FC-Legende 74er-Fußball-Weltmeister Wolfgang Overath feierte am vergangen Samstag seinen 75. Geburtstag. Zu diesem Anlass bekannte sich Overath im Interview mit dem Kölner Express und mit Sport 1 zum christlichen Glauben und gab Einblicke in seine Lebenseinstellung.

Bereits mit Mitte 40 habe er realisiert, dass seine Arbeit mit sechs oder sieben Terminen am Tag nicht mehr sein alleiniger Lebensinhalt sein könne. Er habe erkannt, dass er „auch aufgrund meiner Herkunft“ anderen Menschen helfen müsse. Dazu sagte weiter:

„Du musst versuchen, von deinem Glück etwas zurückzugeben. Da habe ich angefangen, Menschen zu helfen, die diese Hilfe brauchten. Das fand ich sehr wichtig.“

Nachdem er mit seiner Frau im Fernsehen eine Reportage über brasilianische Straßenkinder gesehen hatten, beschlossen sie ein Mädchen zu adoptieren, das mittlerweile 26 Jahre alt ist. Dazu sagt er rückblickend: „Wir haben mit ihr so viel Glück dazugewonnen“.

Orientierung in seinem Handeln, gibt ihm der christliche Glaube, was Wolfgang Overath im Express-Interview wie folgt ausdrückte:

„Ich bin so etwas von dankbar und zufrieden. Und ich habe persönlich auch eine Beziehung zu dem da oben.“

Aufgrund seines Glaubens an ein Leben nach dem Tod, habe er keine allzu große Angst vor dem Tod. Mit sich und seinem Leben zeigt sich der 75-jährige im Reinen und betont:

„Wenn ich noch einmal ganz von vorne anfangen könnte, dann würde ich genau das gleiche Leben wählen.“

„Der da oben“ hat für Wolfgang Overath immer eine große Rolle gespielt, weshalb es von ihm zur Frage nach dem Glauben immer eine klare Antwort, ein unmissverständliches „Ja“ zu Gott, gab.

Sport 1 berichtete, dass die Erfahrung, Halt im Glauben zu finden, „wohl auch“ in der Kindheit Wolfgang Overaths begründet liege, der 1943 als jüngstes von insgesamt acht Kindern mitten in den Kriegswirren geboren wurde. Sein 14 Jahre alter Bruder wurde kurz vor Kriegsende versehentlich von den Amerikanern erschossen – vor den Augen der Eltern. Sein 19 Jahre alter Bruder war im Alter von 19 Jahren an der Ostfront gefallen. Trost und Hoffnung erhielt die Familie Overath in dieser schweren Zeit durch die tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben. So betont Wolfgang Overath, der täglich betet und regelmäßig in der Bibel liest, voller Gewissheit:

„Ich denke, dass der da oben im Himmel ihn bei sich aufgenommen hat.“

Im Buch „Keiner kommt an Gott vorbei: Fußball-Legenden über Glaube. Liebe. Hoffnung“ von Günther Klempnauer konkretisierte Wolfgang Overath, wen er mit „dem da oben“ meint (wir berichteten):

„Jesus ist für mich der entscheidende Punkt, auf den es im Leben ankommt.“

Quellen: express.de und sport1.de