Thomas Huber und sein Bruder Alexander, die als die Huberbuam bekannt wurde, sind zwei Extremsportler, die beim Bergsteigen im Laufe ihres Lebens immer wieder Grenzen überwunden haben, was u. a. im Dokumentarfilm „Am Limit“, der die beiden beim Speed-Klettern zeigt und 2007 mit dem bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, zu sehen ist. In der BR-Sendung „Ringlstetter“ sprach Thomas nun über eine Grenzerfahrung, die er nicht durch eigenes Können bewältigen konnte und die ihm zum Dialog mit Gott führte.

Die gebürtigen Oberbayern sind beide staatlich geprüfte Berg- und Skiführer. Alexander ist außerdem diplomierter Physiker, Thomas studierte Sport und BWL. In bisher über 1.000 packenden Vorträgen berichten die Brüder immer wieder live – untermalt von spektakulärem Foto- und Filmmaterial – von ihren beeindruckenden Abenteuern in den unwegsamsten Gebieten der Erde. 2008 wurden sie dafür mit dem bayerischen Sportpreis ausgezeichnet.  Auf der Webseite des BR ist über die Huberbuam des Weiteren zu lesen:

„Kein Weg ist ihnen zu weit, kein Gipfel zu hoch – bei den Huberbuam jagt ein Weltrekord den Nächsten. Egal ob in den Alpen oder im Himalaya: spektakuläre Erstbegehungen, abenteuerliche Routeneröffnungen und sensationelle Speed-Rekorde in schwindelnden Höhen sind für die beiden Brüder schon fast ein Spaziergang.“

In ihrem Sport kommen sie oft an Grenzen, die sie oftmals mit eigener Anstrengung zu überwinden schaffen. Dass es Situationen im Leben gibt, wo eigene Anstrengung an ihre Grenzen stößt, wurde … spürbar bewusst. Beide hatten in den letzten Jahren massive gesundheitliche Probleme. Thomas hatte einen Tumor, den er überlebte und Alexander litt auf einmal unter Angststörungen, die ihn innerlich blockierten.

Auf die Frage von Moderator Hannes Ringlstetter, wie er damit umgegangen sei, dass sein Körper nicht mehr funktionierte, antwortete der 52-jährige:

„Als ich die Diagnose bekommen habe, dass ich einen Nieren-Tumor habe, stand ich vorm Abgrund ohne Seil. Da habe ich das erste Mal in meinem Leben Angst gehabt. Das hat mich derartig gelähmt. Da habe ich gewusst, ich kann es jetzt nicht mehr durch mein Können bewältigen.“

Und weiter:

„Ich war voller Ohnmacht. Da habe ich gebetet.“

Es wurde dann operiert. Der Tumor stellte sich als gutartig heraus und wurde entfernt. Dazu betonte Thomas Huber:

„Das ist so, wie wenn du in eine große Lostrommel fasst, und ziehst ein Los und da steht Leben drauf. Du darfst leben.“

Diese Erfahrung bezeichnete er als Hauptgewinn und sagte weiter:

„Ich habe das nur mit Demut angenommen. Ich habe es nicht bewältigen können. Ich habe das Geschenk Leben gekriegt und seitdem bin ich sehr demütig.“

Das komplette Interview gibt’s unter BR.de – Ringlstetter: Talk mit den Huberbuam