Die Ausstellung

Die von Markus Kosian seit 2010 kontinuierlich weiterentwickelte Ausstellung „Was Promis glauben“ wurde mittlerweile an über 50 Schulen präsentiert. Seit 2016 bereichern der Künstler Marek Nawrocki und der Lichtgestalter Alois Bock das Design der Ausstellung.

In der Ausstellung gibt es Profile von Sportlern, Fernsehstars, Popstars, Politikern, Journalisten, Wirtschaftsbossen und Wissenschaftlern zu sehen, in denen diese ihre Wertehaltungen zum Ausdruck bringen und berichten, was sie zu Glaube, Gott und Kirche denken und erfahren haben.

Die Auseinandersetzung mit Statements prominenter Persönlichkeiten motiviert Menschen sich mit ihrem eigenen Glauben, ihrem persönlichen Wertekompass sowie mit existenziellen Fragen wie „Was ist mir wirklich wichtig?“ oder „Wofür stehe ich ein?“ zu beschäftigen und sich darüber auszutauschen.

Hier siehst du ein paar Beispiele

Professor Dr. Claus Hipp

Claus Hipp versucht, das eigene Familienunternehmen nach den Grundsätzen christlicher Wert-vorstellungen zu führen. Dafür hat er eine Ethik-Charta entworfen, die sich an den Zehn Geboten der Bibel orientiert.

»Grundsätzlich reichen die 10 Gebote zur Führung einer Firma aus.«

»Es ist wichtig, am siebten Tag zu ruhen und Ruhe zu geben.«

»Der Glaube gibt Halt, er ist ein Akt des Willens und der Demut.«

»Der Glaube ist Basis des Lebens und oberste Richtschnur für alles, was ich mache. In all unserem Tun brauchen wir eine Orientierung nach oben.«

»Am Sonntag gehe ich in die Kirche, (…) Das ist mir auch ganz wichtig: Ich bin froh, wenn die Möglichkeit besteht, in der Früh’ in die Kirche zu gehen, damit der Sonntag mit dem Kirchgang beginnt. Denn das ist sicher der beste Anfang.«

»Der Umgang mit der Schöpfung setzt voraus, dass man einen Schöpfer anerkennt. Das ist sicher eine höhere Verpflichtung, als wenn wir das nur aus Marketinggründen machen würden.«

»Religiöse Werte sind Ausdruck langfristigen Denkens.«

»Mein unternehmerisches Handeln richtet sich an christlichen Grundsätzen aus. Das bedeutet für mich langfristiges Denken. Unternehmer sollten nicht einem auf zweifelhafte Weise zu erreichenden kurzfristigen Erfolg nachspüren. Meine Mitarbeiter möchte ich so behandeln, wie auch ich gern behandelt werden würde. Aber dabei müssen wir so handeln, wie ein Mensch, der sich auf Gott als höhere Instanz ausrichtet. Später einmal werden wir nicht daran gemessen, wie viel Geld wir angehäuft, sondern was wir damit angefangen haben und wie verantwortungsvoll wir damit umgegangen sind.«


Mit freundlicher Genehmigung von Claus Hipp 

Heiko Herrlich

Cheftrainer von Bayer 04 Leverkusen

Am 14. März 2001 lud Heiko Herrlich die Medien zum Gespräch. Er trat damit erstmals wieder an die Öffent-lichkeit, nachdem bei ihm im Novem-ber 2000 ein bösartiger Gehirntumor entdeckt wurde. Der damals 29-Jährige schilderte, dass der Tumor an einer Stelle im Mittelhirn wuchert, an der eine Operation gefährlich ist. Die bösartige Geschwulst reagierte aber empfindlich auf Strahlen – deshalb wendeten die Ärzte bei ihm die Strahlentherapie an. Nach sechs harten Wochen war der Tumor vernichtet. (…) Der genesene Stürmer dankte Familien, Freunden und Ärzten, einem aber im Besonderen:

»Aller Dank mündet zuletzt ein in den Dank an Gott, der mir solche Menschen an die Seite gestellt hat und mich durch diese Tage getragen hat. Durch ihn habe ich immer wieder neu Trost und Kraft und inneren Frieden erfahren.«

Die Medienvertreter wollten mehr über den Umgang mit der Krankheit wissen. Heiko schilderte, dass ihn zuerst Ängste und Zweifel angriffen. Ruhe gefunden habe er im Gebet. Und dies ging so weit, dass er die ersten Tage nach der Krebsdiagnose als »die glücklichste Woche meines Lebens« bezeichnete. Denn ihm sei klar geworden, dass jeder Tag zähle und nicht, ob er noch vierzig Jahre lebe. Nicht zu akzeptieren sei, dass man in schlechten Zeiten über Gott herzieht und ihn in guten Zeiten vergisst.

»Der Glaube ist mir das Wichtigste im Leben. Ich lebe diesen Glauben permanent aus, lasse ihn auch in meine Arbeit einfließen. Ich hinterfrage mich jeden Tag neu. Ich gehe auch oft in die Kirche. Ich war schon vor meiner Geschichte damals gläubig, diese Werte sind für mich elementar.«


Mit freundlicher Genehmigung von Heiko Herrlich

Giovanni di Lorenzo

Chefredakteur der Wochenzeitung »Die Zeit«

»Ich habe Angst davor, dass ein religiöses Bekenntnis als aufdringlich empfunden wird. Aber Kirche ist von meinem Leben nicht zu trennen.«

»Keine Botschaft der Menschheitsgeschichte ist wichtiger als ›Liebe deinen Nächsten und füge anderen nicht zu, was du selbst nicht willst‹. Wenn Sie so wollen, ist das der rationale Überbau, und darunter ist meine persönliche Suche nach dem Glauben.«

»Seit einigen Jahren habe ich zu Hause etwas lange Vergessenes wieder aufleben lassen: Vor dem Essen wird still gebetet, auch wenn Gäste da sind. Sehr oft ist das der schönste Moment des Tages.«

»Wenn 10 Millionen Bohlen gucken, heißt das für mich: 70 Millionen gucken ihn nicht. Das reicht mir als Zielgruppe.«


Mit freundlicher Genehmigung von Giovanni di Lorenzo