Foto: Darius Ramazani

Der ehemalige Top-Manager von Bertelsmann und Arcandor Thomas Middelhoff hat dieser Tage ein beachtliches Buch mit dem Titel „Schuldig. Vom Scheitern und Wiederaufstehen“  (adeo Verlag) auf den Markt gebracht, in dem er schonungslos mit seinem früherem Leben abrechnet und über seine Hoffnung im Neuanfang, die aus der Perspektive des Evangeliums („Verlorener Sohn“) gewachsen ist, berichtet, um anderen Gescheiterten Mut zu machen.

Die Welt schreibt in einem Artikel zur Buchpräsentation von Thomas Middelhoff in Berlin am 20.8.1019: „Maximaler kann man sich wohl selbst nicht abstrafen, und das in aller Öffentlichkeit“. So sehe sich Middelhoff nicht nur im juristischen Sinn schuldig, sondern als Mensch, wenn er in seinem Buch beschreibe, dass er maßlos gelebt habe und den Todsünden Hochmut, Narzissmus, Gier, Neid, Wollust, Maßlosigkeit und Zorn erlegen sei.

Erst im Gefängnis und der damit verbundenen Zuwendung zu seinem verschütteten christlichen Glauben veränderte sich Middelhoff von innen heraus und sah in der Perspektive des christlichen Glaubens, der jedem Menschen bedingungslose Vergebung zuspricht, wieder Licht am Ende des Tunnels. Der mit der Zuwendung zum Glauben einhergehenden Perspektivwechsel wird bei der Buchpräsentation Middelhoffs ersichtlich, wenn er mit Blick auf seinen früheren materiellen Reichtum sagt:

„Alles ist weg, und es macht mir nichts aus.“

Weiter ließ er auch durchblicken, dass heute für ihn der Wert der Demut wichtig ist, wenn er betont:

„Ich muss nicht mehr die wichtigste Person im Raum sein.“

 

Auf der Webseite des adeo-Verlages, in dem dieses beeindruckende Buch erschienen ist, ist folgendes zum Inhalt des Buches zu lesen:

Dr. Thomas Middelhoff, genannt „Big T“, war DER Topmanager Deutschlands, erst als Chef des Medienriesen Bertelsmann, später als Vorstandsvorsitzender des Karstadt­Mutterkonzerns Arcandor. Er lebte ein Leben im Luxus. Und er erlebte einen öffentlichen Absturz von epischer Dimension: 2014 wurde er wegen Untreue zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt und noch im Gerichtssaal abgeführt.

Diesbezüglich gestand er bei der Buchpräsentation auch ein:

„Ich habe maßlos gelebt.“

Er verlor seinen Ruf, sein Vermögen und seine Gesundheit.

Doch er gewann auch etwas von unschätzbarem Wert: Die Arbeit mit behinderten Menschen in den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld und auch die Rückkehr zu seinem verschütteten Glauben begannen, ihn von innen heraus zu verändern.

Reflektiert und schonungslos ehrlich berichtet Thomas Middelhoff, wie die bittere Erfahrung des Scheiterns zu seiner größten Chance wurde, Stolz, Gier und Machthunger loszulassen und inneren Frieden zu finden. Sein Anliegen heute: andere, vor allem junge Menschen, davor zu bewahren, seine Fehler zu wiederholen, und anderen Gescheiterten einen Weg zu neuer Hoffnung zu zeigen.

 

Wie der Prozess der Hinwendung zum Glauben seine Perspektive aufs Leben veränderte und ihm insbesondere der Gottesdiensbesuch, das Lesen in der Bibel und das Rosenkranzgebet neue Orientierung gab, berichtet Thomas Middelhoff ebenso beeindruckend wie authentisch in folgenden, sehr sehenswerten und berührenden 3 Minuten, in denen er seine Überzeugung „Egal was passiert, Gott hält dich immer“ beschreibt: