Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Pressekonferenz Aktion Birlikte - Zusammenstehen-8395, cropped, CC BY-SA 4.0

Im Mai 2018 war auf dem Katholikentag die Ausstellung „Udo’s 10 Gebote“ mit von Udo Lindenberg gemalten Bildern zu sehen, mit denen Lindenberg eine malerische und moderne Interpretation der Gebote Gottes geschaffen hatte (wir berichteten). Jetzt bestätigte der 72-jährige im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland, dass er daran glaubt, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

Lindenberg zeigte sich traurig darüber, dass seine Eltern Gustav und Hermine seinen großen Erfolg in den letzten Jahren nicht mehr mitbekommen haben. Zugleich äußerte er dabei aber auch die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod und sagte:

„Aber ich bin mir auch sicher: Hermine und Gustav bekommen da oben alles mit.“

Weiter betonte der Musiker und Maler:

„Manchmal spreche ich mit ihnen und weiß, dass sie stolz sind, dass aus ihren Kindern was Korrektes geworden ist und es uns gut geht. Bei jedem Konzert schaue ich nach oben durch die Wolken und fühle, dass sie dabei sind.“

Bereits im Dezember 2012 bekannte sich Udo Lindenberg zum Glauben an Gott und schrieb in einer Mail an den Chefredakteur des „Hamburger Abendblattes“, Lars Haider, dass er an Gott glaube und auch daran glauben will. Das ungewöhnliche Interview wurde an mehreren Tagen zwischen dem 24. Oktober und dem 24. Dezember per „iPad“ geführt und anschließend im Magazin der Zeitung veröffentlicht. Bei dieser Konversation benutzte Lindenberg keine Großbuchstaben.

Gott könne sein und könne auch nicht sein, antwortete Lindenberg per E-Mail an Lars Haider auf die Frage, ob Religion für ihn eine Rolle spiele. Er aber „glaube dran, will auch dran glauben“, schrieb er weiter. Und:

„wenn es sowohl die eine wie auch die andere möglich- (oder auch unmöglichkeit) gibt, freunde ich mich mit der mir angenehmeren version an. also glaube ich.“

Auch in seinem musikalischen Schaffen erkennt er eine Kraft, die nicht allein aus ihm selbst kommt. Die Einfälle für seine Songs und Texte bezeichnete er u. a. als „eingebungen, ein-Sendungen“, die ihm „von irgendwoher zugeflogen“ kämen, so Lindenberg damals.

In einem Beitrag über Glaubensbekenntnisse war im September 2017 in der Wochenzeitung Die Zeit folgendes zu lesen: „Leute, von denen man es nicht vermutet hätte, waren plötzlich gläubig: Harald Schmidt, Udo Lindenberg, Jürgen Klopp – gottesfürchtige Männer.“

Quellen: haz.de, kirche-und-leben.de, evangelisch.de, jesus.ch, zeit.de und bonifatiuswerk.de