Heute vor 10 Jahren verstarb der Filmemacher und Aktionskünstler Christoph Schlingensief nach rund zweieinhalbjährigem Kampf gegen den Lungenkrebs im Alter von nur 49 Jahren. Schlingenschief wurde von vielen als ebenso genial wie schräg wahrgenommen. Zu seinem 10. Todestag erschien nun in der Zeitung Die Tagespost ein Artikel über den Filmregisseur, der die katholische Seite von Christoph Schlingensief hervorhob.

Darin ist zu lesen, dass Christoph Schlingensief in einem katholischen Elternhaus im Glauben aufwuchs und 16 Jahre Messdiener war. Seine katholische Prägung ist auch Thema des neuen, auf der diesjährigen Biennale vorgestellten Dokumentarfilm der Regisseurin Bettina Böhler mit dem Titel „Schlingensief – in das Schweigen hineinschreien“, der anlässlich seines zehnjährigen Todestags gerade in den Kinos angelaufen ist. In dem zugehörigen temporeichen Trailer wird der Aktionskünstler in einer Sequenz aus drei harten Schnitten mit jeweils schwarzen Buchstaben auf weißem Grund wie folgt beschrieben:

„Familienmensch“, „Katholik“, „Aktivist“.

Dass sein Glaube bis zu seinem Tod ein konkreter Glaube war, brachte er in seinem Krebstagebuch zum Ausdruck, das 2009 unter dem Titel „So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!“ erschienen ist. Darin schrieb Christoph Schlingensief, der mit zweiten Vornamen Maria hieß:

„Aber eins ist klar. Ich bin kein Atheist. Und ich kann jetzt auch nicht sagen, na gut, das Universum ist irgendwie so etwas Höheres. Nee, ich brauche das konkreter: Mit Maria, Jesus und Gott, mit diesen dreien, möchte ich auf alle Fälle weiterleben. Das ist die Hauptsache.“

Quelle: die-tagespost.de

 

 Hier der Trailer zum Dokumentarfilm „Schlingensief – in das Schweigen hineinschreien“: