Foto: Blanka Borová (Karolína Černá), Til Schweiger - Jan Žižka (Film, 2020), CC BY-SA 4.0

In seinem neuen Kinofilm „Gott, du kannst ein Arsch sein“ spielt Til Schweiger einen evangelischen Pfarrer, dessen Tochter unheilbar an Krebs erkrankt. Im Angesicht einer solch existenziellen Thematik äußerte sich der 56-Jährige im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau auch zur Gretchenfrage.

Nach seinem persönlichen Glauben gefragt, antwortete Til Schweiger:

„Ich persönlich habe überhaupt kein Gefühl für Gott, weil ich nicht wirklich an Gott glaube.“

Dabei brachte er zum Ausdruck, dass ihm der Glaube an Gott angesichts von schlimmen und ungerechten Ereignissen in der Welt schwer falle. Wenn sich Sachen ereigneten, die in seinen Augen ungerecht gewesen seien, habe er sich oft gedacht: „Wo bist du denn da oben, wenn es dich wirklich gibt?“

Er sei aber der Überzeugung, „dass Menschen, die uns verlassen, trotzdem ihre Energien hinterlassen – manche mehr, manche weniger“, so der Schauspieler und Filmemacher weiter.

 

Diese Ansicht erklärte Til Schweiger bereits in Interviews zu seinem Film „Honig im Kopf“, der im Jahr 2015 sieben Millionen Zuschauer in die Kinos lockte und in dem es auch um den Himmel und die Seele der Menschen geht. Seinerzeit sagte er:

„Ich persönlich bin eher Atheist. Trotzdem finde ich es schön, wenn man an einen Gott glaubt.“

Zudem bekundete er die Hoffnung:

„Es wäre eine Supersache, wenn ich überrascht werde: Mensch, den gibt es ja doch. Im Moment glaube ich nicht daran.“

Dabei brachte er damals auch zum Ausdruck, dass er davon überzeugt ist, dass es den Himmel gibt, auch wenn er sich aber mit dem Glauben an Gott schwer tue. Dazu erklärte Schweiger:

„‚Honig im Kopf‘ ist jetzt mein zweiter Film, in dem ich eigentlich behaupte, dass es den Himmel wirklich gibt. Der erste war ‚Knockin’ on Heaven’s Door‘. Diesmal mache ich gerade am Ende klar: Es gibt den Himmel mit den Seelen, die da oben auf dich aufpassen.“

In jungen Jahren sei er „noch atheistischer“ gewesen. Mittlerweile habe er aber seine Sichtweise in Bezug auf die Seele geändert, was er damals mit folgenden Worten unterstrich:

„Daran glaube ich schon, dass Seelen irgendwie unterwegs sind. Auch wenn das vielleicht komisch klingt.“

 

Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erklärte Til Schweiger aktuell, dass er sich noch unschlüssig sei, ob er an Gott und ein Leben nach dem Tod glauben soll. Dazu sagte er:

„Früher war ich Atheist. Im Laufe des Lebens bin ich aber offener geworden beim Glauben an andere Energien. Ich bin aber noch zu keiner hundertprozentigen Erkenntnis gekommen.“

In seinem neuen Film „Gott, du kannst ein Arsch sein“ ist das Thema Tod zentral. Persönlich spricht der Schauspieler und Filmemacher allerdings nur ungern über den Tod:

„Ich bin bei dem Thema eher ein Verdränger. Das war ich schon immer. Es ist nicht mein Lieblingsthema.“

Quellen: weser-kurier.de, faz.net, abendblatt.de, livenet.de, abendzeitung-muenchen.de, rnd.de