Fußballtrainer Michael Köllner ist am Ziel angelangt und hat vor kurzem mit dem 1. FC Nürnberg den Aufstieg in die 1. Fußballbundesliga geschafft. Als er vor über einem Jahr den Club übernahm, war damit nicht zu rechnen. Orientierung und Kraft zieht Michael Köllner aus dem Glauben an Gott. Im bevorstehenden Urlaub begibt er sich mit seiner Frau auf die Spuren Jesu.

Als er Anfang März 2017 Trainer des 1. FC Nürnberg wird, ist die Überraschung bei Michael Köllners Mutter groß, die diese Nachricht zunächst von einer Freundin erfahren hatte, wie onetz.de berichtete. Aber sie kann ihren Sohn nicht erreichen. Erst Stunden später, kurz vor Mitternacht, kommt eine SMS zurück. Darin schrieb Michael Köllner:

„Danke Mutti. Mit Gottes Segen schaffe ich das schon.“

So wie seinen Dialekt versteckt Michael Köllner seinen Glauben auch nicht in der Öffentlichkeit. So schreibt Sportredakteur Josef Maier auf o-netz.de nach dem Aufstieg des 1. FC Nürnberg, dass es neben diesem Erfolg eine „Meisterleistung“ sei, dass sich Michael Köllner nicht verändert habe. Und weiter bemerkt Maier:

„Dabei versteckt er seinen Oberpfälzer Dialekt nicht. Seinen Glauben ohnehin nicht. Viele Gespräche mit ihm enden mit ‚So Gott will‘.“

In einem Interview zum Aufstieg mit o-netz.de sagte Köllner auf die Frage, was ihm beim Schlusspfiff nach dem Spiel in Sandhausen, als der Aufstieg feststand, als erstes durch den Kopf gegangen sei:

„Das war relativ undramatisch. Man dankt Gott dafür, dass man das erleben darf. Und dass das alles so ausgegangen ist.“

Nach dem Aufstieg gratulierte ihm neben dem Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Fuchsmühl auch sein Pfarrer.

Den anstehenden Urlaub mit seiner Frau nutzt er für eine ganz besondere Reise, die ihm schon lange am Herzen liegt. Dazu sagt der 48-jährige:

„Wir fliegen nach Jerusalem. Dann geht’s auch nach Nazareth und Bethlehem. Ein Urlaub auf den Spuren Jesu. Das wollten wir schon immer mal machen.“

Werte, die für ihn grundlegend sind, erwartet er auch von seinen Spielern. Denn nach seinem Verständnis braucht es mehr als das reine Fußballtalent, um heute im Profigeschäft erfolgreich zu sein. Dazu sagt er gegenüber der Bild-Zeitung, die zum Aufstieg eine „Aufstiegsserie Köllner“ brachte:

„Die Persönlichkeit eines jeden Spielers ist bei unserer Arbeit von entscheidender Bedeutung: Für unsere Art von Fußball brauchst du stets eine große mentale Stabilität.“

Michael Köllner zieht diese Stabilität aus seinem Glauben.

Quellen: o-netz.de und bild.de