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Die vierfache Snowboard-Weltmeisterin und sechsfache Snowboard-Schweizermeisterin Ursula Bruhin, über die auf Wikipedia zu lesen ist, dass sie Motivation aus dem christlichen Glauben schöpfe, sprach aktuell im evangelischen Kirchgemeindehaus im Schweizer Erlen über ihren Weg zu Gott. Darüber berichtete tagblatt.ch.

So wie das Snowboard ist auch der christliche Glaube elementarer Bestandteil im Leben der 49-jährigen, die 2006 an den Olympischen Spielen teilnahm. Ihre Beziehung zu Gott beschreibt sie in einem veranschaulichenden Vergleich hinsichtlich der Bindung zwischen Board und Schuh. Dazu betonte sie:

„Die Bindung zu Gott ist vergleichbar. Ist sie gefestigt, ist sie ein Fels und bietet Halt.“

Ihre gefestigte Beziehung zu Gott fand die 49-jährige, die heute als Lebensberaterin arbeitet, einst, als sie durch eine Sinnkrise ohne Selbstvertrauen war. In dieser Zeit half ihr der Glaube, die Krise zu überwinden. Diese Erfahrung brachte sie zur Erkenntnis, dass Krisen nicht nur schlecht seien. Dazu betonte sie:

„Wenn Sand ins Getriebe gerät, kann daraus eine Perle entstehen.“

Mit dem christlichen Magazin Livenet sprach sie bereits zu ihrer aktiven Zeit als Profi-Snowboarderin immer wieder über ihren Glauben. Als ihr im Jahr 2002 trotz größtem Einsatz die Teilnahme an den Olympischen Spielen verwehrt blieb, sei dies zunächst einmal ein Schock gewesen. Halt gab ihr in dieser frustierenden Lebenssituation ihre Verbindung zu Gott. Diese erfahrungbeschrieb sie damals gegenüber Livenet wie folgt:

Der größte Halt in dieser ganzen Misere war mein Glaube an Gott. Trotz äußerer Niederlage durfte ich immer wieder eine innere Ruhe spüren. Ein Ruhe, die ich nur aufgrund der Gewissheit haben konnte, dass Gott das Beste für mich will. Dadurch wurde ich neu offen und sah plötzlich viel bewusster, wie gut es mir eigentlich geht.“

In einem weiteren Interview mit Livenet beschrieb sie, dass sie sich durch die Liebe Jesu getragen fühlt. Auf die Frage, worauf sie gerne eine Antwort hätte, äußerte Ursula Bruhin:

Warum muss es uns erst schlecht gehen, bis wir Gott um Hilfe bitten und wir merken, dass Gott uns helfen möchte.“

Als der Traum der Teilnahme an den Olympischen Spielen 2006 wahr wurde, interpreitierte sie den olympischen Slogan „We are on fire!“ persönlich wie folgt:

Für mich als überzeugte Christin hat der Slogan zusätzlich eine symbolische Bedeutung: Das Feuer im Herzen, das Gott entfacht! Dieses hilft mir in guten, aber auch ganz besonders in schlechten Zeiten. Es gibt mir Kraft, das schlimmste Problem und das härteste Eis zum Schmelzen zu bringen.“

Diese Erfahrung möchte Ursula Bruhin nicht für sich behalten und so betonte sie bereits damals, „dass alle dieses wunderbare Feuer Gottes im Herzen spüren dürfen“. Weiter sagte sie:

„Gottes Wege sind wunderbar!“

Im März 2018 sprach sie mit Livenet nochmals über ihre Erfahrungen von 2006. Zu ihrem Glauben heute betonte sie:

„Für mich ist der Glaube an Gott wie ein fester Fels, auf dem ich sicher stehen kann. In schwierigen Zeiten weiss ich, dass ich nicht tiefer fallen kann als in seine Arme. Er ist mein ‚bester Trainer‘, denn er ist Tag und Nacht bei mir.“

Quellen: tagblatt.ch, jesus.ch, livenet.de (1), livenet.de (2), livenet.ch