Foto: Gryffindor, Scholl-Denkmal, München, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Heute vor 75 Jahren wurden der Münchner Student Hans Scholl und seine Schwester Sophie als Mitglieder der „Weißen Rose“ hingerichtet. In einer neuen Biografie hebt der Historiker Robert M. Zoske hervor, welche Rolle der christliche Glaube für Scholl spielte.

Es war ein kurzer Prozess am 22. Februar 1943. Das Urteil gegen Hans Scholl, seine Schwester Sophie und Christoph Probst, stand vor Beginn der Verhandlung um 10 Uhr unter der Leitung der Präsidenten des Volksgerichtshofes, Roland Freisler, fest: Tod durch das Fallbeil. Es wurde um 12.45 Uhr gesprochen. Zwischen 17 Uhr und 17.05 Uhr wurden die drei jungen Angeklagten im Gefängnis Stadelheim hingerichtet. Mit einer Haltung und einem Mut, der auch heute beeindruckt, legten sie ihre Köpfe nacheinander auf den Block der Guillotine und warteten auf das Ende, das sie Sekunden später ereilte.

„Es lebe die Freiheit“,

rief Hans Scholl im letzten Augenblick.

In seinem Buch „Flamme sein! Hans Scholl und die Weiße Rose“ hebt der Historiker Robert M. Zoske den Glauben von Hans Scholl für sein entschiedenes Vorgehen gegen das Naziregime hervor.

Das Elternhaus von Hans und Sophie war stark religiös geprägt. Im protestantischen Glauben fand man Orientierung, in Gott Trost und Stärke. Für seine Gegnerschaft gegen die Nazis spielte dieser tiefe Glaube die entscheidende Rolle. Die Freiheit, die er wollte, konnte es für ihn nur durch Gott geben. Seine Gläubigkeit konnte man noch in seiner letzten Stunde vor der Hinrichtung sehen, als ein Pfarrer mit ihm Bibelstellen las und das Abendmahl zelebrierte.

Hans Scholl ein Vorbild, nicht nur für Christen!

Quelle: focus.de