Der Sänger Peter Orloff, der seit 1993 den Schwarzmeer Kosaken-Chors leitet und mit diesem Chor europaweit in Kirchen auftritt, war vor allem in den 70er Jahren als Schlagersänger (u. a. „Ein Mädchen für immer“) erfolgreich. Die Bravo titelte 1968 über ihn: „Sanft wie Roy, hart wie Drafi, sexy wie Rex!“. Noch erfolgreicher war Orloff, der selbst 30-mal in der ZDF-Hitparade auftrat, als Produzent und Komponist für andere Künstler. So komponierte er zum Beispiel 1969 den Hit „Du“, der den damals 20-jährigen Peter Maffay 1970 populär machte und dessen Weg zu einem der erfolgreichsten Musikstars in Deutschland ebnete.

Aktuell ist Peter Orloff einer der Kandidaten im RTL-Dschungelcamp. Finanzielle Gründe hat seine Teilnahme wohl eher nicht. Denn, wie der Stern berichtet, dürften die Tantiemen aus seinen Songs bis heute sehr einträglich sein. Vielmehr hat der 74-jährige einen großen Teil seiner Dschungel-Gage schon für gute Zwecke verplant. Gegenüber der Bild-Zeitung sagte Orloff, dass er von der Summe 40.000 Euro für den Bau einer Schule in Argentinien spenden will, „um Kindern des Guarani-Indianer-Stammes Bildung zu ermöglichen“.

Fundament seiner Werteorientierung ist der christliche Glaube, was er auch im Rahmen der zweiten Sendung am vergangenen Samstag zum Ausdruck brachte. Im Gespräch mit einer der Kandidatinnen bemerkte er zunächst:

„Liebe ist das größte Geschenk, dass du bekommen kannst.“

Via Dschungel-Telefon erklärte er dann später in der Sendung mit einem starken Bekenntnis, was er damit genau meint. An ein Millionenpublikum gerichtet sagte Peter Orloff:

„Gott ist Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“

In einer Gesprächsrunde zwischen einigen Kandidaten, die in dieser Sendung auch gezeigt wurde, antwortete er auf die ihm gestellte Frage, wofür er dankbar sei:

„Ich bin dankbar für jeden Tag, den ich vom lieben Gott geschenkt bekommen hab.“

Auch im Dezember 2016 sprach Peter Orloff im Vorfeld eines Konzerts mit dem Schwarzmeer Kosaken-Chor in der Herseler Rheinhalle mit der Bonner Zeitung General-Anzeiger über seinen Glauben an Gott. Auf dem Tourplakat heißt es: „Ein Chor, der singend betet und betend singt“. Darauf angesprochen, verbunden mit der Frage, ob er selbst ein gläubiger Mensch sei, sagte Peter Orloff, dass er als evangelischer Pastorensohn groß wurde und dass er heute orthodoxer Christ sei. Weiter betonte er:

„Gott spielt in meinem Leben eine ganz wichtige Rolle, und ich singe gerne in Kirchen unsere sakralen Werke, die von geradezu überirdischer Schönheit und Innigkeit sind.“

Vielleicht gibt RTL mehr Sendezeit dafür, wenn Peter Orloff im Camp über die Glaubensdimension seines Lebens und Wirkens spricht. Wäre mal was anderes!

Quellen: Sendung „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ vom 12.01.2019, stern.de, bild.de (1) und bild.de (2), wikipedia.org und general-anzeiger-bonn.de

Vielen Dank an Melanie Wied für den Tipp!

 

Im Vorfeld der Teilnahme am RTL-Dschungelcamp hat Peter Orloff auch seinen 70er-Jahre-Hit „Ein Mädchen für immer“ neu aufgelegt und ein Video dazu produziert, in dem ein orthodoxes Kreuz auffällt, das er um den Hals trägt: