Lange Zeit galt der Fußball-Profi Marko Arnautovic, der aktuell bei West Ham United in der Premier League spielt, als hochtalentiert, aber anstrengend bis exaltiert. Das änderte sich in den letzten Jahren Stück für Stück. So titelt die Presse aktuell über ihn mit Schlagzeilen wie „Tore statt Skandale“ oder „Für Aufregung sorgt Arnautovic nur noch auf dem Platz.“ Nun wurde der 29-jährige zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt, vor Marcel Sabitzer oder David Alaba.

Bei nachrichten.at ist zu lesen: „Der 29-jährige West-Ham-Legionär wich der schiefen Bahn aus und entwickelte sich zum Leitwolf“. Solche Schlagzeilen liest man heute über Marko Arnautovic, weil er sich verändert hat und sein Privatleben heute im Griff hat. Heute ist er verheiratet und Vater zweier Mädchen im Alter von sechs und drei Jahren, denen er ein Vorbild sein möchte. Deshalb würde er ihnen gerne seine früheren Eskapaden verheimlichen und diese am liebsten ungeschehen machen.

Dabei ist ihm bewusst:

„Ich wäre vielleicht auf die schiefe Bahn geraten, hätte ich es als Fußballer nicht geschafft. Ich habe als Kind nicht viel auf meine Eltern gehört und war immer draußen. Einige meiner Freunde sind ins Gefängnis gegangen.“

Dass es ihm heute so gut geht, ist für den gläubigen serbisch-orthodoxen Christen keine Selbstverständlichkeit. Dazu sagte Marko Arnautovic:

„Ich hatte damals nicht so ein gutes Umfeld. Jetzt danke ich tausend Mal meiner Familie und Gott, dass es nicht so gekommen ist.“

Die Familie und den Glauben bezeichnet er als die Eckpfeiler in seinem Leben. Dazu betont er:

„Diese beiden Dinge sind für mich das Wichtigste. Jeder in meiner Familie ist gläubig.“

Sein Glaube beeinflusst auch seine Menatlität als Fußball-Profi, indem er Dinge, die er nicht beeinflussen kann, als gegeben sieht und versucht, darin einen Sinn zu entdecken und diesen dankbar anzunehmen. Diesbezüglich titelte nachrichten.at im aktuellen Artikel über ihn: „Wenn der Glaube Berge versetzt“.

Im Frühjahr 2018 sagte er gegenüber dem österreichischen Magazin „Kleine Zeitung“, dass ihm sein Glaube auch im Profi-Geschäft helfe, mit Drucksituationen umzugehen.

Seinen Glauben praktiziert er durch regelmäßiges Beten wie durch den regelmäßigen Kirchgang. Desbezüglich äußerte er in einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ bereits vor Jahren:

„Ich gehe am Sonntag, wann immer es geht, in die Kirche. Das ist mir sehr wichtig.“

Auch durch ein Tattoo bringt er seinen Glauben zum Ausdruck. Dazu sagte er einmal:

„Ich mag Tattoos, trage sie gern. Auf dem linken Arm nehme ich Bezug auf Gott.“

In kyrillischen Buchstaben steht auf seinem Unterarm „Bog da me cuva“ („Gott beschütze mich“).

Quellen: diepresse.com, nachrichten.at, kleinezeitung.at, kath.net, bild.de

Autor: Markus Kosian