Der ehemalige österreichische Nationalspieler Philipp Hosiner, der aktuell beim Chemnitzer FC unter Vertrag steht und in der Saison 2015/2016 für den 1. FC Köln auf Torejagd ging, erklärte aktuell im Interview mit der Münchner TZ, dass sein erster Weg nach überstandener Krebserkrankung der Weg in die Kirche war.

Im Januar 2015 erhielt Philipp Hosiner beim Medizin-Check im Rahmen seines Wechsels zum 1. FC Köln die Schock-Diagnose Krebs. Die Ärzte fanden einen zwei Kilo schweren Nierentumor, den sie umgehend entfernten und Hosiner damit das Leben retteten.

Im Interview mit der TZ sprach Philipp Hosiner, der zu Begin seiner Karriere beim TSV 1860 München spielte, nun über die Zeit seiner Krebserkrankung infolgedessen er heute das Leben mit anderen Augen sieht. So habe er am 11. Februar, am Tag seiner erfolgreichen Krebs-Operation, zum fünften Mal zweiten Geburtstag gefeiert. Auf die Frage, was er an diesem Tag gemacht habe, antwortete der 30-jährige Stürmer des Chemnitzer FC:

„Ich war in der Kirche und hab mich dafür bedankt, dass es das Schicksal gut gemeint hat mit mir.“

Weiter brachte er zum Ausdruck, dass ihm bewusst sei, dass er ohne die damalige Routine-Untersuchung wahrscheinlich nicht überlebt hätte und er heute eine andere Perspektive auf das Leben habe. Dazu erklärte Hosiner:

„Wenn du nicht weißt, ob du aus der Narkose wieder aufwachst, dann siehst du das Leben hinterher mit anderen Augen.“

Er lebe heute mit einer Gelassenheit in dem Sinne, dass er sich „keine Sorgen mehr um die Zukunft“ mache, was aber nichts mit „fehlendem Ehrgeiz“ zu tun habe, ergänzte Philipp Hosiner.

Am Wochenende trifft Philipp Hosiner mit seinem aktuellen Klub, dem Chemnitzer FC, im Grünwalder Stadion auf seinen ehemaligen Verein, dem TSV 1860 München.

Quellen: tz.de, express.de