchenfern – danach suchten die Macher eines Internetprojekts der katholischen Kirche und fanden die Journalistin Valerie Schönian, die für dieses Internetprojekt einen Priester ein Jahr lang durch den Alltag begleitete. Von Mai 2016 an teilte sie den Alltag mit Franziskus von Böselager, einem Kaplan in Roxel bei Münster für ein Jahr. „Valerie und der Priester“ hieß das Projekt. Nun hat Valerie Schönian ein Buch mit dem Titel „Halleluja“ geschrieben über ihren Versuch, den Glauben und die Institution Kirche zu verstehen. Darüber sprach sie nun aktuell im Deutschlandfunk. Heute steht sie dem Glauben weitaus weniger skeptisch gegenüber als vor dem Projekt und befindet, dass es besser sei, Halt bei einer Kirche zu finden als in der AfD.

Im Interview mit Christiane Florin sagt Valerie Schönian, die evangelisch getauft und konfirmiert wurde, dass Gott darüberhinaus in ihrem Leben keine Rolle gespielt habe und sie über den Glauben nicht weiter nachgedacht habe, ihn eher für irrational gehalten habe. Als sie dann den Anruf für besagtes Projekt erhielt, war ihr erster Gedanke:

„Wie irre, da werden Menschen heutzutage tatsächlich noch Priester! (…) Als ich dann (…) gesehen habe, was die machen, dass die jeden Tag diese Hostie wandeln und glauben, dass das der Leib Christi ist – dann habe ich am Anfang tatsächlich gedacht: Wow, das ist irre.“

Was sie von Anfang an bei der Teilnahme an der Eucharistie gefesselt habe, „war die Zärtlichkeit von Franziskus, die bei diesem Akt in seinem Blick liegt, was das alles ausgestrahlt hat“.

Und weiter:

„Mittlerweile sehe ich nicht, hinterfrage ich nicht mehr, ist da jetzt Jesus in diesem pappigen Plätzchen oder in dieser Hostie? Sondern ich sehe einfach, dass da hunderte Menschen stehen, die diese Gemeinschaft feiern und ihren Glauben feiern. Das hat mittlerweile etwas Anziehendes. Ich glaube, dass die Katholiken und Christen – oder Gläubige allgemein – nicht irrationaler sind als die meisten von uns.“

Das erste, woran sie vor dem Projekt über die katholische Kirche gedacht habe, war „eben auch Tebartz-van Elsts Missbrauchsskandal und der Umgang mit Frauen“. Darüber müsse auch geredet werden, aber:

„Trotzdem gibt es auch noch mehr, und wenn daran jetzt auch gedacht wird durch dieses Projekt, kann ich damit leben.“

Mehr über das, was in einem Menschen passiert bzw. was Valerie Schönian erfahren hat, als sie sich ein Jahr auf den Glauben eingelassen hat, gibt’s im Interview unter

deutschlandfunk.de

Beim 20. Fest der Jugend der Loretto-Gemeinschaft am Pfingstwochenende feierten 10.000 junge Menschen Jesus und erlebten die Kraft des Heiligen Geistes. Wir von PromisGlauben waren dabei und sahen, wie der Salzburger Dom aus allen Nähten platzte.

Die Salzburger Nachrichten berichten den Nagel auf dem Kopf treffend:

„Fetzige Musik, grelle, kunterbunte Lichteffekte und dazu tausende junge Menschen, im Gebet versunken und wie von dieser Welt entrückt. Der Salzburger Dom präsentierte sich am Pfingstwochenende von seiner jungen und frischen Seite.“

Neben den 10.000 Teilnehmern vor Ort gab es zusätzlich über Facebook, Youtube, die Radio- und Fernsehübertragung nach Auskunft der Organisatoren rund eine Million Kontakte.

Diese erfreuliche Entwicklung fordert den Veranstalter des Events, die Loretto-Gemeinschaft mit Georg Mayr Melnhof an der Spitze, für die Zukunft heraus. Für das Pfingsttreffen im nächsten Jahr werde der Domplatz noch besser genützt, indem ein weiteres Zelt aufgestellt und eventuell auch noch zwei Kirchen zusätzlich genutzt werden sollen, so Mayr Melnhof. Und weiter betont er:

„Ich glaube, dieses jugendliche Gesicht tut Salzburg sehr gut.“

Begonnen hat alles im Jahr 2000 mit gerade einmal 100 Teilnehmern des Kongresses, der damals in der Großen Aula in der Universität abgehalten wurde. Der stetige Zuwachs könnte nun dazu führen, dass ein Ortswechsel angedacht werden muss. Aktuell werde Ausweichen auf das Stadion oder das Messezentrum jedoch nicht in Erwägung gezogen. Aus der Altstadt wolle man auf gar keinen Fall raus.

Die derzeitige Teilnehmerzahl von „8000 plus“ könne man gut händeln, ohne die Infrastruktur in der Stadt zu sprengen.

Wir von PromisGlauben waren mit einem Teil unseres Teams am Pfingstsonntag vor Ort und sind vom Erlebten überwältigt. Nach dem bewegenden Hochamt zu Pfingsten mit Erzbischof Franz Lackner im rappelvollen Dom und einer ermutigenden Katechese von Bernadette Lang am Nachmittag, erlebten wir am späteren Nachmittag bei Lobpreis und Gebet um den Heiligen Geist, wie viele Jugendliche im Dom ein tiefes Ja zu Jesus sagten, um ihr Leben mit Blick auf ihn zu führen. Danach wurde im Dom zu Lobpreis-Songs „gerockt“, die von der phänomenalen Loretto-Band vorgetragen wurden. Anschließend ging es noch hoch zur Festung, wo zum Sonnenuntergang für Stadt und Land gebetet wurde und der Erzbischof „Gedanken zum Sonnenuntergang“ lieferte und die Teilnehmer den Tag abschließend segnete.

Wir erlebten junge Menschen, die friedlich und voller Freude feiern, mit Franz Lackner einen Erzbischof, der offen für die Zeichen der Zeit ist und mitfeiert, mit Georg Mayr Melnhof, einen leidenschaftlichen Organisator, der für die Sache Jesu brennt, und nicht zuletzt spürbar erlebbar die Kraft des Heiligen Geistes!

Loretto-Salzburg – Wir kommen wieder! Ein fettes „Weiter so!“

Quellen: sn.at , katholisch.de und festderjugend.at

Autor: Markus Kosian

 

Hier das offizielle Video zum Song „ALLES WAS ATMET“ der Loretto-Lobpreisband