Foto: Sheldon (Shelly) Levy Buffalo, NY, USA, Tord Gustavsen, cropped, CC BY-SA 2.0

Der norwegische Jazz-Pianist Tord Gustavsen sprach aktuell im Deutschlandfunk über seine spirituellen und musikalischen Wurzeln. Dabei brachte der 48-jährige auch zum Ausdruck, dass er sich als liberaler, undogmatischer Christ versteht. Spirituell sowie auch musikalisch geprägt wurde er durch seinen Vater, der lutherischer Pastor im Raum Oslo war.

Gegenüber Deutschlandfunk beschreibt Tord Gustavsen deutlich und nachvollziehbar, wie Musik eine alles übersteigende, tiefste Realität sein kann und wie ähnlich die Erfahrung der Begegnung in der Meditation oder dem Gebet „mit dem Heiligen, mit der Kraft der Liebe oder mit Gott“ mit der „Begegnung mit der absoluten Schönheit in der Musik“ erlebt werden kann. Das unterstrich er u.a. in Sätzen wie:

„Für mich ist Klavier spielen ganz ähnlich wie eine Meditation oder ein Gebet. Es geht darum, sich für die Kräfte der Schönheit und der Transzendenz zu öffnen.“

Oder:

„Wenn Du tief genug meditierst, kannst du im Klang von tropfendem Wasser Gott finden.“

Zur instrumentalen Version des Bach-Chorals ‚Jesu, meine Freude‘ auf seinem letzten Album sagte er, dass diese „von tiefer Freude“ handle  „und davon, wie wir uns öffnen für die Kraft der Liebe im Universum – für die Liebe zu Gott in einer fast intimem Weise“.

Zur Essenz seiner persönlichen Spiritualität betonte er abschließend, dass diese sich ähnlich wie Musik nicht in Worte ausdrücken ließe und „von einem Geheimnis umgeben“ sei.

Und weiter:

„Es geht darum, sich diesem Geheimnis zu öffnen und im Angesicht des Lebens demütig zu sein.“

Den ausführlichen, sehr lesenswerten Artikel zur musikalischen und spirituellen Prägung von Tord Gustavsen gibt’s unter

deutschlandfunk.de