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Der Vatikan-Experte und Bestsellerautor Andreas Englisch beschreibt in seinem neuen Buch „Der Pakt gegen den Papst: Franziskus und seine Feinde im Vatikan“ mit welch immensem Gegenwind Papst Franziskus in seinem Umfeld umgehen muss. Dabei lässt Englisch durchblicken, dass das Kirchenoberhaupt dem aufgrund seines Glaubens standhält und sich an Jesus Christus ausrichtet.

Andreas Englisch berichtet seit nunmehr über 30 Jahren aus nächster Nähe über die römischen Päpste, hat u.a. den Rücktritt von Papst Benedikt vorhergesagt, als keiner auch nur daran gedacht hätte. In früheren Interviews betonte Andreas Englisch bereits, dass ihm die Stärke von Papst Johannes Paul II. beeindruckte und zum Glauben führte. Ebenso zeigt er sich nun von Papst Franziskus fasziniert. Im Interview mit dem Münchner Merkur (Ausgabe Freitag/Samstag/Sonntag, 2./3./4. Oktober 2020) erklärte der 57-Jährige erneut, dass er insbesondere durch die Glaubensstärke dieser beiden Päpste selbst zum Glauben fand. Dazu erklärte Englisch:

„Damals mit Johannes Paul II. in Polen, die Mauer stand noch, da sagte er: ‚Die Russen halten das nicht mehr lange aus‘. Spinnt der? dachte ich. Das Riesenreich mit Atomwaffen soll einknicken vor ein paar Katholiken? Aber als ich den festen Glauben der Polen sah, der den Osten mit ins Wanken gebracht hat – das war irre!“

Das Erleben dieser Ereignisse führte bei ihm zu folgender Gewissheit:

„Man hat das Gefühl, es gibt schon etwas, das diese Welt geschaffen hat. Glaube kann etwas bewegen! Jetzt bei Franziskus ist das auch wieder so.“

An Papst Franziskus imponiert ihm besonders, dass er mit der Botschaft des Evangeliums ernst macht, etwa in der Flüchtlingsfrage oder beim Thema Umgang mit der Schöpfung. Dazu betonte der Journalist:

„Man hat das Gefühl, ein wirklich guter Kumpel von Jesus ist im Vatikan eingezogen.“

Diese Ansicht teilte Andreas Englisch bereits im Frühjahr 2019 in der BR-Sendung „Die blaue Couch“ mit, wo er wörtlich sagte:

„Franziskus ist der beste Kumpel von Jesus.“

Im Interview mit domradio.de erklärte Andreas Englisch, dass Papst Franziskus genau wisse, wie weit er bei 2000 Jahren Tradition gehen könne. Was er in seinem Pontifikat bereits unternommen habe sei „so revolutionär, dass die katholische Kirche in ihrem Inneren und vor allem an der Spitze wirklich aufs Äußerste gespannt ist“, so der Vatikan-Experte.

So gäbe es im Vatikan auch nicht wenige Stimmen, die den Papst Scheitern sehen wollen, was nach Ansicht von Andreas Englisch auch „der wahre Grund“ sei, weshalb es in der katholischen Kirche  „immer wieder zu Skandalen kommt“.

In der neuen Enzyklika „Fratelli Tutti“ von Papst Franziskus geht es nun darum, das weltweite Verlangen nach Geschwisterlichkeit und sozialer Freundschaft zu fördern. In seinem Laden erlebe er aber „das genaue Gegenteil“. Englisch ist aber überzeugt, dass sich Franziskus gegen seine Feinde durchsetzen werde. Dazu betonte der Vatikan-Experte:

„Die Enzyklika hat noch einmal gezeigt: Der Papst hat die Nase voll. Er will nicht mehr sagen: Bitte, lasst uns vernünftig darüber reden. Er hat gesagt: Ich haue jetzt mal drauf und sage: Das ist unsere Position, ganz klar. Und solange ich am Leben bin, wird es auch dabei bleiben.“

Auch mit nunmehr 84 Jahren habe das aktuelle Kirchenoberhaupt „kein bisschen an Energie und Tatendrang verloren“, sondern sei sogar noch aktiver. Wie bei Papst Johannes Paul II. beeindruckt Andreas Englisch auch bei Papst Franziskus die Kraft aus dem Glauben, was er wie folgt zum Ausdruck brachte:

„Es ist unglaublich, wie dieser Mann mit einer solchen Kraft gegen diese Wahnsinns-Widerstände, auch gegen persönliche Beleidigungen, Unterstellungen und immer wieder gegen diese Enttäuschung, dass seine engsten Mitarbeiter ihn hintergehen, dass er dagegen einfach weiter macht.“

Und weiter:

„Er beißt die Zähne zusammen, und ich hoffe, dass das auch so bleibt.“

Mehr von Andreas Englisch über die Zusammenhänge im Vatikan gibt’s unter domradio.de

 

Hier ein Interview mit Andreas Englisch in der Talksendung „3nach9“ im Frühjahr 2018, wo er Papst Franziskus als „besten Freund“ von Jesus Christus bezeichnet und auch seine Wertschätzung für Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. zum Ausdruck bringt:

 

 

Anbei ein weiteres Interview mit Andreas Englisch bei „3nach9“ im Dezember 2016, das zeigt, wie spannend es sein kann, wenn das Gespräch über den Glauben, Fragen hervorruft: