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Im Interview mit der Zeitung Die Tagespost sprach die in Wien lebende koreanische Pianistin SoRyang über ihre Liebe zur Musik und Unterschiede zwischen Europa und Asien. Dabei erklärte sie, dass die koreanische Gesellschaft dringend Gott brauche und äußerte sich auch zu ihrem Glauben.

Dabei stellte SoRyang fest, dass die koreanische Gesellschaft aufgrund eines extremen Leistungsdenkens „sehr hart und grausam“ sei, was sich auch auf die klassische Musik in Asien auswirke, die nach immer mehr Perfektion strebe, wohingegen ihr die „Wärme“ fehle. Auch die Gesellschaft sei von dem extremen Konkurrenz- und Wettbewerbsdenken betroffen. Immer mehr Menschen in Asien sind ihrer Wahrnehmung nach „sehr unglücklich“, weshalb sich „immer mehr“ dem Glauben zuwenden würden. Dazu betonte sie:

„In Korea selbst gibt es viele Gläubige, vergleichsweise mehr als in Europa.“

Den Grund dafür sieht die Pianistin darin, dass „die Gesellschaft so herzlos geworden“ sei. Dazu erklärte SoRyang weiter:

„Sie brauchen Gott unbedingt, um sich festzuhalten. Um zu wissen, ich werde geliebt und ich bin in Ordnung.“

Auf die Gretchenfrage, wie sie es selbst mit dem Glauben halte, sagte SoRyang, dass sie zwar nicht in die Kirche gehe, aber sehr wohl zu Gott bete. Dazu äußerte sie, dass sie nicht in der Form „Gott hilf mir“ bete, sondern:

„Ich danke Gott, wenn es mir gut geht.“

Einem Priester, dem sie sich anvertraute, habe sie einmal gesagt, dass sie nicht in die Kirche gehe, aber „immer“ an Gott denke und ihm „sehr dankbar“ sei, worauf ihr der Geistliche empfohlen habe, mit Gott zu sprechen, ihn zu fragen und vertrauend zu sagen ‚Ich höre‘. Dazu berichtete SoRyang weiter:

„Ich bin daraufhin sofort spazieren gegangen und habe mit Gott gesprochen und gesagt: ‚Ich höre.‘ Und da hat Gott zu mir gesprochen: ‚Hab Vertrauen.‘ Das war ein sehr schönes Gefühl.“

Quelle: die-tagespost.de