Am Samstag lieferten sich Deontay Wilder und sein Kontrahent Tyson Fury einen spektakulären und denkwürdigen Box-Fight Tyson Fury um den WM-Gürtel im Schwergewicht. Der Kampf, der unentschieden endete, war ebenso spektakulär wie die Tatsache, das sich in diesem dramatischem Fight (Fury war eigentlich schon k.o.) zwei gläubige Christen gegenüberstanden, die ihren Glauben genauso offensiv bekennen wie sie im Ring fighten. In diesem Artikel widmen wir uns dem Glauben von Deontay Wilder.

In einem aktuellen Artikel mit dem Titel „So tickt K.o.-Maschine Wilder“ auf sport1.de gehen die Autoren auch auf den Glauben verbunden mit der christlichen Werteeinstellung von  Deontay Wilder ein. Über seinen Glauben sagt der 33-jährige Profi-Boyer:

„Ich bin ein sehr gläubiger Mensch, glaube von ganzem Herzen an Gott.“

Dieser ihn tragende Glaube hat auch Einfluss auf seine Werteeinstellung. So stand er bereits im Alter von 19 Jahren vor einer schwierigen Entscheidung, in der er Verantwortung übernehmen musste, als seine Freundin Helen schwanger wurde. Beim seinem noch ungeborenem Kind wurde die seltenen Krankheit Spina bifida diagnostiziert, eine Fehlbildung der Wirbelsäule, die zu erheblichen Gehproblemen führt und in zahlreichen Fällen auch zu einem Leben im Rollstuhl. Trotz dieser Schockdiagnose kam für ihn, geprägt durch die Haltung aus seinem Glauben, eine Abtreibung des Kindes nicht in Frage. Dazu betonte er:

„Jeder Mensch, der auf diese Welt kommt, hat das Recht auf Leben.“

Wilder, der damals eine Karriere als Football- oder Basketballprofi anvisierte, stellte seine eigenen Pläne hinten an und gab seinen Traum vom Profisportler vorerst auf. Um die Familie über Wasser zu halten und um vor allem die hohen medizinischen Kosten bewältigen zu können, machte er verschiedene Nebenjobs. Er schaffte es. Und tatsächlich geschah das Wunder. Nach riesigen Komplikationen und etlichen Operationen lernte seine Tochter Naieya zu krabbeln und zu laufen.

Danach startete Wilder seine Box-Karriere, zunächst als Amateur. Nach dem Gewinn der olympischen Bronze-Medaille wurde er 2008 Profi-Boxer und später Weltmeister im Schwergewicht.

Voller Dankbarkeit und mit Blick auf das, was seine Tochter durchgemacht hat, sagt er gegenüber dem Telegraph mit Blick auf sich:

„Wenn sie [seine Tochter] durch das ganze Leid und die Schmerzen gehen kann, dann ist das, was ich mache, leicht.“

Auch wenn er rund um das Boxgeschäft als enfant terrible mit oft fragwürdigen Äußerungen auftritt und als „Bad-Boy-Fighter“ gilt, scheint privat als Vater von sieben Kindern seine zarte und sensible Seite zur Geltung zu kommen. So sagte er:

„Ich küsse meine Kinder sechs- oder siebenmal am Tag. Sie sind alle Individuen. Ich liebe sie.“

Quellen: sport1.de und blick.ch