Im Interview mit dem Magazin der Steyler Missionare „Stadtgottes“ sprach der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, auch darüber, was einen gläubigen Menschen glücklich macht.

Zu seiner in vielen Interviews geäußerten Überzeugung, dass es keine bessere Grundlage für ein erfülltes Leben als die christliche Botschaft der Bibel gebe, erklärte Bedford-Strohm:

„Vieles, was Glücksforscher als die Kernpunkte eines glücklichen Lebens ermitteln, sind die Themen, die den Kern der biblischen Überlieferung ausmachen.“

So würden Glücksforscher Dankbarkeit, Vergebung und Hoffnung als Grundlage eines erfüllten Lebens nennen. Der Dank sei „eine zentrale Dimension des Betens. Die Dinge nicht als selbstverständlich anzusehen, sondern als Geschenk Gottes“. Weiter führt Bedford.Strohm erläuternd aus:

„Das Reden von Schuld und Vergebung prägt unsere christliche Tradition als etwas, was uns nicht klein macht, sondern der erste Schritt zur Befreiung ist. Nur wer auf die eigenen dunklen Seiten schaut, kann wieder frei werden: ‚Vergib uns unsere Schuld und wir vergeben unseren Schuldigern.‘ Paulus sagt: ‚Nun aber bleiben diese drei: Glaube, Hoffnung und Liebe.‘ Die Bibel lehrt uns, aus der Hoffnung leben zu lernen und nicht zu verzweifeln.“

Weiter betonte er, dass Christen mit mehr Begeisterung vom Glauben sprechen sollten, so dass andere davon berührt werden:

„Gerade in Deutschland, wo wir eher von einer Kultur der Nüchternheit geprägt sind, wäre es bestimmt ein Gewinn, wenn wir mehr Mut hätten aufeinander zuzugehen, begeistert vom Glauben zu sprechen und ihn zu erleben.“

Das komplette Interview, in dem Bedford-Strohm auch über seine großen Hoffnungen im Ökumeneprozess spricht, gibt’s unter stadtgottes.de