Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), Pressekonferenz Aktion Birlikte - Zusammenstehen-8395, cropped, CC BY-SA 4.0

Im Mai 2018 war auf dem Katholikentag in Münster die Ausstellung „Udo’s 10 Gebote“ mit den von Udo Lindenberg gemalten Bildern zu sehen. Sein früherer Privatsekretär Erwin Hilbert zeigte Anfang der 2000er Jahre Lindenberg bei Spagetti und Rotwein im Hotel Atlantic den Film-Klassiker. Dies inspirierte Lindenberg zu seinem neuen Zyklus. Er malte auf seine Art die biblischen Gebote. In der rappelvollen Hamburger Kirche St. Jacobi fand dann im Dezember 2002 die Vernissage und eine einmonatige Ausstellung statt, die von Erwin Hilbert organisiert wurde.

Zur damaligen Zeit wollte der Panikrocker auch einmal den Kölner Dom besuchen. Doch dies geht nach offiziellen Statuten nur ohne Hut. Sein Sekretär besorgte ihm kurzerhand eine offizielle Huterlaubnis (siehe Foto). Noch am gleichen Tag besuchten Lindenberg, sein Bruder Erich und Hilbert das Kölner Wahrzeichen.

 

 

Domradio.de begleitete das Lindenberg-Team. Wie im Artikel von Domradio-Redakteur Tommy Millhome zu lesen ist, spürte Lindenberg „überirdische Power“ im Kölner Dom. Weiter sagte die Rock-Legende:

„Ich finde den Spirit hier im Dom ganz überwältigend.“

Zu seinem persönlichen Glauben erklärte er:

„Ich halte es durchaus für möglich, oder wahrscheinlich, dass es da eine überirdische Power gibt. Es gibt keine klaren Beweise oder so, deshalb spreche ich ja vom Glauben. Aber ich habe schon des Öfteren das Gefühl, dass es da was gibt!“

 

Aktuell brachte der 72-jährige im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland zum Ausdruck, dass es hinter dem Horizont weiter geht.

Lindenberg zeigte sich traurig darüber, dass seine Eltern Gustav und Hermine seinen großen Erfolg in den letzten Jahren nicht mehr mitbekommen haben. Zugleich äußerte er dabei aber auch die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod und sagte:

„Aber ich bin mir auch sicher: Hermine und Gustav bekommen da oben alles mit.“

Weiter betonte der Musiker und Maler:

„Manchmal spreche ich mit ihnen und weiß, dass sie stolz sind, dass aus ihren Kindern was Korrektes geworden ist und es uns gut geht. Bei jedem Konzert schaue ich nach oben durch die Wolken und fühle, dass sie dabei sind.“

 

Bereits im Dezember 2012 erklärte Udo Lindenberg in einer Mail an den Chefredakteur des „Hamburger Abendblattes“, Lars Haider, dass er lieber glaube als nicht glaube. Das ungewöhnliche Interview wurde an mehreren Tagen zwischen dem 24. Oktober und dem 24. Dezember per „iPad“ geführt und anschließend im Magazin der Zeitung veröffentlicht. Bei dieser Konversation benutzte Lindenberg keine Großbuchstaben.

Gott könne sein und könne auch nicht sein, antwortete Lindenberg per E-Mail an Lars Haider auf die Frage, ob Religion für ihn eine Rolle spiele. Er aber „glaube dran, will auch dran glauben“, schrieb er weiter. Und:

„wenn es sowohl die eine wie auch die andere möglich- (oder auch unmöglichkeit) gibt, freunde ich mich mit der mir angenehmeren version an. also glaube ich.“

Auch in seinem musikalischen Schaffen erkennt er eine Kraft, die nicht allein aus ihm selbst kommt. Die Einfälle für seine Songs und Texte bezeichnete er u. a. als „Eingebungen, Einsendungen“, die ihm „von irgendwoher zugeflogen“ kämen, so Lindenberg damals.

Quellen: himmelscafe.de, domradio.de (1), domradio.de (2), haz.de, kirche-und-leben.de, evangelisch.de, jesus.ch, zeit.de und bonifatiuswerk.de

 

Einen Sendbeitrag von domradio.de zu Lindenberg’s Besuch im Kölner Dom gibt’s

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