Der Chef von Europas größter Schuhhandelskette, Heinrich Deichmann, hält nichts von Ladenöffnungen im Einzelhandel an Sonntagen. Gegenüber der Zeitschrift Wirtschaftswoche sagte er aktuell, dass dies „wirschaftlich wenig bringen“ würde, da die Kunden dadurch ja nicht mehr einkaufen würden, sondern sie lediglich ihre Einkäufe verschieben.

Vielmehr sei es gut, dass es einen Tag in der Woche gibt, an dem die Arbeit für alle ruht, so Heinrich Deichmann, der Mitglied einer Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde ist. Und:

„Wenn das der Sonntag ist, umso besser. Dann können die Menschen in die Kirche gehen.“

Sein Unternehmen verkaufte im vergangenen Jahr 176,6 Millionen Paar Schuhe und machte in den knapp 4.000 Filialen mit rund 40.000 Mitarbeitern in 26 Ländern 5,8 Milliarden Euro Umsatz.

Sein christlicher Glaube bestimme auch sein unternehmerisches Handeln,

so Deichmann. Er verwies auf das von seinem Vater im Unternehmen Deichmann eingeführte Grundprinzip:

„Das Unternehmen muss den Menschen dienen.“

Für ihn heiße das,

„dass es jenseits von Umsatz und Gewinn einen tieferen Sinn gibt, dem wir folgen“.

Kunden und Mitarbeiter sollten von Deichmann profitieren, wie auch Menschen in Not. Diesem Anspruch gehen die Deichmanns seit vielen Jahren mit ihrer Stiftung ‚Wort und Tat‘ nach, die unter dem Motto „Gott liebt die Menschen, wir zeigen es ihnen mit Wort und Tat“ steht.

Quelle: idea.de