Im aktuellen Interview mit der Bild-Zeitung sprach der Münchner Schauspieler und Sänger Wolfgang Fierek über den Wendepunkt in seinem Leben, der seinen Glauben an Gott wieder verstärkte. Fierek, der leidenschaftlich Harley fährt, wurde im April 2003 ohne eigenes Verschulden in einen Unfall verwickelt, bei dem er schwer verletzt wurde.

Im Bild-Interview brachte er dieses Ereignis in Verbindung mit seinem wiederentdeckten Glauben. Auf die Frage, was ihm Gott bedeute, antwortete der 67-jährige:

„Ich bin ein bayerischer Bua und wurde als Kind gezwungen sonntags in die Kirche zu gehen. Ich habe erst wieder täglich angefangen freiwillig zu beten und zu glauben, als ich in der Klinik lag. Ich habe Gott angefleht: Ich bin hier in der Scheiße, hol mich bitte raus. Er hat dafür gesorgt, dass ich überlebt habe. Der wollte mich noch nicht haben!“

Weiter sagte er, dass er heute täglich hinterfrage, ob er an diesem Tag ein guter Mensch gewesen sei. Und:

„Ich danke dem lieben Gott täglich!“

Das komplette Interview gibt’s unter bild.de .

Bereits 2010 bekannte Fiereck im Interview mit der SZ: „Gott gibt es wirklich“.

Seine Erfahrungen nach dem damaligen Unfall beschrieb er in seinem Buch „Mit der Harley an der Himmelspforte“. In Interviews zum Buch sagte er, dass der Unfall in seiner Wahrnehmung weniger ein Unfall als viel mehr ein Geschehnis war und betonte:

„Für mich war es ein Denkzettel, der mein Leben verändert hat. (…) Es hat mir meine Sterblichkeit vor Augen geführt und mich Gott ein Stück näher gebracht. Dafür bin ich dankbar.“

Weiter sagte er seinerzeit:

„Als es mir in der Klinik so schlecht ging, habe ich in der Bibel gelesen, zu Gott gebetet und gemerkt, wie der Weg sich ebnet.“

Fiereck betonte, dass er das Erlebte nicht überhöhen wolle, hielt aber fest:

„Ich spürte ganz deutlich zweierlei: dass ich sterblich bin und gleichzeitig Gottes Nähe.“

Dies habe er „mit viel Freude registriert“. Elementar für seine Beziehung zu Gott wurde das Gebet. Dazu sagte er:

„Man muss nur das Gespräch mit Gott suchen, das ist das Entscheidende. Aber das haben die meisten Leute vergessen, weil sie meinen, sie können alles besser. Doch ohne Glauben geht gar nichts.“

Er bete „teilweise zwei-, dreimal am Tag“ und Gott sei „immer dabei“, so Fiereck damals. Seine Beziehung zu Gott fasste er prägnant wie folgt zusammen:

„Gott ist mein bester Spezi.“

Quellen: bild.de (Bild-Plus-Artikel), sueddeutsche.de, focus.de, abendzeitung-muenchen.de und bild.de