Als ehemaliger „Traumschiff“-Kapitän Paulsen oder als Hausarzt in der Serie „Der Bergdoktor“ an der Seite von Hans Sigl ist Siegfried Rauch einem Millionenpublikum bekannt. Aktuell ist er auf Lesetour und erzählt Hörern bei der „Bergweihnacht“ von Weihnachtsfesten, wie er sie in seiner Kindheit erlebt hat.

In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen sprach der Schauspieler auch über seinen Glauben. Auf die Frage, ob das Weihnachtsfest für ihn eine religiöse Bedeutung habe, antwortet der 85-jährige:

„Natürlich spielt der Glaube für mich eine Rolle. Meine Mutter war begeistert von Jesus Christus – und sie war eine gescheite Frau.“

Er  habe selbst einmal Bethlehem besucht, weil er den Geburtsort von Jesus Christus sehen wollte. Von Jesus sei „ein unglaubliches Charisma“ ausgegangen. Weiter sagt Rauch:

 „Der christliche Glaube ist für mich ein Ersatz für die menschliche Hilflosigkeit. Die größten Wissenschaftler waren am Ende tief gläubig.“

 

Im Interview sagte der Schauspieler auch, dass er die Adventszeit und Weihnachten gerne mag, insbesondere weil er damit Erinnerungen an seine Kindheit verbinde, so z.B. dass das Wohnzimmer in der Weihnachtszeit geheizt war und dass es handgestrickte Socken gab, was damals etwas Besonderes war. Weiter sagt er diesbezüglich:

„Ich habe da Liebe und Geborgenheit erfahren.“

Die heutige Geschenkkultur zur Weihnachtszeit bemängelt Siegfried Rauch. Dazu sagt er:

„Werte gehen verloren. Menschen werden an Weihnachten oft mit Geschenken überhäuft. Man wird zum Nachdenken gezwungen, was man wem zu Weihnachten schenken soll. Und welchen Wert das Geschenk hat, das ich bekomme – damit das eigene Geschenk nicht kleiner ausfällt. Das kann nicht der Sinn von Weihnachten sein.“

 

Das komplette Interview gibt’s unter augsburger-allgemeine.de