Der Physik- und Astronomie-Professor Marcelo Gleiser, der am 20. März mit dem „Templeton-Preis“ ausgezeichnet wurde, tritt für die Auffassung ein, dass Wissenschaft und Religion koexistieren können. Mit diesem Preis, den vor ihm so große Persönlichkeiten wie der Dalai Lama, Desmond Tutu und Mutter Theresa erhalten haben, zeichnete die Jury den 60-jährigen aus, weil er eine prominente Stimme dafür ist, dass Wissenschaft allein nicht zur ultimativen Wahrheit führen kann. Darüber berichtete aktuell die Plattform glaube.at.

Im Zuge der Preisverleihung sagte der 60-jährige gegenüber französischen Nachrichtenagentur:

„Atheismus geht mit Wissenschaft inkonsequent um. Atheismus ist ein Glaube an den Nicht-Glauben. Du lehnst also etwas ab, wo du aber keine Beweise dagegen hast.“

Die Option Gott ist in den Augen von Marcelo Gleiser, der sich selbst als Agnostiker bezeichnet, ebenso möglich.

Weiter betonte der Naturwissenschaftler die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis. Dazu sagte er:

„Die Wissenschaft kann nur Antworten auf bestimmte Fragen geben. Wir sollten die Demut haben, anzuerkennen, dass vieles um uns ein Mysterium bleiben wird.“

Quelle: glaube.at