Thomas Gottschalk, der im oberfränkischen Kulmbach im katholischen Glauben sozialisiert wurde und bis heute daran festhält, hat die Hoffnung, dass bei seinen Söhnen doch etwas von der religiösen Erziehung geblieben ist.

Auf Twitter schrieb er dieser Tage: „An Heiligabend sag ich gern: ‚Jetzt hören wir das Wort des Herrn‘. Doch die Sache mit der Krippe glaubt mir nur die halbe Sippe.“ Und weiter: „Zumindest rufen meine Söhne wieder die Dreifaltigkeit an, wenn sie was brauchen: Hey Mutti Hey Vati Hey Siri“

In seiner Biografie „Herbstblond“, in der er sich auch zum christlichen Glauben bekennt, hatte die TV-Legende mit Blick auf den Glauben bekannt, dass es ihm nicht gelungen sei,

das Weizenkorn, „das bei mir aufgegangen ist, weiterzugeben und in die Seelen meiner Söhne einzupflanzen“.

Quelle: Coburger Tageblatt, 27. Dezember 2017, S. 32

Bereits im November 2011 gab Thomas Gottschalk dem Spiegel gewohnt schlagfertig ein beeindruckendes und sehr ausführliches Interview zu seinem Glauben.

U. a. äußerte er:

„Unsere Generation wurde in den Glauben hineinerzogen, und die nächste muss ihn vielleicht mühsam für sich suchen und finden.“

„Ich habe die in der Vernunft begründete Hoffnung, dass es einen Schöpfergott gibt.“

„Lieber möchte ich im Augenblick des Todes enttäuscht werden, als wie ein Atheist sein Leben lang an nichts geglaubt zu haben.“

„Auch mein Glaube ist auf die Probe gestellt worden, auch ich habe Niederlagen durchlebt. Aber ich habe trotzdem bisher keinen Grund gesehen, meinen Glauben aufzugeben.“

Das komplette, sehr lesenswerte Interview aus dem November 2011 gibt’s unter spiegel.de