Der Rapper und Musikproduzent Moses Pelham, der vor einem Vierteljahrhundert mit dem Rödelheim Hartreim Projekt die deutschsprachige Rap-Musik revolutionierte, ist mit seinem neuen Album „Emuna“ am gestrigen Freitag auf Platz 6 der deutschen Albumcharts eingestiegen. Den mittlerweile 49-Jährige bezeichnet die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel zum neuen Pelham-Album, der den Titel „Kraftworte des Glaubens“ trägt, als „der bibelfeste Soulbruder“. Moses Pelham ist ein tiefgläubiger Mensch (wir berichteten).

Der Wort Emuna, das seinem neuen Album den Titel gibt, kommt aus dem hebräischen, das mit Glaube und Vertrauen übersetzt werden kann. Die Süddeutsche berichtet in ihrem Artikel, dass Pelham das deutsche Wort Glaube ihm zu schwach sei und seiner Meinung nach das hebräische Wort Emuna eher für „Kraft durch den Glauben“ stehe. Dies konkretisierte er im Interview mit Christian Riethmüller von der Frankfurter Allgemeinen. Darin berichtete Moses Pelham, dass er auf den Begriff Emuna in den vergangenen zwei JAhren durch einen Freund, der Rabbiner ist, aufmerksam wurde. Pelham brachte weiter zum Ausdruck, dass die Ausstrahlung seines Freundes ihm vor Augen führte, dass im Wort Emuna „so viel mehr“ als nur Glaube drinstecken würde. Dazu erklärte er weiter:

„Mir gefällt, dass Emuna für mehr steht, aber für etwas, was ich immer fühlte. Dieser Glaube, dieses Vertrauen ist keine Einbahnstraße zu Gott, und das gefällt mir schon sehr, sehr gut.“

Die Zeilen seines Titelsongs Emuna bringen dies zur Geltung. Unter anderem singt Moses Pelham: „Ursache und Wirkung Bruder das hier ist kein Zufall. Nie mehr Leid für diesen Frieden braucht es Gott und diese Drei: Liebe Glaube Hoffnung“

Angst davor, zum spirituellen Spinner abgestempelt zu werden, kennt Pelham nicht, wie die Süddeutsche in ihrem Artikel „Kraftworte des Glaubens“ aktuell berichtet. Überhaupt sieht Moses Pelham in seinem Musikschaffen auch eine spirituelle Komponente, die zum Beispiel beim Hören seines Liedes Emuna spürbar wird (den Clip gibt’s unten). Im Interview mit der Braunschweiger Zeitung erklärte er:

„Ich glaube, Songs zu schreiben, ist eher Hingabe als eine Tätigkeit. Und so gesehen offenbart sich Gott in meiner Kunst.“

Gegenüber der FAZ brachte er auch zum Ausdruck, dass das Musikmachen ein wichtiger Part für ihn ist, um einmal sinnerfüllt auf sein Leben zurückzublicken. Dazu betonte der Musiker, auf die Frage, inwieweit das Thema Tod in seinem Bewusstsein sei, u.a.:

„Ich würde ungern mit dem Gefühl gehen, nicht alles getan zu haben, was ich hätte tun können.“

Dass ihm der christliche Glaube dabei Orientierung gibt, erklärte Moses Pelham bereits in der Vergangenheit, so im März 2018 gegenüber der Frankfurter Neuen Presse mit den Worten:

„Ich bin christlich erzogen, das sind tatsächlich Werte, die in meinem Leben heute noch eine große Rolle spielen.“

Und im Interview mit der Berliner Zeitung sagte er im November 2017:

„Ich bete, und das regelmäßig.“

Weiter war in diesem Beitrag zu lesen, dass der Glaube ‚eine Säule im Leben des Christen‘ Moses Pelham ist.

Angst davor, zum spirituellen Spinner abgestempelt zu werden, kennt Pelham nicht.

Quellen: sueddeutsche.de, faz.net (1), braunschweiger-zeitung.de, faz.net (2), fnp.de, bz-berlin.de

 

„Ich bin in der Kunst auch oft alles andere als entspannt. Und mir tut es unfassbar gut, wenn etwas, das ich für wahr halte, da festgehalten wird. Da ist so eine Magie drin: Dieser Dreiklang aus Musik, Vortrag und dem geschriebenen Wort hat einfach eine ganz andere Macht. Das ist geballter, da wirken Kräfte gemeinsam, die mehr als die Summe ihrer Einzelteile sind. Da ist Gott im Spiel.“

(Moses Pelham zur spirituellen Komponente seines musikalischen Schaffens im Interview mit der Frankfurter Neuen Presse im März 2018)

 

Hier sein neuer Song „Emuna“ 

 

 

Den Text zum Lied Emuna gibt es HIER