Im Interview mit katholisch.de zu seinem neuen Film „Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes“ sprach Star-Regisseur Wim Wenders auch über seinen Glauben an Gott.

Im Interview äußert Wenders, dass er im katholischen Glauben erzogen wurde. Sein Vater, der ihm das Christentum vorgelebt habe, hatte zunächst vor, Pfarrer zu werden, habe sich dann aber doch entschieden, Mediziner zu werden. Weiter betont Wenders:

„Ich bin in der katholischen Kirche aufgewachsen und kannte einige sehr beeindruckende Geistliche.“

Für ihn sei es deshalb auch eine „durchaus ernste Option“ gewesen, Priester zu werden.

Das Erleben der Liturgie, die Inszenierung sakraler Handlungen, habe sein künstlerisches Schaffen durchaus mitgeprägt. Dazu legt Wim Wenders dar, dass er, der aus einem „sehr gläubigen Elternhaus“ komme, wie jeder andere durch „diese ersten Lebensjahre“ geformt sei. Und weiter:

„Die katholische Liturgie habe ich sozusagen ‚in meinem System‘.“

Zur Bedeutung des Glaubens für sein Leben sagt Wim Wenders:

„Wenn einem in seinem Leben Gott wichtig, ja eine Realität geworden ist, dann wirkt sich das auf alles aus, was man tut.“

Und weiter:

„Wenn man wirklich felsenfest überzeugt ist, dass man Dunkelheit nicht mit Dunkelheit bekämpfen kann, sondern nur mit Licht, dann hat das Konsequenzen.“

Dieses religiöse Empfinden hat auch eine große Bedeutung für sein Filmschaffen, denn seiner Ansicht nach haben Künstler die „große Aufgabe“ den Menschen zu zeigen, „dass hinter dem vordergründigen Schein etwas anderes sein könnte oder die Wirklichkeit auch mit anderen Augen zu sehen sei“, wovor sich aber „nicht wenige“ Künstler drücken würden.

Seinen Beruf oder den eines Priesters oder Arztes könne man nur ernsthaft ergreifen, wenn man sich für den Menschen und das was ihn heute umtreibt, interessiere. Weiter betont er:

„Wenn man keine Liebe zu Menschen hat, kann man diese Berufe nicht ergreifen.“

Im Interview zeigt sich Wim Wenders dann auch spürbar beeindruckt von Papst Franziskus und sagt Sätze wie:

„Er (Papst Franziskus) ist eine großartige Gestalt, nicht nur in der Kirchengeschichte. Ein Held der Menschheit, finde ich. Er steht für so viel, was heute relevanter ist als je zuvor.“

Am meisten habe ihn dessen Herzlichkeit und „die unmittelbare, ganz selbstverständliche Haltung gegenüber allen Menschen“ beeindruckt. Weiter äußert Wim Wenders großen Respekt vor der Authentizität von Papst Franziskus:

„Für ihn haben alle Menschen die gleiche Würde und sind wirklich gleich. Das spürt jeder, der ihm begegnet. Und das hat mir am meisten imponiert: Er lebt was er sagt.“

Zudem vertrete Papst Franziskus keine politischen oder wirtschaftlichen Eigeninteressen und habe vielmehr das Gemeinwohl im Blick. Damit sei Papst Franziskus in der Welt „ein einzigartiger Kommunikator und eine einzigartige Bezugsperson“.

Das komplette Interview gibt’s unter katholisch.de

 

Im Interview mit den Westfälischen Nachrichten sagte Wim Wenders über Papst Franziskus:

„Das ist ein Mann wie kein anderer.“

Quelle: wn.de