Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), 1LIVE Krone 2016 - 1700 - Roter Teppich - Mark Forster-6166, cropped, CC BY-SA 4.0

Der Sänger und Songwriter Mark Forster, der aktuell mit seinem aktuellen Album „Liebe“ durch Deutschland tourt, spricht in der aktuellen Ausgabe des Bistumsmagazins BENE über seine Leidenschaft fürs Pilgern und seine Beziehung zur Kirche.

Mark Forster wurde als Kind von seiner polnischen Mutter katholisch erzogen. In der Kirche, die er jeden Sonntag ganz selbstverständlich besuchte, habe er sich aber, wie seine Freunde auch, gelangweilt. Auch wenn ihn die katholische Kirche im Laufe der Jahre „ein bisschen verloren“ habe und er heute nur noch selten in den Gottesdienst gehe, so empfindet er nach wie vor eine Verbindung. Dazu sagte der 35-jährige:

„Wenn man katholisch aufgewachsen ist, gehört man irgendwie automatisch dazu.“

Zu seinem persönliche Glauben sagte er gegenüber dem Magazin BENE:

„Ich würde mich zwar nicht im klassischen Sinne als gläubig bezeichnen. Dennoch finde ich das alles nicht blöd!“

So beneide er Menschen, „die uneingeschränkt glauben können“, und erkennt weiter, dass gläubige Menschen eine positive Ausstrahlung haben, was er folgendermaßen zum Ausdruck bringt:

„Das ist ein schöner Anker, ein schöner Hafen. Die Menschen, die aufrichtig glauben, empfinde ich als angenehm und nicht unzufrieden.“

Auch wenn er selbst „weit weg von der Katholischen Kirche“ sei. sei er jemand, „der sich viele Gedanken macht, der offen und interessiert ist“. So sieht er, dass die Kirche trotz allem, was in ihr schief läuft, „grundsätzlich für etwas Gutes“ stehe. Dazu betonte er weiter:

„Es sind eher die menschlichen Versäumnisse, die es einem so schwer machen, dem Ganzen zu folgen.“

Bevor Mark Forster in der Musikbranche durchstartete, pilgerte er 800 km auf dem Camino Frances im Jahr 2012. Über seine Erfahrungen beim Pilgern auf dem Jakobsweg sagte er u.a., dass man eine Zeit brauche, bis man hineinfinde. Das Erlebte schildert er im BENE-Interview als effektive Zeit, die ihn auch bestärkte, den Weg als Sänger und Songwriter einzuschlagen.  Auch heute pilgere er immer noch, um abzuschalten und sei inzwischen viermal unterwegs gewesen.

Das komplette Interview gibt’s unter bene-magazin.de

 

Über seine Erfahrungen beim Pilgern sprach er bereits in der vierten Staffel der Fernsehsendung Sing meinen Song – Das Tauschkonzert teil, die im Mai 2017 ausgestrahlt wurde und in der er auch das Weihnachtslied Lulajże, Jezuniu auf Polnisch sang.

Bereits 2012 berichte SWR1 in der Sonntagssendung am 28.10.2012 über Mark Forster und dessen Erfahrungen auf dem Jakobsweg. Zu seinen Beweggründen sagte Forster damals:

„Ich bin deswegen den Weg gegangen, weil ich in meinem Leben so´n Punkt erreicht hatte, wo ich dachte, das ist irgendwie vielleicht ´ne Sackgasse, war insgesamt einfach unzufrieden. (…) Was tatsächlich nach n paar Tagen passiert ist – ich wurde aus dem spazierengehenden Tourist zum Pilger. Dann wurde das mit die beste Zeit, die ich je hatte.“

Auch damals betonte er, dass ihm sein Kinderglauben abhanden gekommen sei und er sich mit dem Glauben schwer tue, damit aber noch nicht abgeschlossen hat. Dazu sagte er:

„Na ja, ne Sehnsucht, ich glaube davon kann sich keiner frei machen, wenn es da irgendwie so ne Guideline gäbe für das hiesige Leben und das Leben nach dem Tode. Das wär natürlich schön, das ist ja auch das Verlockende am Glauben, das man irgendwas hat, woran man sich festhalten kann, wenn´s einem nicht so gut geht, oder auch wenn´s einem gut geht, das es da so eine sichere Bank gibt irgendwo, die Sehnsucht ist natürlich da, aber das Prinzip funktioniert nur ohne diesen Zweifel, diesen tiefen Zweifel, den ich hab.“

Im Interview mit dem evangelischen Kirchenradio sagte Mark Forster im Dezember 2016:

„Ich habe den Glauben im Erwachsenenalter so ein bisschen verloren. Ich finde es aber immer toll, wenn ich Leuten begegne, die gläubig sind, weil der Glaube ist ein guter Atlas fürs Leben.“

Quellen: bene-magazin.de, kirche-im-swr.de, kirchenradio.de